Swing and Dance an der BFS

Neue Fünftklässler lernen ihre Schule kennen

19.06.2018      Während in den vergangenen Jahren Gesang im Mittelpunkt des alljährlichen Kennenlernnachmittags der Birger-Forell-Sekundarschule stand, gab es dieses Mal Tanz und Swing vom Feinsten für die Ohren der Gäste. Mit „Easy Swing“ eröffnete die Musikklasse 5c den Nachmittag unter der Leitung von Uwe Kröger und mit tatkräftiger Unterstützung von Claudia Schröder und Tobias Krügel, dem Kantor der Martinsgemeinde. Es war der erste öffentliche Auftritt der Klasse, den sie bravourös meisterte. Hut ab, super gemacht!

Schulleiterin Ursula Beinlich begrüßte danach alle Gäste sehr herzlich und dankte den Eltern für ihr Interesse an der Birger-Forell-Sekundarschule als weiterführende Schule: einer Schule, an der Vielfalt gelebt wird und wo jedes Kind "nach seinen Fähigkeiten den Weg seiner Wahl" einschlagen und seine Stärken herausfinden und entwickeln kann. Auf diesem Weg wird jedes Kind individuell begleitet und unterstützt.

Weiter im Programm führte Nicola Meyer zu Drewer, die den Nachmittag organisiert hatte. Es folgte ein rasanter Solotanz. Aus der Tanz AG, die jeden Donnerstagnachmittag bei Carolin Thielemann und Héritier aus Ruanda üben, trauten sich vier Tänzerinnen, die Gäste mit Schwung in den schönen Nachmittag zu bringen. Etwas Besonderes und bisher Einzigartiges an der Schule war die dann folgende Darbietung eines Schwarzlichttanzes der Tanz AG. In der Dunkelheit der Bühne waren nur die weißen Handschuhe der Tänzerinnen zu sehen. Im unwirklichen Schummer zeichneten sie gekonnt vielfältige Figuren in die Dunkelheit. Auch das kam sehr professionell daher. Die Gäste applaudierten begeistert.

Die fröhliche Stimmung nahmen die neuen Fünftklässler auf und gingen neugierig mit den zukünftigen Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen in ihre Klassenräume.

Mit vielen interessanten Gesprächen und voller positiver Erwartungen klang der Nachmittag bei Kaffee, Gebäck und kalten Getränken aus.

Teilnahme an den Fußballkreismeisterschaften

19.06.2018      Am Dienstagvormittag, den 19.6.2018 fand die Vorrunde der Fußballkreismeisterschaften an verschiedenen Spielorten des Kreises Minden Lübbecke statt. Am Spielort Wehdem traten jeweils eine Mannschaft des Söderblom Gymnasiums, der Gemeinschaftsschule Stemweder-Berg Schule und der Birger-Forell-Sekundarschule gegeneinander an.

Die Mannschaft der Sekundarschule bestand aus 14 Schülern, zusammengesetzt aus den Jahrgängen 8 und 9. Betreut wurde die Mannschaft von ihren Lehrern Tobias Lübkemeier und Tobias Kiel.

Im ersten Spiel schlug die Mannschaft der Stemweder-Berg Schule die Mannschaft des Söderblom Gymnasiums mit 3:2. Im Anschluss zog die Mannschaft der Sekundarschule nach und schlug die Mannschaft des Söderblom Gymnasiums mit 2:1. Das entscheidende Spiel, welches die Birger-Forell-Sekundarschule und die Stemweder Berg Schule gegeneinander bestreiten mussten, endete 0:0. Durch die bessere Tordifferenz erreichte die Stemweder- Berg Schule die nächste Runde der Kreismeisterschaften im Fußball. Sie findet nach den Sommerferien im neuen Schuljahr statt.

Berufsorientierungsparcours und Berufsausbildungsmesse im Bürgerhaus

11.06.2018      Am vergangenen Dienstag und Freitag fanden der Berufsorientierungsparcours für die 8. Klassen und die Berufsausbildungsmesse für die Jahrgangsstufe 9 im Bürgerhaus Espelkamp statt.

Hier zunächst einmal zwei Fotostrecken für erste Eindrücke. Ein Text folgt demnächst.

Birger-Forell-Sekundarschule erneut ausgezeichnet

05.06.2018      Im Rahmen des Projekts "Gesunde Schule im Mühlenkreis" wurde die Birger-Forell-Sekundarschule erneut ausgezeichnet. Es ist eine Auszeichnung für die Umsetzung von vorbildlichen Gesundheitsförderprojekten im Schuljahr 2017/18. Unsere "Schmecksperten" haben die Schule sehr gut vertreten und knüpfen damit an das gleichnamige Projekt des letzten Schuljahres an, das ebenfalls ausgezeichnet wurde. Herzlichen Glückwunsch.

Birger Forell und Espelkamp

Geschichtskreis stellt neues Buch vor

03.06.2018      Dass der schwedische Pastor Birger Forell ein außergewöhnlicher Mensch war, erkennen alle, die sich mit seinem Leben beschäftigen. Straßen und Schulen nach ihm zu benennen ist eine Möglichkeit, an ihn zu erinnern und sein Wirken zu würdigen. Doch geschieht dies auch in gesprochenem Wort und Tat. Als der Geschichtsverein Espelkamp am 29. Mai 2018 ein neues Buch über Forell in der Bibliothek der Birger-Forell-Sekundarschule vorstellte, nahmen sich auch Schülerinnen und Schüler des Themas an. Zunächst begrüßte Schulleiterin Ursula Beinlich die Gäste. Dabei betonte sie, dass es eine Ehre sei, den Namen Birger Forells als Schule zu tragen. Gemeinsam wolle man die Schule im Geiste Birger Forells jetzt und auch in Zukunft leben. Nach der Begrüßung leiteten die Crazy Pop Girls unter der Leitung von Sabine Matthäus mit ihrem „Reporter“ Willi Wortgewandt zum Akt der Buchvorstellung über. Mit redegewandten Fragen und einem Song über Forell stimmten sie die geladenen Gäste auf witzige Art auf das Thema ein.

Christel Senckel, erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Espelkamp, dankte darauf allen an der Verwirklichung des Buches Beteiligten. Das Buch sei erhältlich an der Birger-Forell-Sekundarschule, dem Söderblom-Gymnasium, am Ludwig Steil Hof und in der Martinsgemeinde und dem Schwedenkindergarten.

„Unter den Vätern dieser Stadt ist er der bedeutendste“, begann Manfred Steinmann vom Geschichtskreis Espelkamp danach seine Ausführungen über die wesentlichen Inhalte des neuen Werkes. Schwergewicht liege dort auf Forells Tagebuch, seinen Vorträgen und Zeugnissen seiner Mitarbeiter, untermauert mit passendem Bildmaterial. Bewusst habe man ein Bild Forells ausgewählt, auf dem er vor dem Wandteppich im Martinshaus sitzt. Denn er habe in und für Espelkamp stets Martinsdienst mit praktischer Hilfe für Kinder und Flüchtlinge, besonders für Heimatvertriebene aus dem Osten geleistet. Über die Schwedenhilfe sei es ihm gelungen, die Sprengung der Munagebäude zu verhindern und entscheidende Impulse zur zivilen Nutzung des Geländes zu geben. Trotz der umstrittenen Freundschaft zu Max Ilgner von der IG Farben konnte der schwedische Pastor in den englischen Gefangenenlagern ein großes Vertrauenspotential erarbeiten. Es war ein Glück für die Deutschen, dass er als Fürsprecher eines neutralen Landes auftreten und wirken konnte.

Weitere kurze Einblicke in einige Details des Buches gab anschließend Gerhard Könemann, der ebenfalls an der Entstehung und Herausgabe des Buches maßgeblich und engagiert mitgearbeitet hat. Forells Weg habe mit einer Vision begonnen und sei schließlich über ein hart erkämpftes Unternehmen in die neue Stadt Espelkamp gemündet. Könemanns Ausführungen schloss sich Bürgermeister Heinrich Vieker an. „Birger Forell hat jederzeit etwas zu sagen mit seiner beispielhaften Mitmenschlichkeit – bis heute.“ Vieker dankte herzlich für dieses wichtige Buch und war sich sicher, dass seiner nachhaltigen Wirkung nichts im Wege stehe. Auch Sparkassendirektor Georg Droste zeigte sich sehr begeistert von der gelungenen Umsetzung einer tollen Idee. Er überreichte das neue Buch den jeweiligen Vertretern der beteiligten Einrichtungen: Ursula Beinlich (Birger-Forell-Sekundarschule), Ernst-Friedrich Brandt (Söderblom-Gymnasium), Dieter Gerecke (Bischof-Hermann-Kunst-Schule), Hilde Waldmüller (Presbyterium der Martins-Kirchengemeinde), Annegret Simes (Schwedenkindergarten) und Andreas Bredenkötter (Bürgerstiftung Espelkamp). Darüber hinaus dankte Annegret Simes für das Relief Birger Forells, das nun im Schwedenkindergarten steht. Ursula Beinlich schlug eine Brücke zu den Anfängen: „Herr Weinrich, der erste Schulleiter der Birger-Forell-Realschule, würde sich sehr über das neue Buch freuen.“

Allen an der Buchvorstellung Beteiligten ein sehr herzliches Dankeschön für ihr unermüdliches Engagement.

Sieger der Wasserwerkstatt stehen fest

Die Sieger des Projekts (v.l.n.r.): Philipp Tirre (5d) und Giselle Sowa (5c) auf Platz 3, Sokina Nizomowa (5a) auf Platz 1 und Justus Dyck (5b) auf Platz 2. Dahinter die Lehrerinnen Imke Preisberg und Nicola Meyer zu Drewer.

17.05.2018 (MzD)      Projekte im Werkstattbereich gehören zum festen Bestandteil des Unterrichts an der Birger-Forell-Sekundarschule. So arbeiteten in den letzten drei Wochen vor den Osterferien die Schülerinnen und Schüler aus den fünften Klassen an ihrer Wasserwerkstatt. Ihre Aufgabe bestand darin, aus einer Mappe mit unterschiedlichen Informationen zum Thema Wasser ein Lapbook zu gestalten.

Es galt wichtige Fragen zur Herkunft des Wassers, zum Wassergehalt von Lebensmitteln, zur Funktion des Wasserhahns, ebenso wie zum Wasserverbrauch der Menschen und die Möglichkeiten, sparsam mit der Ressource Wasser umzugehen, zu beantworten. Dabei recherchierten sie mit unterschiedlichen Medien und stellten die Informationen auf Faltvorlagen möglichst anschaulich in ihrem Lapbook (einem DIN-A2 Bogen) dar. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt.

So war es auch für die beiden Nawi-Lehrerinnen des fünften Jahrgangs nicht leicht, die am besten gestalteten Werke der Kinder herauszusuchen. Fest stand aber von Anfang an die Siegerin Sokina Nizomova aus der 5a, deren Lapbook mit Abstand die meisten Punkte bekam. Zweiter wurde Justus Dyck aus der Klasse 5b, der vor allem mit selbstständig recherchierten Zusatzinformationen punkten konnte. Den dritten Platz teilen sich Giselle Sowa (5c) und Philipp Tirre aus der Klasse 5d.

Eingebettet war die Siegerehrung in eine kleine Andacht zum Thema Wasser, in der ein Wassermärchen aus Afrika zu hören war. Fazit dieses Märchens und auch der Arbeit mit der Wasserwerkstatt war für die Kinder, dass Wasser ein hohes Gut für uns Menschen darstellt und für alle da ist.

Caliope mini

13.05.2018 (schm)      Die Firma Harting als unser Kooperationspartner der Schule überreichte Ende April Frau Caporale und Frau Schmidt als Informatiklehrerinnen der Schule nach gelungener Einführung und zielführender Schulung im NAZHA 60 Calliope mini ( siehe https://calliope.cc/).

Die Klasse 9if2 sagt stellvertretend für alle Informatikkurse

und wird über erfolgreiche Projektarbeiten berichten.

Sekundarschule auf Wandertag in Bielefeld

02.05.2018      „Juhu! Wandertag!“ Wohin soll es gehen? Die Klasse 9HW der Birger-Forell-Sekundarschule war sich schnell einig. Bielefeld sollte das Ziel sein. Genauer das Historische Museum in der Ravensberger Spinnerei. Am 2. Mai 2018 war es soweit. Mit dem Zug machten sich die Jugendlichen auf den Weg.

Im Museum angekommen hatten die Jugendlichen und ihre Klassenlehrer Frau Kleymann und Herr Hass die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen. Unter fachkundiger Leitung erlebten sie sehr realitätsnah das Leben in Bielefeld während der Industrialisierung und danach. Im Vorraum empfing sie eine der ältesten in Deutschland erhaltenen Dampfmaschinen, Baujahr 1842, die später als Denkmal diente und nach teilweiser Zerlegung jetzt dauerhaft im Historischen Museum besichtigt werden kann. Weiter ging es zu einem mehrere Quadratmeter großen Luftbild Bielefelds, über das die Besucher zu den einzelnen Ebenen der Ausstellung gelangen. Man hatte den Eindruck, gleichsam über der Stadt schwebend sich ihrer Vergangenheit schrittweise zu nähern.

Danach tauchte die Klasse in die Lebensbedingungen der Leineweber ein mit ihrer häuslichen Verarbeitung von Flachs zu Leinen. Ein Markenzeichen Bielefelds, geschaffen durch fleißige Handarbeit, das durch die Webstühle und späteren Spinnmaschinen erheblich kostengünstiger produziert werden konnte. Das bedeutete anfangs aber auch, dass die Leineweber mächtig Konkurrenz durch die entstehenden Fabriken bekamen und viele ihre Arbeit verloren. Ein Vorgang, der sich während eines Strukturwandels immer vollzieht, auch heute noch. Wer seinen Arbeitsplatz verlor, fand später in neu entstandenen und erstarkenden Industriezweigen einen anderen, so auch in der automatisierten Textilindustrie.

Ein Highlight der Führung war ein funktionsfähig aufgebauter Webstuhl, den die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung selbst bedienen durften. Dabei konnten sie nacherleben, was es bedeutete, zwölf Stunden am Tag an einem solchen Gerät arbeiten zu müssen. So manche Arbeiterin oder so mancher Arbeiter musste damals vorzeitig wegen Rückenschäden aufhören. Ein weiteres Highlight bestand in einem originalen elektrischen Bügeleisen der ersten Generation. Es ist ein Exemplar, das die mit glühender Kohle erhitzten Vorgängermodelle ablöste. Massiv aus Eisen wiegt ein solches Gerät um die fünf Kilogramm. Die Schülerinnen und Schüler durften es reihum am ausgestreckten Arm halten. Der Museumspädagoge stoppte dazu die Zeit. Nun meint man vielleicht, dass fünf Kilogramm nicht so wirklich schwer sind. Aber einigen wurde es dann doch sehr lang. Eine Schülerin kam auf die Bestzeit von einer Minute und zehn Sekunden. Bei dem Gewicht eine beachtliche Leistung. Als Abschlussbonbon gab es noch einen Abstecher in die Abteilung Zweiräder. Mit einigen Erläuterungen zur Sammlung endete die sehr informative Führung.

Um die Mittagspause und den Rest des Tages für andere Eindrücke zu nutzen, begaben sich alle nach dem Museumsbesuch in die Innenstadt. Jede Gruppe hatte ein anderes Ziel. Je nach kulinarischen Vorlieben nahm jeder seinen Lunch in verschiedenen Lokalitäten ein. Danach noch hier und da hereinschauen, ein wenig „shoppen“ oder einfach nur die Stadt angucken, und schon war es bald wieder Zeit, sich am vereinbarten Treffpunkt pünktlich einzufinden und den Rückmarsch zum Bahnhof anzutreten. Planmäßige Abfahrt um 15.50 Uhr und ebensolche Ankunft in Espelkamp, wo jeder schließlich seiner Wege ging. Fazit: Es war ein schöner und interessanter Tag in Bielefeld.

Wer neugierig geworden ist und das Historische Museum einmal besuchen möchte, kann sich vorab hier informieren: http://www.historisches-museum-bielefeld.de/ 

Berufsnavigator für die 9. Klassen

https://www.berufsnavigator.de

01.05.2018 (schm)      Nachdem der Berufsnavigator schon bei der Potenzialanalyse in Stufe 8 mit eingebunden war, verlief der Berufsnavigator für die Stufe 9 reibungslos. Drei Tage – vom 17.bis 19. April – schätzten sich 183 Schülerinnen und Schüler gegenseitig ein und erhielten im Anschluss eine weitere gezielte und kompetente Beratung in Sachen Berufswahl.

Wir danken dem Verein „Dein Weg“ e.V. (https://www.dein-weg.info) und der Agentur für Arbeit. Wie schon viele Jahre an der BFR hat die Agentur durch die finanzielle Absicherung die Durchführung nun auch für den ersten Jahrgang 9 der BFS ermöglicht.

Girls' & Boys' Day 2018

01.05.2018 (schm)      80 Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 bis 7, die nicht mit ihren Eltern und Verwandten mit in einen Betrieb gehen konnten, hatten die Möglichkeit sich am Vormittag in der Schule an mehreren Stationen auszuprobieren.

Im Technikbereich wurden Notizhalter aus Holz gefertigt. Schüler des Kurses 9tc unterstützten dabei fachmännisch. Die Klasse 9hw leitete die Schüler bei kleinen Basteleien zum Muttertag an.

Im Physikbereich ging es mit Hilfe des Kurses 9if2 um Konstruktionen mit Fischer-Technik, Herstellen einfacher Schraubverbindungen, Biegeübungen, Durchführung kleiner Experimente. Begehrt waren vor allem die 6 Arbeitsplätze, wo einfachstes Coden mit XLogo ausprobiert wurde.

In Räumen des Mittelhauses konnten Spiele, u.a. zu Berufen, oder eine Kugelbahn gebaut werden.

Erste Schritte in die Arbeitswelt gewagt

30.04.2018 (schm)      Zwei Berufsfelderkundungswochen liegen hinter den 8. Klassen. Erste Erfahrungen mit sehr frühem Aufstehen und Durchstehen eines langen Arbeitstages haben die Schülerinnen und Schüler am Nachbereitungstag, dem 30. April, von „sehr anstrengend“ bis „besser als Schule“ beschrieben.

Ein herzlicher Dank gilt allen Firmen und Einrichtungen, die unseren Achtklässlern dieses erste Praktikum ermöglicht haben.

Sebastian lötet Schaltungen mit LEDs.

John und Wadim haben gerade 10 kg Zwiebeln geschnitten und nun Dillsträuße für die Gemüsetheke gebündelt.

Am Auswertungstag holen sich die Schüler der 7. Klassen wertvolle Tipps in den 8. Klassen ab.

BFS - Schüler auf Schnupperkurs im Tischlerhandwerk

24.04.2018      Klingt spannend - war es auch! Vom 11.04.2018 bis zum 13.04.2018 fand im Rahmen einer frisch ins Leben gerufenen Kooperation mit der Tischler - Innung Herford ein Holz - Workshop in der Wilhelm - Rieke - Bildungsstätte zu Bünde statt.

Die Schüler der Klasse 9Technik, Leon Hesse, Alexander Wiebe und Sebastian Barg, erhielten die Gelegenheit, das Tischlerhandwerk einmal hautnah zu erleben.

Die Praxistage fanden in Zusammenarbeit mit Werkstatt- und Ausbildungsleiter Herrn Heiko Bahls statt. Die Schüler lernten den korrekten Umgang mit klassischen Werkzeugen des Tischlerhandwerks. Zu ihren Aufgaben gehörte das Erstellen und Einhalten von Arbeitsabläufen. Ihre handwerklichen Fähigkeiten wurden auf die Probe gestellt, als es darum ging, zwei klassische Holzverbindungen herzustellen. Das Errechnen der Teile der Verbindung, deren korrekte Aufteilung und schließlich das Anreißen auf dem Werkstück stellten die erste Probe dar, die gut gemeistert wurde. Es war sehr wichtig, genau und sauber zu arbeiten, damit die entstandene Verbindung am Ende so dicht wie möglich wurde. Für das erste Mal konnten sich die Ergebnisse sehen lassen, ganz zur Freude ihres Techniklehrers Tobias Lübkemeier.

Des Weiteren konnten sich die Schüler mit Lehrlingen des ersten Ausbildungsjahres austauschen und erste Eindrücke darüber sammeln, was ungefähr auf sie zukommen würde, sollten sie Interesse an einer Ausbildung zum Tischler haben.

Alle waren sich am Ende des Lehrgangs einig darüber, dass es ein Gewinn für alle Beteiligten war. Die Kooperation zwischen der Birger-Forell-Sekundarschule und der Tischler - Innung Herford soll im nächsten Schuljahr fortgeführt werden, damit im Schuljahr 2018/19 wieder einige Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, individuell in den Tischlerberuf schnuppern zu können.

Der Dank gilt in erster Linie der stellvertretenden Schulleiterin der Birger-Forell-Sekundarschule, Anja Buhrmann, sowie der Tischler - Innung Herford in Person von Heiko Bahls und dem Technik - Fachlehrer Tobias Lübkemeier, die dieses Startprojekt auf den Weg gebracht haben.

Den Römern auf der Spur

24.04.2018      „Als die Römer frech geworden“ dichtete einst Victor von Scheffel den Text zu einem bekannten Lied. Was sich aufgrund der römischen Eroberungsgelüste im Jahre 9 n. Chr. abgespielt hat, lässt sich anhand zahlreicher Funde im Museum und Park Kalkriese rekonstruieren. Der genaue Ort der legendären Varusschlacht lässt sich zwar nicht mit Bestimmtheit feststellen. Das war jedoch für die 6. Jahrgangsstufe der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp kein Grund, Museum und Park nicht doch zu besuchen. Im Gegenteil. Am 19. April war es soweit.

Auf den Spuren der Römer gab es sehr viel zu entdecken. Nicht nur die berühmte Reitermaske beeindruckte die Klassen. Auch die Funde im Museum zu bestaunen war spannend, jedoch noch nicht der Höhepunkt des Besuches. Den erlebten die Sechstklässler draußen im Gelände. Zuvor wärmten sie sich erst einmal im Niedrigseilgarten auf. Doch dieser Garten bietet weit mehr als ein Aufwärmen. Zu Beginn wurden Übungen zur Teambildung gemacht und im Parcours des Gartens immer wieder darauf geachtet, dass die Kleingruppen sich gegenseitig unterstützten, niemanden zurückließen und gemeinsam die Hindernisse bewältigten. So stärkte der Niedrigseilgarten die Klassengemeinschaft.

Dann begann die Führung im Museumspark. Als Germanen und Römer in Gruppen eingeteilt konnten die Klassen den Ereignissen des Jahres 9 n. Chr. beinahe hautnah nachspüren. Während die „Römer“ sich in wohlgeordneter Marschkolonne dem rekonstruierten Wall näherten, erwarteten sie dort die „Germanen“ im Hinterhalt. Die die Schüler begleitenden Museumspädagogen vermittelten die historischen Fakten sehr anschaulich und begreifbar. Sie zeigten damit, dass Geschichte keinesfalls staubtrocken sein muss, sondern spannend und unterhaltsam sein kann. Insgesamt also ein Besuch, der sich rundum gelohnt hat.

Umweltschutz praktisch umgesetzt

12.04.2018      Von Anbeginn hat die Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp den Umwelt- und Naturschutz fest in ihrem Schulprogramm verankert. Was die Realschule anfing, setzt die Sekundarschule fort. Erlebbar ist das am Schulgarten, der sich in den Außenanlagen neben dem Tartanplatz befindet. Jedes Frühjahr kann man eine Vielfalt von blühenden Pflanzen und geflügelten Besuchern erleben. Insekten und Vögel geben sich ein Stelldichein. Sie sorgen dafür, dass es jedes Jahr zu dieser Blütenpracht kommt. Der Mitarbeit von engagierten Schülerinnen und Schülern ist es dabei zu verdanken, dass der Schulgarten inzwischen auf einer interaktiven Landkarte auf der Website des NABU verzeichnet ist. Als torffreier Garten ist es der zweite seiner Art im Kreis Minden-Lübbecke. Darauf sind die Schülerinnen und Schüler zurecht stolz. Zum Thema Torf haben die Junior-Moorführerinnen Anna-Lena und Rebecka zusammen mit ihrer Lehrerin Stephanie Sundermeier im Biologieunterricht der Klasse 8f eine ganze Reihe gehalten. Sie experimentierten mit Torf, entwarfen ein Moor-Maskottchen und lernten die Moorflora im Schulgarten kennen. Entliehene Moortiere aus dem Biologiezentrum Bustedt, gestaltete Poster, Ausflüge ins Große Torfmoor zum Moorhus, das Kooperationspartner der Schule ist, und vieles mehr rundeten die Unterrichtsreihe ab.

Der torffreie Schulgarten ist jetzt offiziell als solcher gekennzeichnet. Zu diesem Zweck wurde ein Schild, das auf die Zusammenarbeit mit dem NABU verweist, im Schulgarten aufgestellt. Dabei mitgewirkt haben Anna-Lena und Rebecka aus der Klasse 8f und Alexandra, Luca, Jan-Luca und Fabrice aus der Klasse 6d zusammen mit Biologielehrerin Stephanie Sundermeier. Mit ihrem Engagement und der jahrelangen unermüdlichen Arbeit haben die beteiligten Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass Nachhaltigkeit im Umweltschutz möglich ist. Eine sehr wichtige Erkenntnis in Zeiten von Umweltzerstörung und Klimawandel.

Alle Bilder Copyright N. Hass

Bau dein Ding

09.04.2018 (schm)      Kurz vor den Osterferien machte der große Infobus der Bauindustrie in Espelkamp Halt. Das nahmen Schülerinnen und Schüler der Stufe 9 zum Anlass, viel Neues über die Berufe in der Baubranche zu erfahren. So konnten sie sich an vielen praktischen Stationen ausprobieren. Beispielsweise prüften sie das Gewicht verschiedener Baustoffe, ertasteten Oberflächen und bedienten einen kleinen Modellbagger. Auch konnten sie Ventile in einem Rohrleistungssystem so stellen, dass Rauch eine bestimmte Bahn nahm, in einem Simulator auf einen Kran „klettern“ und einen Bungeesprung erleben. Die praxisnahen Erfahrungen erlebten die Schülerinnen und Schüler als sinnvolle Ergänzung zum im Januar absolvierten Schülerbetriebspraktikum. Insgesamt war es ein abwechslungsreicher und spannender Donnerstag.

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Ein freiwilliges Jahr an der Birger-Forell-Sekundarschule geht zuende

26.03.2018      Nach sehr abwechslungsreicher Zeit beendet Ana Inciongs ihr freiwilliges soziales Jahr an der Birger-Forell-Sekundarschule. Die junge Philippinin kam über die Vereinte Evangelische Mission an die Schule und wirkte ausschließlich dort als tatkräftige Unterstützung vieler Schülerinnen und Schüler. Sie lernte die Kooperationspartner Isy 7 und Real Life im Bereich der Nachmittagsangebote kennen. Über ihre sehr abwechslungsreiche Zeit resümierte sie an ihrem letzten Tag kurz vor den Osterferien.

Mit den Kindern zu arbeiten und sich für die Schule einzusetzen habe ihr sehr viel Spaß gemacht. Sie habe, trotz manch anfänglicher Schwierigkeiten, viele positive Erfahrungen machen können. Die für sie wichtigste war, dass sie mit den Kindern und Jugendlichen immer sprechen konnte. „Ich fand das gut“, sagte sie voller Stolz, „obwohl es anfangs Probleme mit der Sprache gab. Aber ich habe es geschafft, vieles immer besser zu verstehen.“ Gefragt nach ihren spannendsten Momenten erzählte Ana, dass ihre Arbeit an der Schule jeden Tag neue und interessante Erlebnisse und Erfahrungen bereit hielt. Das betraf die Unterstützung im Unterricht genauso wie die Gestaltung eines Philippinentages oder den Englischunterricht im kleinen Kreis als spezielles Hilfsangebot für die Schüler. „Das Wichtigste ist, Begabungen zu teilen“, hob sie hervor. Aber auch die Begegnung verschiedener Kulturen helfe dabei, den eigenen Horizont zu erweitern. Das gelte für sie als Erzieherin genauso wie für die Kinder und Jugendlichen.

Ana plant, in Kassel den Studiengang Soziale Arbeit mit Abschluss als Bachelor zu belegen. Der praktische Teil umfasst eine zweijährige Ausbildung als Erzieherin, gefolgt vom eigentlichen Fach Soziale Arbeit, das weitere zwei Jahre dauern wird. Doch zunächst wird Ana zurück in ihre Heimat gehen, um dann im September wieder nach Deutschland zu kommen.

Interkultureller Poetry Slam

Schüler der Sekundarschule mit am Start

21.03.2018      Teil der Aktionswoche "Bunt-statt-schwarz-weiß" war der am 14. März stattgefundene Poetry Slam, an dem auch Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule teilnahmen. Ursprünglich war der Slam eine Darbietungsform zum Vortrag von Gedichten, die in den USA in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand. Am Abend im Elite-Kino Espelkamp waren Textgattungen unterschiedlicher Art zu hören (die Neue Westfälische berichtete). Besonders anrührend kamen die Geschichten zweier syrischer Schüler herüber. Um all denen einen Einblick zu geben, die den Abend nicht miterleben konnten, haben wir sie hier hochgeladen. Zunächst der Text von Abdallah Alalousi.

Die Flucht nach Deutschland

Ich bin Abdallah Alalousi. Ich komme aus Syrien und bin 15 Jahre alt. Seit 7 Jahren ist Krieg in Syrien. Am Anfang des Krieges sind nur in den großen Städten Bomben gefallen. Aber nach einem Jahr fielen auch Bomben auf unsere Stadt. Als es in unserer Stadt gefährlich wurde, kam mein Vater zu mir und sagte, dass wir flüchten müssen. Ich habe das nicht ernst genommen, bis eine halbe Stunde später eine Bombe in der Nähe unseres Hauses explodiert ist.

Mein Vater hat gesagt, dass mein ältester Bruder und ich als erste aus der Familie nach Deutschland flüchten müssen. Der Grund dafür, dass mein Vater meinen Bruder und mich auf die Flucht geschickt hat, ist der, dass es unmöglich für die ganze Familie war, auf die Flucht zu gehen. Wir hatten nicht genug Geld, um die Flucht für die ganze Familie zu bezahlen. Außerdem war es zu gefährlich, mit 6 Personen zu fliehen.

Mein Bruder und ich wussten, dass wir eine gefährliche Reise vor uns hatten und wir auf der Flucht sterben konnten. Wir hatten Angst um unser Leben und das der Familie. Unter Tränen haben wir uns von unseren Eltern und Geschwistern verabschiedet. Mit dem Bus fuhren wir zur türkischen Grenze. Dafür brauchten wir einen Tag. Wir brauchten 2 Versuche um unbemerkt über die syrisch-türkische Grenze zu kommen. Danach sind wir an die Küste des Ägäischen Meeres in der Nähe von Izmir gefahren. Es hat eine Woche gedauert, um einen Schlepper zu finden, der uns mit seinem Boot nach Griechenland bringen wollte. Diese Woche war eine harte Zeit für uns. Wir waren nahe daran aufzugeben. Als wir meinen Vater mitteilten, dass wir zurück kommen wollten, hat er uns gesagt, dass sich die Situation in Syrien inzwischen sehr verschlechtert hatte.

Dann haben wir unsere Meinung geändert und einen Schlepper gesucht, der uns mit einem Boot, das 3 Meter lang und 1,50 Meter breit war, nach Griechenland bringen wollte. Mit 50 Personen in diesem Boot schickten uns die Schlepper auf die gefährliche Reise über das Ägäische Meer. Weil das Wetter gut war, erreichten wir nach etwa 2 Stunden sich griechische Küste, Wir haben großes Glück gehabt, dass wir unterwegs nicht ertrunken sind. Viele Menschen kommen auf der Überfahrt um.

Von Griechenland sind wir nach Mazedonien gegangen, es dauerte 3 Tage. Nach einem weiteren Marsch von 4 Tagen sind wir in Serbien angekommen.

Über Felder und durch Wälder sind wir danach nach Ungarn gekommen. Als wir die serbisch-ungarische Grenze zu überschreiten versuchten, wurden wir von der ungarischen Polizei entdeckt und verfolgt. Zum Glück konnten wir entkommen. Mit einem PKW, dessen Fahrer 400 € pro Person von uns verlangte, kamen wir nach Budapest. Von dort wurden wir in dem verschlossenen Laderaum eines Lieferwagens nach Österreich und von dort nach Deutschland gebracht. Diese Fahrt mit dem Lieferwagen war nicht ungefährlich, weil der Laderaum luftdicht abgeschlossen war und wir wegen fehlender Sauerstoffzufuhr von außen, zu ersticken drohten. Bei unserer Ankunft in München war ein siebenjähriges Mädchen bereits bewusstlos.

Die deutsche Polizei in München hat uns danach in ein Auffanglager für Flüchtlinge gebracht und mein Bruder und ich waren froh, dass wir in Deutschland waren.

Nach eineinhalb Jahren durften meine Eltern mit meinem Bruder und meiner Schwester zu uns nach Espelkamp kommen.

Nun der Text von Midas Sido.

Mein Lebenstext

Ja, ich bin in Syrien geboren am 10.01.2004 in einer großen Stadt. Als ich fünf Jahre alt war, bin ich zum Kindergarten gegangen, ein Jahr später bin ich zur ersten Klasse gegangen. Und da habe ich bis zur vierten Klasse gelernt und dann war in Syrien in unserer Stadt ein richtiger Krieg. Dann meinte mein Vater, wenn wir nach Deutschland kommen, ist es besser, weil er meinte, in Deutschland ist kein Krieg und es ist ganz sicher da.

Dann ist mein Vater nach Deutschland gekommen am 18.06.2014. In der Zeit haben wir bei meinen Großeltern gelebt. Da bin ich weiter zur Schule gegangen. Das war richtig gefährlich. Aber ein Jahr später hat mein Vater die Familie zusammengeholt und wir sind mit dem Flugzeug nach dem Libanon geflogen und von dort weiter nach Deutschland. In Deutschland bin ich zwei Jahre zu einem Sprachkurs gegangen. Nach diesen zwei Jahren bin ich auf die Sekundarschule gekommen und habe in einer achten Klasse angefangen.

Ich spiele Fußball in einem Verein in Espelkamp. Er heißt FC Preußen Espelkamp. Das ist eine ganz starke Mannschaft und ich bin stolz auf mich.

Train Kids

Dirk Reinhardt liest aus seinem Roman

18.03.2018      Es kommt nicht oft vor, dass man spannende Literatur direkt aus dem Mund ihres Autors hören kann. Doch wenn es passiert, ist es mitunter sehr ergreifend. So geschah es, als Jugendbuchautor Dirk Reinhardt am vergangenen Dienstag an der Birger-Forell-Sekundarschule zu Gast war und aus seinem Roman Train Kids einige zentrale Stellen vor den 7. und 8. Jahrgangsstufen vorlas.

Es ist sein vierter Roman für Jugendliche, der durch Aktualität seines Themas besticht. Weltweit existieren Flüchtlingsströme in Richtung der Industrieländer. Nicht nur Europa ist davon betroffen, auch die USA müssen mit diesem Problem fertig werden. Trumps Vorschlag des Mauerbaus zwischen den USA und Mexiko ist nicht nur heftig umstritten, sondern er verschärft die Problematik zusätzlich. Denn Mexiko ist Transitland für Flüchtlinge aus Guatemala, Honduras und El Salvador. Dirk Reinhardt war in Mexiko vor Ort und bekam seine Hintergrundinformation für Train Kids aus erster Hand. Jugendliche Flüchtlinge erzählten ihm ihre Lebensgeschichten. Vor allem berichteten sie über ihre Erlebnisse während der Flucht und die Praktiken der Schleuser und Polizei.

Es sind meist Dreizehn- bis Siebzehnjährige, die sich als blinde Passagiere per Güterzug auf den Weg nach Norden machen, um in den Vereinigten Staaten ein besseres Leben zu finden. Oft folgen sie auch ihren Müttern, die, von ihren Ehemännern verlassen, manchmal Jahre vorher in die USA übergesiedelt sind in der Hoffnung, mit ihrem guten Verdienst zurückzukommen und die Familie besser versorgen zu können. Es sind tragische Geschichten, die Dirk Reinhardt in seinem Roman verarbeitet hat. Gefahren lauern überall: auf den Zugdächern, am Wegesrand in Form von Banditen und korrupten Polizisten, auch klimatisch ist eine solche Reise eine Herausforderung. Von subtropischen Zonen geht es durch Wüsten und Ödland bis ins Hochgebirge, und das alles nur mit der Kleidung, die die Jugendlichen am Leibe tragen. Meist sind das nur Hosen und T-Shirts, weil sie nicht wissen, dass der Weg sie auch in kältere Zonen führt.

Dirk Reinhardt erzählt von fünf Jugendlichen, Miguel, Fernando, Jasmina (die sich Jas nennt, um nicht als Mädchen erkannt zu werden und sich gegen Belästigung zu schützen), Angel und Emilio. Diese Fünf lernen sich zu Beginn der Reise zufällig kennen und beschließen, gemeinsam aufzubrechen. Während ihrer Flucht nach Norden erleben sie all die dramatischen Ereignisse, die reale Jugendliche täglich durchstehen müssen. Auch sie geraten in die Fänge korrupter Polizisten, verletzen sich beim Aufspringen auf einen Güterzug und leiden unter den sonstigen Strapazen der Flucht. Aber es wird ihnen auch Hilfe zuteil. Ein Padre gewährt ihnen in seiner Kirche vorübergehend Asyl, als sie Gefahr laufen, von der Polizei verhaftet zu werden.

Wie der Roman endet, ließ Dirk Reinhardt offen, um denen, die ihn lesen möchten, die Spannung zu erhalten. Und die war fast von Beginn an zu spüren. Reinhardt erzählte sehr anschaulich mit Hilfe von selbst gemachten Fotos über die Entstehung des Romans und von seinen Erlebnissen und Gesprächen in Mexiko. Er las die ausgewählten Passagen des Romans mit eindringlicher Stimme. Die Schülerinnen und Schüler hörten hoch konzentriert und interessiert zu und stellten noch viele Fragen. Der Einblick in Train Kids hat viele sehr berührt. Die Lektüre des Buches kann dazu beitragen, den in Wohlstand lebenden Menschen bewusst zu machen, dass es anderswo in der Welt erheblich schlimmer zugeht. Man mag hoffen, dass solche Geschichten einen Beitrag zu mehr Menschlichkeit leisten.

BUNT STATT SCHWARZ-WEISS

Foto: Anja Buhrmann

MitMenschen für Vielfalt, Toleranz & Demokratie

Eröffnung der Aktionswoche 2018

13.03.2018      „Die Welt ist bunt und besteht nicht nur aus schwarz und weiß.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Heinrich Vieker die Aktionswoche Bunt Statt Schwarz-Weiß und verknüpfte dies mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten. Unter dem Motto „Mensch ist Mensch“ stellten Schülerinnen und Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule und des Berufskollegs Lübbecke ihr während der letzten Woche erarbeitetes Crossover-Projekt vor.

Als Geschäftsführerin der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung betonte Nadine Sträter, dass Bunt Statt Schwarz-Weiß ein Projekt zur erfolgreichen Integration und einem interkulturellen Miteinander Jugendlicher mit Fluchterfahrung sei. Musik sei die „erste Sprache, die wir Menschen erlernen. Alle Projektbeteiligten sind ein Vorbild für die gelebte Integration“, ergänzte Nadine Sträter.

Anschließend begrüßte Schulleiterin Ursula Beinlich die Gäste und dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Erfreut zeigte sie sich über die persönliche Anwesneheit von Nadine Sträter von der Liz Mohn Stiftung, welche diese Projektwoche unterstützt hat. Sie dankte außerdem der Anna-Sophie-Stegkemper-Stiftung für ihre grundsätzliche Unterstützung der kulturellen Arbeit. Sie betonte, dass der Entwicklungsprozess als besonders wichtig und wertvoll zu sehen sei. Stefan Becker, Leiter des Berufskollegs Lübbecke, deutete darauf hin, dass „Schulen Flagge zeigen müssen“. In seiner Eröffnungsrede an alle Beteiligten sagte er: „Es gibt zwei internationale Förderklassen im Berufskolleg Lübbecke, wovon sich auch Schüler heute als Projektbeteiligte engagieren.“

Die folgenden Darbietungen der drei Projektbereiche konnten sich sehen und hören lassen. Zunächst führten Schüler eindrucksvolle Theaterszenen auf. In einem Bus zum Beispiel kam es zwischen einigen Fahrgästen verschiedener Herkunft zum Konflikt, den der Busfahrer schlichtete. Die Message: Wir sind alle Menschen. Daran schloss sich eine Tanzdarbietung an. Nach einer sehr gut erarbeiteten Choreographie bewegten sich die Darsteller in verschiedenen Formationen über die Bühne, zuerst in schwarz-weißer Kleidung, die sie später dann durch bunte Oberteile ersetzten. Im weiteren Verlauf tanzten sie nach Art eines Volkstanzes durch die gesamte Aula und verzauberten das Publikum mit einer tollen Atmosphäre. Alle klatschten begeistert im Rhythmus der Musik mit. Die dritte Darbietung zeigte ein während der Projektarbeit erstelltes Video. Die von den Teilnehmern erarbeiteten Raps hat die Gruppe gekonnt unter der Leitung von Daniel Schneider in filmische Szenen umgesetzt. Im Vordergrund stand dabei der Rap „Mensch ist Mensch“, der alle mitriss.

Zum Schluss kamen alle Teilnehmer auf die Bühne für ein gemeinsames Foto. Ein ganz herzlicher Dank ging an Daniel Schneider, Freier Dozent für künstlerisch-kulturelle Arbeit und Leiter der Rapschool NRW, an Andreas Wegwerth, Freier Dozent und Tanzcoach der Peter Gläsel Stiftung, an Viola Schneider, Theaterpädagogin am Stadttheater Minden, an Karin Detert vom Berufskolleg Lübbecke und an Claudia Schröder von der Birger-Forell-Sekundarschule.

Im Anschluss an diese gelungene Auftaktveranstaltung gab es für alle Teilnehmer und Gäste ein internationales Buffet, organisiert durch die Schulsozialarbeiterin der Birger-Forell-Sekundarschule, Angelika Eirich. Ein herzlicher Dank an helfende Schüler und Eltern sowie an die Firma Marktkauf, die Getränke gesponsert hat.

Drei Tage der Orientierung im Januar 2018

05.03.2018 (schm)      Die Klassen der Stufe 8 erlebten drei spannende, arbeitsintensive Tage in der JuBi Tecklenburg (www.jubi-te.de).

Die Stärkung der Klassengemeinschaft durch gruppendynamische Spiele und Übungen stand am ersten Tag im Vordergrund. Am zweiten Tag arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in klassenübergreifenden in Projektgruppen, wobei neben dem Gemeinschaftsgedanken auch noch sowohl handwerkliches als auch kognitives Geschick geprägt wurde.

Die Schüler ordneten sich interessengerichtet folgenden Projekten zu:

• in der Werkstatt beim Bau großer Holzrahmen, die mit Stoff bezogen und in vielerlei Art und Weise gestaltet wurden

• beim Schwarzlichttheater vom Schreiben des Skriptes bis zur perfekten Bühnenshow

• beim Fotografieren und Entwickeln der Bilder im Fotolabor in Tauchbädern

• bei der digitalen Fotografie und dem Zusammensetzen zu einer Bildergeschichte mit Hilfe von PowerPoint

• beim Drehen eines Kurzfilmes, vom Drehbuch bis zum Fünf-Minuten-Krimi

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich fast durchweg begeistert von den Angeboten. Dazu trugen in großem Maße die Referenten bei, die die Projekte (an-) leiteten.

Alle Projektergebnisse wurden am Abend des zweiten Tages den Mitschülern und Lehrern präsentiert.

Am letzten Tag wurde noch einmal der Gemeinschaftsgedanke innerhalb der Klasse aufgegriffen und gefestigt und die Tage der Orientierung gemeinsam mit allen Beteiligten reflektiert.

Die positive Resonanz bei Schülern und Lehrern motiviert die Schule dazu, die Tage der Orientierung zukünftig im Fahrtenprogramm der BFS festzuschreiben und somit zu einer festen Institution im Jahrgang 8 zu machen.

Informatiker und Techniker im Berufskolleg

Techniker und Informatiker der Stufe 8 erleben einen oder sogar auch zwei Tage am Berufskolleg in Lübbecke

23.02.2018 (schm)      In der Metallwerkstatt wurde eine PUK-Säge hergestellt. Nach einer Stunde Gespräch über Metalle, Dichte, Werkzeuge und Sicherheitshinweise ging es an die Herstellung der Säge: Entgraten, Bügel biegen (= Hebelgesetz), Spalt für Sägeblatt in die Bügelenden sägen, Loch bohren, Loch senken, Gewinde schneiden, Griffmulden feilen, Bügel einstecken, festschrauben, Sägeblatt anpassen, fertig!

Was hier einfach klingt, war ein 5stündiger Arbeitsprozess.

In der Holzwerkstatt begann die Arbeit in der Holzkammer, die Entstehung eines Brettes vom Samen bis zum erntbaren Baum wurde anschaulich dargebracht.

Am Montag, 19. Februar, entstand unter den Händen der fleißigen Teilnehmer ein Kleiderbügel aus Kiefernholz. Das Werkzeug Hobel hatten dabei wohl die meisten das erste Mal in der Hand. Die Donnerstagsgruppe (22.2.) konnte nach getaner Arbeit die gefertigten Grillzangen aus Buchenholz vorzeigen.

Für Teilnehmer an beiden Werkstätten war klar, welcher Werkstoff der Favorit ist, der dann auch in die weitere Planung in Richtung Berufswahlorientierung einbezogen werden wird.

Die Gruppen danken den Lehrern und Schülern des Berufskollegs, die diesen Tag ermöglicht haben, recht herzlich.

Gedenktag an der Birger-Forell-Sekundarschule

01.02.2018      Der 27. Januar wird seit 1996 jedes Jahr als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen, so auch an den Birger-Forell-Schulen. Es liegt in der Verantwortung von Schule, den Tag und die Geschehnisse in Erinnerung zu behalten, auch wenn unsere Generationen nicht die Schuldigen waren, damit sich solche Verbrechen wie unter der Nazi-Tyrannei nicht wiederholen. Gerade jetzt in unserer Gegenwart, wo das Zusammenleben sich zunehmend schwieriger gestaltet und Respekt an Wert einzubüßen scheint, ist es wichtig, an die Zeit der Nazi-Verbrechen zu erinnern und für die Gegenwart und Zukunft daraus zu lernen. Daher gestalteten die Lehrer Christian Sümening, Sabine Matthäus und Nikolaus Hass mehrere Andachten zu dem Thema in der Schulaula.

In der Andacht für die Jahrgangsstufen 5 und 6 boten Christian Sümening und Nikolaus Hass viel Wissenswertes über das Schicksal von Anne Frank und die Schulzeit von Kindern im Dritten Reich sehr anschaulich dar. Einige Schülerinnen und Schüler wussten schon ein wenig über diese Themen und die Zeit des Nationalsozialismus. Alle lauschten den Erzählungen mit gespannter Aufmerksamkeit und sehr viel Konzentration.

Die 7. Klassen hörten wichtige Einzelheiten über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Mit Hilfe von Bildern und sehr lebendigen Schilderungen erklärten die beiden Lehrer, wie die Vernichtung der Häftlinge in Auschwitz ablief. Etliche Schülerinnen und Schüler reagierten sehr betroffen und nachdenklich, stellten aber auch viele Fragen.

In der Stufe 8 beschrieb Christian Sümening das Schicksal von Jugendlichen, die sich nicht der Gleichmacherei der Nationalsozialisten anpassen wollten. Sie wurden unter anderem als schwer Erziehbare in sogenannten Jugendstraflagern inhaftiert, zum Beispiel in Moringen bei Göttingen. Dort mussten sie schwere Arbeit bei oft unzureichender Ernährung leisten. Medizinische Versorgung gab es dort so gut wie nicht.

Zum Schluss der Andachten warben Christian Sümening und Nikolaus Hass für das Recht des Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben: Gerade wenn Staaten unserer Zeit Andersdenkende unterdrücken, sei es sehr wichtig, sich auf Werte wie Menschlichkeit und Toleranz zu besinnen und diese Werte zu verteidigen. So forderten sie die Schüler auf, wachsam zu sein, wenn Menschen beispielsweise wegen ihrer Religion oder einer anderen Meinung beschimpft und ausgegrenzt werden.

Musikalisch umrahmt wurden die Andachten von Sabine Matthäus und Nikolaus Hass mit Liedern der jüdischen Religion, die auch in Synagogen und an jüdischen Festtagen zu hören sind.

Wer flattert da am Futterhaus?

Forschertag auf Gut Bustedt

31.01.2018 (siev)      Auch in diesem Jahr erlebte der 5. Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule für 2 Tage das Biologiezentrum alte Rittergut Bustedt. Aber nicht der finstere Kerker war das Ziel der vier Klassen, sondern die heimische Vogelwelt sollte studiert werden. Im NW (Naturwissenschafts) Unterricht hatten die Schüler und Schülerinnen schon einiges über das Leben und Verhalten der heimischen Tiere im Winter gelernt. Nun wollte man vor Ort erkunden, was man im Unterricht in der Theorie erarbeitet hatte.

Am Montag, dem 29. Januar, waren die Klassen 5a und 5c und am folgenden Tag die Klassen 5b und 5d mit ihren Klassenlehrern in Bustedt.

Auf dem Gut angekommen, konnten die Schüler und Schülerinnen gleich ihr Wissen unter Beweis stellen, denn es galt die Frage zu klären: Was dürfen wir den Vögeln im Winter überhaupt für Futter ins Futterhaus legen? Sehr schnell war man sich einig und konnte auch begründen, warum Brot, Käse und Schokokade ungeeignet und Nüsse, verschiedene Körner und Fett absolut notwendig für die gefiederten Freunde sind.

Danach konnten die Schüler und Schülerinnen an 4 Stationen selber tätig werden. In kleinen Gruppen schnippelten sie Äpfel klein und fädelten diese zusammen mit Erdnüssen zu Futterketten zusammen. An einer anderen Station sollten die Schüler anhand von Präparaten die heimischen Vögel bestimmen. Das war gar nicht immer so einfach, denn einige Vögel gleichen sich doch wirklich sehr, da musste genau geschaut werden, ob es eine Heckenbraunelle oder ein Gartenbaumläufer ist. Weiter ging es dann zur Vogelbeobachtung nach draußen, ausgerüstet mit Ferngläsern und Bestimmungsbüchern wurden Futterstellen und die sich dort tummelnde Vogelwelt beobachtet. Viele der Vögel, die man vorher als Präparat gesehen hatte, flatterten nun auf der Suche nach dem besten Platz am Futterhaus direkt vor der Nase der Fünftklässer. Und was manchmal im Unterricht ja schwer sein kann, hier war es dann mucksmäuschenstill, damit man die Vögel auch nicht verschreckte.

An der letzten Station ging es dann in die „Hexenküche“, aber anstelle von irgendwelchen Zaubertränken, die beim Vokabellernen oder bei Matheaufgaben helfen sollten, wurden hier Futterglocken hergestellt. Futterglocke und Futterkette konnten die Schüler und Schülerinnen mit nach Hause nehmen. Viele wollen beides ganz in Fensternähe aufhängen, um auch zuhause die Vögel im Winter beobachten zu können.

Enjoy Difference, Start Tolerance

Kulturprojekt zum vierten Mal

27.01.2018      „Kunst und Kultur sind nicht die sympathische Nische der Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.“ Dieser Ausspruch von Norbert Lammert beschreibt das Wesen von Kunst und Kultur sehr präzise. Darüber hinaus sind Kunst und Kultur nie eindimensional. Sie sind reichhaltig und voller Unterschiede. Diese Tatsache haben die Teilnehmer am Projekt „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ inzwischen zum vierten Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Am 26. Februar 2018 kamen Schülerinnen und Schüler aus dem 6. Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule mit Studierenden des Berufskollegs Lübbecke zusammen und zeigten in einer mitreißenden Werkschau die Ergebnisse einer arbeitsreichen und intensiven Woche. Wieder dabei waren die Theaterpädagogik des Stadttheaters Minden unter Viola Schneider, die Rapschool NRW mit Daniel Schneider und die Peter-Gläsel-Stiftung – Bereich Community Dance mit Andreas Wegwerth.

Die Idee hinter dem Projekt ist, dass die Sekundarschüler zusammen mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern des Berufskollegs Selbstwirksamkeit und gemeinschaftliches Handeln erleben. Dabei lernen sie, sich zu respektieren, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und mit Konflikten produktiv umzugehen. Dies haben alle Teilnehmer in den drei Kategorien Rap, Theater und Tanz eindrucksvoll demonstriert. Das zentrale Thema „Vielfalt“ zog sich dabei durch sämtliche Darbietungen.

Mit einem Rap über Fußball zog die erste Gruppe die Zuschauer in ihren Bann und brachte sie in Stimmung. Mit Fußball als Freiraum verwirkliche man seinen persönlichen Traum und gewinne als Team mit einem großartigen Tor, so die Botschaft dieses ersten Songs. Die Rapper unterstützte Holger Jobusch, der vor zwei Jahren als Praktikant an der Birger-Forell-Sekundarschule tätig war.

Der zweite Höhepunkt der Schau war die Darbietung der Theatergruppe. Sie brachte Szenen aus der Welt der Jugendlichen auf die Bühne mit typischen Themen wie Handygebrauch, Schulstress und Konflikte. Dabei brachen die Schauspieler eine Lanze für Toleranz, indem sie einräumten, dass Vielfalt zwar Konflikte bringe, aber es wichtig sei, damit umzugehen. Wer Vorurteile gegenüber anderen habe, sei einfältig, doch das Gegenteil von Einfalt sei Vielfalt. Da half es auch nichts, dass sich zwei „Geheimagenten“ zu den Klängen des James-Bond-Themas auf die Suche nach der Vielfalt machten, sie in Form eines Zettels in einem Geheimfach fanden und zerrissen. Denn jeder ist, wie er ist. Mit der Aussage „Enjoy difference, start tolerance“ warben die Darsteller für mehr Respekt untereinander. Eine klare Botschaft für einen friedvollen Umgang mit seinen Mitmenschen.

Der nun folgende Rap „Das Herz so klein …“ berührte emotional und mutete fast wie ein Ruf nach Verständnis an. Er unterstrich noch einmal musikalisch, was Jugend in der heutigen Zeit mit all ihren Schwierigkeiten bedeutet. Auch hier war die Botschaft, dass es hilft, über sich und sein Verhalten nachzudenken und dadurch zu mehr Respekt und Verständnis zu kommen.

Im nächsten Teil zeigten die Tänzer, was sie erarbeitet hatten. Völlig selbstgesteuert entwickelten sie eine wunderbare Choreografie und boten überraschende, fließend ineinander übergehende und sich immer neu entwickelnde Figuren. Unerwartet tauschten sie während der Darbietung ihre anfangs schwarz-weiße Kleidung in bunte aus. Ein deutlicher Hinweis auf das inzwischen in Espelkamp etablierte „Bunt statt schwarz-weiß“, das sich ebenfalls Vielfalt und Toleranz auf seine Fahnen geschrieben hat.

Zum Abschluss traten noch einmal die Rapper auf mit einem Rap, der für sich selbst sprach: „Es ist jeden Tag dasselbe, tagein, tagaus. Dein ganzes Leben dreht sich wie im Kreislauf. Doch genau das ist der Sinn; denn der Sinn liegt darin, dass ich bin, wie ich bin.“ Deutlicher kann man Vielfalt nicht auf den Punkt bringen. Jeder ist, wie er ist. Jeder ist einzigartig, jeder ist anders.

Alle drei Gruppen verdienen für ihre Präsentationen allerhöchste Anerkennung und ein großes Lob für ihr Engagement während dieser Woche. Alle Teilnehmer haben gemeinsam und eigenständig tolle Ideen entwickelt. Dass die Zusammenarbeit zwischen Sekundarschule und Berufskolleg inzwischen wie selbstverständlich läuft, war deutlich zu spüren. Eine Fortsetzung des Projekts ist für den März als Auftakt zu „Bunt statt schwarz-weiß“ geplant.

Die beiden Schulleiter Stefan Becker und Ursula Beinlich würdigten die Leistungen aller Beteiligten mit einem großen Dankeschön. In besonderem Maße ging das an Claudia Schröder von der Sekundarschule, an Karin Detert vom Berufskolleg, und an Viola Schneider vom Stadttheater Minden, Daniel Schneider von der Rapschool und Andreas Wegwerth von Community Dance. Dank auch an die Anna-Sophie-Stegkemper-Stiftung und die Marktkauf GmbH für ihre Unterstützung. Die Organisatoren freuten sich auch über den Besuch von Gisela Wibbing, die über die Arbeitsstelle "Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW" das Projekt unterstützt und über das Ergebnis des Projekts sehr begeistert war. To be continued.

Statt Schule eine Woche Schnee und Sonnenschein

Erste Skifreizeit der Birger Forell- Sekundarschule Espelkamp nach Nauders in Tirol

22.01.2018      Für 28 Schüler und Schülerinnen aus den 8. und 9. Klassen der Sekundarschule war es eine willkommende Verlängerung der Weihnachtsferien - sie hatten sich für die erste Skifreizeit angemeldet, die von der Sekundarschule in Espelkamp durchgeführt wurde. Am letzten Tag der Weihnachtsferien ging es für sieben Tage ins Skigebiet Nauders in Tirol/Österreich. Nach zehnstündiger Nachtfahrt kam man am Sonntagmorgen in Pfunds an und war beeindruckt von dem Alpenpanorama und den schneebedeckten Bergen, die in den nächsten Tagen „bezwungen“ werden sollten. Nachdem die Skiausrüstung jedem maßgeschneidert angepasst worden war, konnten viele es kaum erwarten, auf die Pisten in Nauders zu kommen.

Da bis auf zwei Teilnehmer alle Schüler und Schülerinnen Anfänger waren, waren die ersten Übungen und Schwünge erst einmal für zwei Tage bei herrlichem Sonnenschein auf dem Anfängerhügel zu absolvieren. Unter der Anleitung von vier skierfahrenen Sportlehrern/Innen der Sekundarschule machten alle erstaunliche Fortschritte, so dass es schon am dritten Tag zum Gipfel in 2.600m Höhe ging. Bei außergewöhnlich guten Schneeverhältnissen und weiterhin strahlend blauem Himmel wurde man immer sicherer auf den Brettern und befuhr sogar mittelschwere Pisten, was selbst die Skilehrer oftmals in Erstaunen versetzte. Schließlich schaffte es am Ende der Woche die Hälfte der Gruppe, die wegen ihres Gefälles allgemein als berüchtigt bezeichnete Talabfahrt nach Nauders zu bewältigen.

So gingen sechs spannende, unterhaltsame und lustige Tage ohne nennenswerte Verletzungen zu Ende, an die sicher alle gerne zurückdenken werden. Wie sagte da eine Schülerin kurz vor der Heimfahrt: „Hier lernen wir doch viel mehr für`s Leben als in der Schule.“

Schulpartnerschaft mit Tansania intensiviert

19.01.2018      Anlässlich der Lehrerkonferenz am 16. Januar 2018 berichteten unsere Sekretärin Andrea Schäffer und Lehrerin Hanne Nerger von ihrer Reise zum Kirchenkreis Bweranyange in Tansania, die im letzten Herbst stattfand. Hanne Nerger hatte die Bweranyange Girls‘ Secondary School besucht, um die Partnerschaft mit unserer Schule zu intensivieren, während Andrea Schäffer zusammen mit Claudia Felber vom Kirchenkreis Lübbecke in fünf Gemeinden zu Gast war. Dort sprach sie mit verschiedenen Frauengruppen über die schwierige Situation in der Landwirtschaft und den Familien, die der geringe Regenfall der vergangenen Jahre hervorgerufen hat.

Mit vielen Fotos gaben Andrea Schäffer und Hanne Nerger einen bunten Einblick in den derzeitigen Entwicklungsstand unserer Partnerschule und veranschaulichten die wirtschaftliche Lage des Kirchenkreises Bweranyange. Beeindruckend erschienen ihre Schilderungen der trotz allem positiven Stimmung unter den Afrikanern, die versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Als Geschenk aus Tansania überreichten sie Schulleiterin Ursula Beinlich ein handgewebtes Tuch mit der Aufschrift „From Bweranyange to Birger-Forell“. Das Tuch kann nicht nur als Kleidungsstück dienen, es symbolisiert außerdem die intensiven Verbindungen zwischen den beiden Schulen und Kirchenkreisen.

Das Tuch hängt jetzt im 1. OG im Verwaltungsbereich.