Unser Leitbild

Der Glaube daran, dass jeder Mensch von Gott angenommen ist, prägt unser christliches Schulleben. Wir gestalten Gemeinschaft, indem wir uns einander helfend zuwenden und voneinander lernen. Wir pflegen Ökumene und zeigen Respekt und Toleranz gegenüber Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen. Wir setzen uns für eine aktive Friedenserziehung, für interkulturelle Verständigung und für einen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und natürlichen Ressourcen ein.

Als eine "Erziehende Schule" begegnen wir allen Kindern und Jugendlichen, die bei uns im Anschluss an die Grundschule länger gemeinsam lernen, mit Fürsorge im pädagogischen Dialog. Wir achten ihre Individualität und empfinden es als belebend und bereichernd für unsere Schulkultur, wenn sie verschiedener sozialer oder kultureller Herkunft sind, besondere Talente, Stärken und vermeintliche Schwächen haben, eigene Standpunkte formulieren und eigene Wege gehen. Dabei begleiten und fördern wir sie behutsam und engagiert, damit sie als selbstbewusste, lebenszuversichtliche Menschen aufwachsen, die jetzt und später den ethischen, den wissenschaftlich-technischen und den kulturellen Herausforderungen unserer Gesellschaft gewachsen sein werden.

Wir fassen Bildung und Kompetenzerwerb als einen ganzheitlichen Vorgang auf, vermitteln Wissen, helfen dabei, Fertigkeiten auszubilden und Qualifikationen zu erlangen, geben Impulse für kreatives und soziales Handeln und setzen uns für christliche Werteorientierung und sozial-diakonische Verantwortung ein.

Mit den Gegenständen unseres Unterrichts wollen wir Kinder und Jugendliche zum Nachdenken, Staunen, Zweifeln und Fragen bewegen, sie nicht tadeln, wenn sie zögern und schweigen, sie dabei unterstützen, sich in angstfreien Räumen zu bewegen, Wünsche zu äußern, Sorgen und Nöte zu teilen und im Kontakt mit Gleichaltrigen und Erwachsenen an ihrer Entwicklung zu arbeiten. Wir wollen sie mit Geduld, Zeit und Spielräumen beschenken, damit sie ihre Persönlichkeiten und Begabungen entfalten und ihren Neigungen in Würde nachgehen können.

Sie dürfen den Sinn und den Erfolg ihres Tuns erfahren, indem sie handwerklich-technisch arbeiten und dabei Dinge produzieren und präsentieren. Sie sollen sich für die Schönheit, die Fantasie, die Kraft und den Nonkonformismus von Kunst, Musik, Literatur und Theater begeistern und dazu ermutigt werden, selbst gestaltend und herausfordernd tätig zu werden.

Dazu bieten wir neben dem Fachunterricht zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, einen Werkstattbereich für selbstständiges Lernen in eigener Regie sowie Projekte in den Bereichen ästhetischer Erziehung, Sprachen, Naturwissenschaften, Technik und Gesundheitserziehung an. Wir ergänzen diese Bildungsarbeit, indem wir Praktika durchführen und außerschulische Lernorte aufsuchen.

Wir sind eine Schule, in der die guten Traditionen der Birger-Forell-Realschule und der Espelkamper Hauptschulen eine zentrale Bedeutung haben werden. Die neue Schule lebt von den Lehrerinnen und Lehrern, die bis heute in ihren Institutionen wertvolle Arbeit geleistet haben.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Söderblom-Gymnasium hat bereits in der Vergangenheit das Evangelische Schulzentrum Espelkamp bereichert und wird es in Zukunft verstärkt prägen. Bewährte pädagogische Ansätze, Arbeitsweisen, Projekte, Organisationsformen und Veranstaltungen werden im System der Sekundarschule weitergeführt werden.

Wir sind eine lernende Schule, in der wir Teamstrukturen auf verschiedene Ebenen etablieren - Jahrgangsstufenteams, Klassenkollegien - , um gemeinsam Unterricht zu entwickeln und an methodischen und didaktischen Themen zu arbeiten. Wir evaluieren die Ergebnisse und qualifizieren uns in entsprechenden regelmäßigen Fortbildungen.

Eltern, Schülerinnen und Schüler werden an Schul- und Unterrichtsentwicklung beteiligt. Indem wir die Schule für außerschulische Kooperationspartner öffnen, nutzen wir die Ressourcen der Berufsorientierung, des interkulturellen Austausches und der sportlichen Begegnungen. Wir tragen so der gesellschaftlichen Nachfrage nach Teamfähigkeit und nach soliden Lern- und Sozialkompetenzen in einer sich wandelnden Gesellschaft Rechnung.