Teambildung und berufliche Orientierung an einem außerschulischen Lernort

27.03.2020      In der ersten Märzhälfte nahmen alle achten Klassen der Birger-Forell-Sekundarschule an einem Projekt zur Persönlichkeitsstärkung in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Tecklenburg teil. Diese außerschulische Form des Unterrichts findet seit drei Jahren regelmäßig für den achten Jahrgang statt. Sie ergänzt neben anderen Maßnahmen das schulische Lernen, indem sie den Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten aufzeigt, wie sie ihren Weg in der Schule und bis zum Beruf zusätzlich stärken können.

Dieses Jahr standen diese Projekttage unter dem Thema „Zukunft und berufliche Orientierung“. Die Mitarbeiter der Jugendbildungsstätte führten dazu zu Beginn teambildende und gruppendynamische Spiele mit den Jugendlichen durch, um sie als Individuen und Kleingruppen zu stärken. Das fand zu einem großen Teil im Außengelände der Tagungsstätte statt. Als Nächstes boten sie verschiedene Projekte an, zu denen sich die Schülerinnen und Schüler je nach Neigung zuordnen konnten.

In Werkstattgruppen konnten sie ihr handwerkliches Geschick erproben. Ein Schüler erstellte einen Gipsabdruck seines Gesichts und seiner Hände. Eine andere Gruppe bastelte an einem Modell eines futuristischen Kraftfahrzeugs. Wieder andere versuchten sich an der künstlerischen Gestaltung einer Leinwand. Ein weiteres Highlight war das Fotolabor. Dort konnten die Jugendlichen analoge Fotos unter Anleitung selbst entwickeln. Diese wurden in einer Ausstellung präsentiert.

Sehr gut kamen die Ergebnisse der Videogruppen und des Schwarzlichttheaters an. Die Filmemacher zeigten einen selbst produzierten Kurzfilm, der aktueller nicht sein kann. Unter dem Titel „Corona Time“ blickt er ins Jahr 2027 und die darauffolgende Zeit. Der Film zeigt, wie viel Kreativität und Fantasie in seinen Machern steckt.

Ein weiterer Film entführte die Zuschauer dagegen ins Märchenhafte. Er handelt von einem Großvater, der im Wald seinen goldenen Schlüssel verloren hat. Seine Freunde machen sich auf die Suche danach. Vom Storyboard bis zum Schnitt haben die Schülerinnen und Schüler alles selbst entworfen und in einen Guss gebracht.

Aber auch die Theatergruppen überzeugten mit ihren Darbietungen. Gekonnt in Szene gesetzt entwickelte sich vor den begeisterten Zuschauern das Leben zweier Menschen, die sich in ihrer Schulzeit kennenlernten und ihren Weg bis zur Hochzeit und dem ersten Eigenheim gehen. Eigentlich keine spektakuläre Handlung, aber den Schülerinnen und Schülern ist es gelungen, all das umzusetzen, was Schwarzlichttheater ausmacht, nämlich die Reduktion auf das Wesentliche. Durch den Einsatz passender Requisiten, die vor dem dunklen Hintergrund optimal zur Geltung kamen, konnten sie sofort verdeutlichen, worum es in den Szenen ging.

Insgesamt kamen die Tage in Tecklenburg sehr gut bei den Achtklässlern an. Alle zeigten sich begeistert darüber, dass sie sich in den vielen verschiedenen Projekten ausprobieren konnten.

Filmbeispiel aus der Projektgruppe

Praktikum erfolgreich beendet

Lewis mit Yahya Güngör, Klasse 7b

Lewis Rwiza Christopher blickt auf ein ereignisreiches Jahr an der Birger-Forell-Sekundarschule zurück

Über die Vereinte Evangelische Mission an die Birger-Forell-Sekundarschule vermittelt, absolvierte Lewis Rwiza Christopher als Praktikant ein ereignisreiches und, wie er sagt, für ihn sehr schönes Jahr mit vielen Eindrücken. Er ist Lehrer an der Bernard Secondary School in Kyerwa, Tansania, und nimmt viel Erlebtes nach dorthin mit. Sein Praktikum an der Birger-Forell-Sekundarschule endet wegen der Coronakrise etwas früher als geplant. Dennoch konnte er sehr viel über die Birger-Forell-Sekundarschule, das deutsche Schulsystem und, was das Wichtigste ist, über die Menschen in Espelkamp erfahren. So manche freundschaftlichen Kontakte sind dabei entstanden. Lewis blickt dankbar auf sein Jahr an dieser Schule zurück.

NH: „Wie fühlst du dich jetzt am Ende deines Jahres in Espelkamp?“

Lewis: „Ich fühle mich ein wenig komisch, weil ich leider übereilt abreisen muss wegen der derzeitigen Krise. Ich hätte noch zwei Wochen gehabt und ich bedauere sehr, dass ich mich nicht von allen Kolleginnen und Kollegen und den Kindern verabschieden kann.“

NH: „Wie war die Zeit mit den Kindern für dich?“

Lewis: „Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, sie zu verstehen, sowohl kulturell, als auch sprachlich. Auch für die Kinder war das nicht einfach, eine für sie fremde Person kennenzulernen. Aber wir haben viel zusammen daran gearbeitet und die jeweils andere Kultur kennengelernt. Schließlich ging es sehr gut. Wir haben viele gute Dinge zusammen gemacht. Alle waren sehr freundlich und wir hatten viel Spaß. Dafür danke ich den Kindern sehr.“

NH: „Du hast in diesem Jahr enorme sprachliche Fortschritte gemacht. Dein Deutsch ist inzwischen fast perfekt.“

Lewis: „Klar, und es ist viel einfacher, die Sprache zu lernen, wenn man mit den Kindern zu tun hat. Sie haben mir beim Lernen sehr geholfen.“

NH: „Hat sich für dich auch spirituell etwas geändert oder nicht?“

Lewis: „Nein, im Gegenteil. Ich finde das sehr wichtig. Auch die Andachten an der Birger-Forell-Sekundarschule, weil es eine Menge Kinder gibt, die keine Ahnung vom Glauben haben. Dass die Schule darauf solchen Wert legt, dafür danke ich sehr. Die Andachten sind auch sehr wichtig, um die Kinder zu verstehen. Sie bringen die Kinder auch zusammen. In den Andachten können sie gemeinsam etwas Gutes erreichen. An dieser Schule sind Kinder mit verschiedenen Religionen. Daher sind gemeinsame Andachten sehr sinnvoll.“

(Anmerkung des Interviewers: An der Birger-Forell-Sekundarschule werden wöchentlich Andachten für die fünften und sechsten Klassen durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler gestalten sie mithilfe ihrer Klassen- oder Religionslehrer selbst. Dabei feiern oder stellen sie aktuelle Themen oder Anlässe aus dem Kirchenjahr dar.)

NH: „Was wünschst du dir für die Zukunft?“

Lewis: „Den Deutschen wünsche ich etwas mehr Offenheit, auch spirituell, weil man dann besser voneinander lernen kann. Ich selbst habe ein weiteres Jahr in Deutschland geplant, um meine Kenntnisse für den Beruf zu erweitern und zu vertiefen, wenn die derzeitige Krise es erlaubt. Ich bete dafür, dass es sich bald bessert. Die Schule wird weitergehen. Es ist wichtig, dass die Kinder noch mehr Hilfe bekommen.“

NH: „Herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute.“

Das Interview führte Nikolaus Hass, Birger-Forell-Sekundarschule.

Förderverein neu formiert

Der geschäftsführende Vorstand des Fördervereins, v.l.n.r.: Sven Müller (Vorsitzender), Bettina Schmidt (Schatzmeisterin), Christian Sümening (Schriftführer) und Anja Buhrmann (zweite Vorsitzende); ganz links Anke Grothe, stellvertretende Schulleiterin, in beratender Funktion

05.03.2020      Der Förderverein der Birger-Forell-Sekundarschule hat sich personell neu aufgestellt. Der neue Vorstand unter dem Vorsitz von Sven Müller freut sich darauf, die Schule nach besten Kräften zu unterstützen. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören außerdem Anja Buhrmann als zweite Vorsitzende, Bettina Schmidt als Schatzmeisterin und Christian Sümening als Schriftführer an. Zum Vorstand gehören noch Sandra Sieve-Rupprecht als stellvertretende Schatzmeisterin, Elke Plegge als stellvertretende Schriftführerin und Carolin Thielemann und Nicola Meyer zu Drewer als Kassenprüferinnen.

Im laufenden Schuljahr hat sich der Förderverein verstärkt um die Werbung neuer Mitglieder gekümmert und war damit erfolgreich. Die Unterstützung der Schülerfirma „SnackShack“ stand ebenfalls im Fokus seiner Arbeit. Weitere Aktionen sind in Planung.

Tiere im Winter - Vögel am Futterplatz

02.03.2020 (sund)      In der Bustedter Burg wartet man an diesem nebligen Tag auf besondere Gäste: die Vogelforscher aus dem Jahrgang 5 der BFS haben sich angekündigt. Die Zugbrücke ist heruntergelassen! Willkommen in Hiddenhausen - ein spannender Forschertag wartet auf euch. Die Klasse 5d wird den Tag mit einer Foto- und Reportergruppe begleiten, die einen Forscherbericht veröffentlichen möchte.

Selbst bei den Haustieren im Tierdorf wartet man gespannt auf die Gäste: Hühnervögel werden im Biologiezentrum Bustedt ganzjährig in den Haustierkursen eingesetzt. Dort lernen Schülerinnen und Schüler die artgerechte Haltung der Hühner, die Entwicklung vom Ei zum Huhn und mehrere Hühnerrassen kennen. Jeder darf Kontakt zu den Hühnern aufnehmen und sie nach Anleitung füttern und versorgen.

Eine alte Haustierrasse, die Lippegänse, lebt gemeinsam mit Wildgänsen (Kanadagänse) friedlich im Bustedter Tierdorf. Die Lippegänse, die man auch noch im Freilichtmuseum Detmold sehen kann, übernehmen einen Wachdienst rund um die Burg. Sie warnen vor vermeintlichen Feinden und Angriffen aus der Luft. Die Klasse 5d durfte sich ihnen nähern, da alle Schüler sehr leise und rücksichtsvoll waren.

Der eigentliche Kurs "Tiere im Winter - Vögel am Futterplatz" startet in den Räumen des Biologiezentrums, wo es eine große Sammlung an ausgestopften Vögeln gibt. Diese Stopfpräparate gibt es zu allen einheimischen Vögeln, die entweder als Wintergäste am Futterplatz zu finden sind oder als Zugvögel die nahrungsarme Winterzeit in wärmeren Gebieten verbringen. Auch für die 5d gilt: erst ein gutes Frühstück und dann kann der Tag beginnen.

Nach dem Theorieteil treffen sich die Schüler im Innenhof der Burg zur Vogelbeobachtung mit dem Fernglas. Jeder bekommt ein Leih-Fernglas und kann schon nach kurzer Einführung selbständig damit Singvögel im Gelände sehen und erkennen. Lemaja, Stanley, Kadir und Elias sind eine Forschergruppe, die möglichst viele und auch seltene Vogelarten finden möchte. Viel Glück!

In einer eigens für den Vogelkurs gebauten Beobachtungshütte verstecken sich die Schüler mit ihren Ferngläsern und konnen heimlich die Vögel an mehreren Futterstellen beobachten. Die Schüler der 5d haben dabei viel Spaß, sind aber auch sehr leise um die Tiere nicht zu vertreiben. Cosima und Julia finden besonders den Kleiber toll, der kopfüber und rückwärts am Baumstamm laufen kann.

Leider geht der Forschertag in Gut Bustedt sehr schnell vorbei und am Ende dürfen alle noch einmal die einzelnen Vogelpräparate bestaunen: die Körnerfresser, zu denen Buch- und Grünfink, Kernbeisser, Dompfaff und Feldsperling gehören. Der Klasse 5d hat es sehr gut im Biologiezentrum gefallen und sie werden einzelne Futterstationen im Schulgelände aufbauen. Dazu haben sie bereits im Biozentrum Futterglocken und Nussketten hergestellt.

Übergabe der Sportabzeichen

02.03.2020 (kiel)      Am Montag, dem 17.02.2020 war es endlich soweit. Die Sportabzeichen wurden feierlich an den Jg. 6 übergeben. Nachdem im Herbst des vergangenen Jahres alle Schülerinnen und Schüler des Jg. 6 die Möglichkeit erhielten, in den 4 Disziplinen Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit und Kraft ihr Bestes zu geben, konnten nun folgende Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze durch Herrn Kiel überreicht werden:

Sportabzeichen in Gold:

Etienne Braun, Jermaine Huhn, Julien Kajasa, David-Alexandro Stan und Nisa Suzen.

Sportabzeichen in Silber:

Ceylin Kaya, Zeynep Eroglu, Jolie Meißner, Amelia Nowakaska, Alicia Ayleen Eierich, Anita Enns, Nesrin Nayir, Sarah Tabea Kruke, Daria Golovanov, Anastasia Schroo, Emily Ellert, Daria Grams, Markus Nikel, Enes – Celil Ünlü und Ersaid Piranej.

Sportabzeichen in Bronze:

Hannah Bodden, Enes Ekiz, Sema Ekiz, Lion Luca Klassen, Dalena Nikel, Talina Pockrandt, Andreas Stomin, Alessio Schüttenberg und Mirjam Unger.

Auszeichnung für die Birger-Forell-Sekundarschule

25.02.2020      Unsere Schule wurde für hervorragende Verbraucherbildung mit Gold ausgezeichnet. Hier der Link zum Pressebericht.

Fake-Angst

Kulturprojekt mit brandaktuellem Thema

29.01.2020 (detert/hass)      Angst ist menschlich. Angst kann schützen. Fake-Angst ist lähmend. Angst kann verunsichern. Angst fokussiert. Fake-Angst begrenzt. Klimakatastrophe, Iran-Konflikt, Trump und Co.: Vieles macht uns Angst. „Wenn die Wahrheit stirbt“ – so betitelt „Die Zeit“ ihre Website zum Thema „Fake-News“. Muss uns das wirklich Angst machen oder sollte es dies sogar?

Mit diesem Thema setzten sich Schülerinnen und Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule aus Jahrgangstufe 6 gemeinsam mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern der Fachschule für Sozialpädagogik des Berufskolleg Lübbecke auf vielfältigste Art und Weise auseinander. Bereits zum sechsten Mal fanden die künstlerischen Workshops im Rahmen einer gemeinsamen Projektwoche der beiden Schulen statt. Den krönenden Abschluss bildete wieder eine beeindruckende Werkschau am Freitag, dem 24. Januar 2020. Dazu begrüßten Schulleiterin Anja Buhrmann und Schulleiter Stefan Becker die Gäste sehr herzlich und dankten der Stadt Espelkamp und dem Kreis Minden-Lübbecke für die Förderung des Projekts.

Die vier Teilbereiche der Werkschau bildeten auf vielfältige Weise das brandaktuelle Thema Angst ab. Den Auftakt machte die theaterpädagogische Gruppe unter der Leitung von Viola Schneider, Theaterpädagogin des Stadttheaters Minden. Eindrücklich brachten sie dem Publikum zu Bewusstsein, wie Ängste auf uns Menschen wirken können. Dazu gehören Ängste, die aus negativen und bedrohlich wirkenden Nachrichten entstehen, aber auch Ängste vor Alltäglichem, die sich zu Hysterie und Psychosen steigern können. Solche Ängste seien nachvollziehbar, wenn man beispielsweise den Klimawandel und die menschenverursachten globalen Umweltschäden betrachtet. Doch um dem wirksam begegnen zu können, sei es ungeheuer wichtig, sich seinen Ängsten zu stellen. Eine sehr ähnliche Message kam von den Rappern, die sich unter Daniel Schneiders Leitung mit fetzigen Texten präsentierten. Schneider leitet die Rapschool NRW und hatte erneut eine mitreißende Truppe am Start. In drei Raps zeigten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass man trotz Lüge und Hass in der Welt den Mut zur freien Entfaltung haben solle und sich nicht hinter Fake-Angst verstecken dürfe, wolle man diese Welt retten. Die Tänzerinnen und Tänzer des Bereichs „Community Dance“ verarbeiteten das Thema in einer gekonnten Choreographie, untermalt von passender Musik und politischen Texten aus den Nachrichten. Die Leitung hatte dieses Jahr die Tänzerin und Choreographin Romy Kolb, die extra aus Wien angereist war, um mit den Schülerinnen und Schülern der Birger-Forell-Sekundarschule und den angehenden Erzieherinnen und Erziehern des Berufskollegs die schwierigen Tanzfiguren einzustudieren. Neu war auch der vierte Baustein „Faszination Film“. Regie führte die Regisseurin und Produzentin Lena Westermann. Die Zuschauer applaudierten begeistert für die gekonnten Leistungen vor und hinter der Kamera. Ein gemeinsamer Rap aller Beteiligten rundete die Werkschau ab. Er richtete sich mit einem eindringlichen Appell an die Zuhörerinnen und Zuhörer. Weltweit gehe es allzu oft um Geld und Macht, woraus sich vielfach Ängste ergäben. Dem stehe der unbedingte Wille entgegen, die Ängste zu überwinden: „Wir alle müssen die Welt retten und uns nicht hinter Fake-Angst verstecken.“

Wieder einmal sprach die Resonanz des Publikums für den Erfolg des Kulturprojekts. Man darf auf das Thema im nächsten Jahr gespannt sein.

Fußballturnier der Jahrgänge 7 und 8

28.01.2020 (kiel)      Am Dienstag, dem 28.01.2020, stand für die Jahrgänge 7 und 8 das jährlich ausgetragene Fußballturnier auf dem Stundenplan. In der 1. bis 3. Stunde traten die Klassen des Jahrgangs 8 gegeneinander an. Nach spannenden Spielen und einem umkämpften Finale der Klassen 8a und 8b stand der Sieger fest: Die Spielerauswahl der Klasse 8b.

In der 4. bis zur 6. Stunden fanden die Spiele des Jahrgangs 7 statt. Aus der Vorrunde gingen als Sieger die Klassen 7b und 7d hervor. In einem spannenden Finalspiel der beiden Klassen setzte sich die Klasse 7b durch und durfte den neuen, extra für das Fußballturnier angeschafften, Wanderpokal entgegennehmen.

Organisatorisch wurden beide Turniere unterstützt durch Schüler der 10. Jahrgangsstufe, denen an dieser Stelle ein besonderer Dank gilt.

Auschwitz-Gedenktag an der Birger-Forell-Sekundarschule

28.01.2020      Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich dieses Jahr zum fünfundsiebzigsten Mal. Dem trug die Birger-Forell-Sekundarschule Rechnung, indem sie wie jedes Jahr am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus an die schrecklichen Ereignisse erinnerte. Die Lehrer Christian Sümening, Sabine Matthäus und Nikolaus Hass hielten dazu mehrere Andachten.

In der Andacht für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ließen Sümening und Hass Leben und Schicksal von Anne Frank und die Schulzeit von Kindern im Dritten Reich anschaulich lebendig werden. Dabei hob Hass hervor, dass erst vielfache Gleichgültigkeit gegenüber den Juden deren Ausgrenzung und schließlich Vernichtung überhaupt erst möglich gemacht hatten. „Eure Nachbarn sollen euch nicht gleichgültig sein“, erklärte er den Kindern. Dann hätten solch schreckliche Dinge wie zur Zeit des Dritten Reiches heute keine Chance. Viele Schülerinnen und Schüler stellten Fragen und lauschten den Erzählungen gespannt und aufmerksam.

Anschaulich zeigten Bilder den siebten Klassen, wie die Vernichtung der Häftlinge im Lager Auschwitz-Birkenau ablief. Sümening und Hass schilderten die damaligen Ereignisse sehr lebendig, so dass etliche Schülerinnen und Schüler betroffen und nachdenklich reagierten, dann aber auch interessiert nachfragten.

Im Jahrgang 8 beschrieb Sümening das Schicksal von Jugendlichen, die sich den Nationalsozialisten nicht anpassen wollten. Sie wurden unter anderem als schwer Erziehbare in sogenannten Jugendstraflagern inhaftiert, zum Beispiel in Moringen bei Göttingen. Dort mussten sie schwere Arbeit bei oft unzureichender Ernährung leisten, mit schlimmen Folgen für ihre Gesundheit.

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hörten bewegende Erlebnisse von Zeitzeugen, die damals oppositionellen Jugendgruppen wie der Swing-Jugend angehörten und versuchten, sich der Bevormundung und Unterdrückung zu entziehen. Das gelang teilweise, jedoch nicht immer. Hier gab es viele Inhaftierungen, aber auch mutige Beispiele für ein Aufbegehren gegen den Terror des Hitler-Staates. Sümening ergänzte seinen Vortrag mit Ausschnitten aus einer anschaulichen Dokumentation.

Alle Fragen der Schülerinnen und Schüler ausreichend zu beantworten, hätte den Rahmen der Andachten gesprengt. Sümening und Hass verwiesen auf das Fach Gesellschaftslehre, in dessen Unterricht noch offen gebliebene Fragen angesprochen werden sollten. Darüber hinaus bliebe es Aufgabe von jedem, sich auf Werte wie Menschlichkeit und Toleranz zu besinnen und diese Werte zu verteidigen. Ebenso dürfe man nicht vergessen, dass nicht allein Intoleranz und Hass, sondern viel stärker noch Gleichgültigkeit und Gier die Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa ermöglichten. Dem könne man heute wirksam begegnen. Durch das Kennenlernen des vermeintlich Fremden gelänge es, Vorurteile und Potential zu Diskriminierung abzubauen.

Achte Klassen zur Potenzialanalyse in Bielefeld

21.01.2020      Zwei Wochen vor Halbjahresende erklomm der gesamte achte Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule an zwei Tagen eine weitere Stufe auf dem Weg zur beruflichen Ausbildung. Dazu ging es im Januar nach Bielefeld, wo die diesjährige Potenzialanalyse stattfand. Diese Form des Herausfindens individueller Stärken und Fähigkeiten ist neben anderen ähnlichen Maßnahmen im Profil Berufsorientierung der Schule fest verankert.

Unter fachkundiger Anleitung konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen unterschiedliche Arbeitsaufträge bearbeiten. Da waren Teamgeist, Kollegialität, Kreativität, Struktur- und Organisationsfähigkeit gefragt. In einer Gruppe galt es beispielsweise, eine Party für viele Gäste zu planen. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Planungsergebnisse, gestützt auf vorher erarbeitetes Material. In einer anderen Gruppe standen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor handwerklichen Herausforderungen. Die Aufgabe bestand darin, passgenaue Verbindungen mit Kabeln auf einem Schaltbrett herzustellen.

Die Arbeitsaufträge stammten aus der Lebens- und Berufswelt. Sie variierten entsprechend dem Anforderungsniveau der Zielgruppe. Sie ermöglichten es den Schülerinnen und Schülern, ihre individuellen Interessen und Stärken herauszufinden.

Durch systematische Selbsteinschätzungen im Rahmen kurzer Feedbackgespräche waren die Schülerinnen und Schüler am Beurteilungs- und Entwicklungsprozess beteiligt. So waren sie am Ende des Tages in der Lage festzustellen, wo ihre Stärken liegen und in welche Richtung sie bei der Berufsfindung tendieren.

Leseratten legen los - Vorlesewettbewerb an der Birger-Forell-Sekundarschule

08.01.2020 (matt)      Wie in jedem Jahr fand auch 2019 im Dezember der traditionelle Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen an der Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp statt. Am 12. Dezember versammelten sich die Klassensieger der Klassen 6a – d in der Bibliothek. Ein Lesekandidat pro Klasse stellte sich dem aufmerksamen Publikum, das neben Freunden und Freundinnen der Teilnehmer/innen aus einer fünfköpfigen Jury bestand: Frau Meyer zu Drewer, Frau Matthäus, Frau Jäkel, Frau Sieve-Rupprecht und Herr Kröker folgten gespannt und kritisch den Lesebeiträgen der Kandidaten. Die Schülerinnen und Schüler verhielten sich sehr diszipliniert, so dass eine angenehme, ruhige Atmosphäre entstand, in der es Spaß machte, den Vorlesern zuzuhören.

Die Jury ermittelte die folgenden Sieger: Den ersten Platz erreichte Philipp Pfaffenroth aus der Klasse 6a. Er las aus dem Buch „Löcher“ von Louis Sachar. Platz zwei erreichte Dietrich Enns aus der Klasse 6c mit einem Beitrag aus dem Buch „Eisbärschmuggler“ von Holger Clawer. Den dritten Platz erreichte Sarah Tabea Kruke aus der Klasse 6d, sie las einen Abschnitt aus dem Buch „“Schlupp vom grünen Stern“ von Ellis Kaut vor. Zinira Nizmova zog die Zuhörer mit einem Text aus „Ein Meisterdieb“ aus der Sammlung „Krimigeschichten – Schmökerbären“ in ihren Bann. Alle platzierten Schülerinnen und Schüler erhielten im Rahmen der Weihnachtsandacht am 20.12.2019 eine Urkunde und als Gewinn einen Büchergutschein.

Insgesamt hat der Vorlesewettbewerb sämtlichen Beteiligten viel Freude bereitet und hat allen gezeigt, wie schön es ist – besonders in der Adventszeit – sich einfach einmal Zeit zum Lesen, zum Vorlesen und zum Zuhören zu nehmen.

Achter loten Fähigkeiten aus

19.12.2019      Wie jedes Jahr fand an der Birger-Forell-Sekundarschule ein Berufsparcours für den 8. Jahrgang statt. Die Schule und das Technikzentrum Minden hatten den Vormittag organisiert. Beteiligt waren Firmen, die mit kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beratend zur Seite standen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich unterschiedlichen Stationen zugeordnet, an denen sie Tätigkeiten wie in einem Unternehmen kennenlernen und ausführen konnten. Auf diese Weise erfuhren sie, wie Waren bestellt werden, wie die Produktion abläuft, wie man Abläufe logistisch organisiert und vieles mehr. Dabei nutzten sie Hilfsmittel aus dem EDV-Bereich und erprobten handwerkliche Fertigkeiten.

Der Vormittag war für alle sehr lehrreich und hat mancherlei Ideen gegeben, wie es nach der Schule weitergehen kann. Der Berufsparcours ist Teil einer Reihe von Berufsorientierungsmaßnahmen, die seit Jahren erfolgreich an der Birger-Forell-Sekundarschule durchgeführt werden.

Tag der offenen Tür an der Birger-Forell-Sekundarschule

21.11.2019      Einen gelungenen Tag der offenen Tür in entspannter Atmosphäre, der einen Einblick in das Schulleben der Birger-Forell-Sekundarschule ermöglichte, konnten die Viertklässler aus Espelkamp und Umgebung gemeinsam mit ihren Eltern am vergangenen Samstag erleben.

Musikalisch eröffneten die Musikklassen 7c und 10c den Vormittag mit dem Stück „Aura Lee“.

Danach begrüßte Schulleiterin Anja Buhrmann alle Gäste sehr herzlich und wünschte den Kindern und ihren Eltern spannende Stunden und ganz viel Freude. Den weiteren Verlauf moderierte Nicola Meyer zu Drewer, die als Abteilungsleiterin für die Jahrgänge 5 und 6 zuständig ist.

Bevor die Viertklässler und ihre Eltern die Schule erkundeten, präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule ein buntes Bühnenprogramm: Mit der szenischen Darstellung „Get lucky“ zeigten Schülerinnen und Schüler aus dem Kurs „Darstellen und Gestalten“ der Stufe 10, wie wichtig Zuwendung und Anerkennung sind, um glücklich zu sein. Anschließend begrüßten die Schülersprecher Krysztof Sykut, Muhamed Jeseti, Jenny Freier und Federico Stella die Gäste. Danach präsentierte eine Tanzgruppe der Klasse 5a ihr Können. Den Abschluss des Bühnenprogramms bildeten die Darsteller des zehnten Jahrgangs zusammen mit den Tänzerinnen der Klasse 5a. Mit „Das Denkmal“ zeigten sie allerlei humorvolle Verwicklungen rund um eine Statue.

Mit der Vorstellung der Mitmachstationen begann darauf der informative Teil des Vormittags. Während die Viertklässler mit Lehrerinnen und Lehrern zu „Mitmachwerkstätten“ aufbrachen, informierte parallel dazu Nicola Meyer zu Drewer die Eltern in der Aula über das Schulkonzept, pädagogische Arbeitsweisen und Abläufe in der Schule. Anschließend warb Martina Badorrek als Elternvertreterin für eine aktive Mitgestaltung und Teilhabe am Schulleben der Birger-Forell-Sekundarschule. Sven Müller stellte die Arbeit des Fördervereins vor und nannte die Projekte, die vom Verein unterstützt werden.

Voller Eindrücke kamen die Kinder von den Mitmachstationen zurück, an denen sie in den gut ausgestatteten Klassen- und Fachräumen viele interessante Dinge ausprobieren konnten. Begeistert nahmen sie die Natur-und-Kreativ-AG an, in der sie die Tiere des Waldes kennenlernen durften. Auch das Mikroskopieren und das Steuern von kleinen Robotern machte den Grundschülern riesigen Spaß.

Kinder und Eltern ließen sich danach in mehreren Gruppen durch die Schule führen und erhielten Einblicke in die Arbeitsweisen der verschiedenen Fächer. Dazu gehörten u.a. das Fach Technik, die Naturwissenschaften und das Fach Hauswirtschaft. Weiterhin konnten die Viertklässler mit ihren Eltern einen Einblick in das Sprachenangebot an der Birger-Forell-Sekundarschule bekommen. So erfuhren sie, dass als zweite Fremdsprache Französisch und als dritte Fremdsprache das Fach Latein gewählt werden kann. Besonders positiv fiel den Eltern die gute Ausstattung der Schule mit technischen Geräten auf. Interesse erregte auch der Stand des Eine-Welt-Ladens, der unter anderem mit der Partnerschule in Tansania kooperiert. Inzwischen arbeiten ungefähr 30 Schülerinnen und Schüler im Eine-Welt-Laden mit.

Für einen entspannten Ausklang sorgte das kulinarische Angebot in der Mensa. Die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 boten zusammen mit den Lehrerinnen Sandra Sieve-Rupprecht, Carolin Thielemann und Anastasia Palmer Kaffee, Kuchen und Waffeln an. In diesem gemütlichen Rahmen gab es Raum für Gespräche mit Elternvertretern, Schulleitungsmitgliedern, Sonderpädagogen und Lehrern, die Ansprechpartner für verschiedene Angebote an der Schule sind. Viele Eltern nutzten die Gelegenheit, um in individuellen Gesprächen Fragen zu klären, Informationen zu bestimmten Themen zu erhalten und in einen Austausch zu gehen. Dabei lobten die Eltern die angenehme Atmosphäre und das gezeigte Engagement.

Klimaforscher auf Entdeckungsfahrt

15.11.2019 (siev)      Auch in diesem Jahr machte sich der 7. Jahrgang an zwei Terminen auf, um das Klimahaus in Bremerhaven zu erforschen. Das Thema „Klimazonen der Erde“ ist ein fester Bestandteil des GL-Unterrichts in Klasse 7, und nach einigen Unterrichtsstunden zu diesem Thema bietet so ein Forschertag die beste Möglichkeit, das aus Büchern Erlernte in der Praxis zu erleben. Entlang 8° Ost ging es für die Klassen 7a bis d dann auf eine spannende Entdeckungsreise durch die vier großen Klimazonen der Erde. Ganz zu Anfang fanden die Klimaforscher der Birger-Forell-Sekundarschule heraus, dass 8° Ost gar nicht so weit entfernt von Espelkamp ist. Unsere Nachbarstadt Lübbecke liegt auf diesem Längengrad, der als roter Faden für die Reise durch die Klimazonen dient.

Reisten die Klassen erst noch durch die bekannte gemäßigte Klimazone der Schweiz, wo man einen Berggipfel erklimmen oder sich im Melken versuchten konnte, fühlten sich die Schüler und Schülerinnen in Sardinien auf Insektengröße geschrumpft. Hier mussten sie sich durch hohes Gras und eine weggeworfene Getränkedose kämpfen. Denn auch Umweltschutz spielt im Klimahaus eine große Rolle.

Nach der Hitze der afrikanischen Wüste und der tropischen Schwüle des Regenwaldes, wobei es gar nicht so einfach war, sich einen Weg durch den dunklen Regenwald zu bahnen, bibberten die Klimaforscher der Birger-Forell-Sekundarschule dann in der Antarktis mit den Polarforschern um die Wette. Ganz verzaubert waren einige der Schüler und Schülerinnen von der buntschillernden Unterwasserwelt des Südpazifik.

Zum Abschluss strandeten einige Jungforscher noch auf einer Hallig, da sie von der Flut überrascht wurden. Aber Gott sei Dank konnten sie bei einsetzender Ebbe wieder das rettende Festland erreichen.

Fazit der Entdeckungsreise entlang 8° Ost: Es gibt viel zu erleben auf der Welt und manchmal muss man dazu gar nicht so weit reisen.

"Curtain" - The Covenant Players an der BFS

11.11.2019 (siev)     Am 06.11.2019 klang der Ruf „Curtain“ durch den Physiksaal, der imaginäre Vorhang fiel und der Applaus von den Schülern setzte ein nach der Aufführung der Covenant Players.

Der Besuch der Covenant Players ist ein fester Bestandteil des Englischunterrichts im Jahrgang 7. Für jeweils 1 Schulstunde pro Klasse werden die Schülerinnen und Schüler mitgenommen in eine imaginäre Welt. Mit nur wenigen Mitteln schaffen es die drei Covenant Players Jodie, Mary und Denise, in ihren kleinen Stücken ihre Zuhörer in einen Park, eine Stadt oder in ein Jugendzentrum zu versetzen. Nicht nur das, die Schüler und Schülerinnen werden selber zu Akteuren und stehen vorne auf der Bühne. Das Besondere dabei: all das geschieht auf Englisch. Deutsch wird nur gesprochen, wenn Mary von den Schülerinnen und Schülern z.B. wissen möchte, was heißt „farm“ oder „squirrel“ auf Deutsch. Mit der Unterstützung der drei amerikanischen Theaterpädagogen ist es auch kein Problem, Englisch zu sprechen und gleichzeitig die Dancingqueen zu werden oder zu Sam, der in die Großstadt zieht, um sein Glück zu suchen und nachher wieder enttäuscht auf die „farm“ zurückkehrt.

Nach jedem kleinen Stück sprechen Mary, Jodie und Denise über den Inhalt der Stücke und was sie bedeuten. Dabei zeigt sich dann, wie viel die Schüler und Schülerinnen schon verstehen, obwohl einige doch mit Befürchtungen wie „Ich verstehe bestimmt gar nichts!“ oder „Ich trau mich nicht Englisch zu sprechen“ in diese spezielle Stunde gegangen sind. Am Ende war aus den Klassen zu hören, wie viel Spaß es gemacht hat und dass die Stunde viel zu schnell vorbei war.

Ermöglicht hat den Besuch der Covenant Players auch die tolle Unterstützung des Fördervereins der Birger-Forell-Sekundarschule, der mehr als die Hälfte der Kosten übernommen hat, sodass die Schülerinnen und Schüler nur einen kleinen Betrag für das Theatererlebnis bezahlen mussten.

Neuanmeldungen für den Förderverein

05.11.2019      Der schulinterne Wettbewerb um mehr Anmeldungen für den Förderverein erbrachte folgende Platzierung:

In der Klasse 5b gab es die meisten Neuanmeldungen. Als Preis erhielten die Schülerinnen und Schüler jeweils ein Schulshirt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5d, 6d und 7a bekamen jeweils ein Eis. Die Preisverleihung fand am 4. November in der Schulaula statt. Herzlichen Glückwunsch.

"Wir Juden aus Breslau"

Fritz Stern, einer der Überlebenden (Foto: Karin Kaper)

NRWeltoffen veranstaltet Filmvorführung für rund 90 Schülerinnen und Schüler

05.11.2019 (Küchhold, Kreis Minden-Lübbecke)      Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg: Sie sind Menschen jüdischen Glaubens, die den Holocaust überlebten und heute wohl zu den letzten noch verbliebenen Zeitzeugen der Judenverfolgung in Breslau gehören. Der Film „Wir Juden aus Breslau“ von den beiden Berliner Regisseuren Karin Kaper und Dirk Szuszies erzählt ihre Geschichte. Fünf neunte Klassen der Birger-Forell-Sekundarschule hatten über das Projekt NRWeltoffen des Kreises Minden-Lübbecke jetzt die Möglichkeit, sich den Film im Elite-Kino in Espelkamp anzusehen.

Einer der Schauplätze des Films ist die Synagoge zum Weißen Storch. Um 1872 gebaut, während des Zweiten Weltkrieges durch die Nazis geraubt und als Lagerort genutzt, 2010 als Veranstaltungszentrum wiedereröffnet – heute ist die Synagoge ein Erinnerungsort für das jüdische Leben in Breslau vor 1933 und ein Mahnmal für die Verfolgung der Breslauer Juden. Für Fritz Stern steht sie auch sinnbildlich für das heutige Europa. „Überall werden Synagogen wieder aufgebaut, es gibt aber kaum noch Juden, die darin beten würden.“ Der Film zeigt, wie die Holocaust-Überlebenden Schülerinnen und Schülern in der Synagoge über ihre Erfahrungen berichten.

Die Zeitzeugen schildern dabei auch, wie ihr Leben in Breslau vor 1933 ausgesehen hat. So galten die Breslauer Juden vor 1933 als stark assimiliert. Sie waren stolz darauf, deutsch zu sein. Viele hatten im Ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler habe sich das Leben der Juden in Breslau drastisch geändert. Vor 1933 sei sie sich ihrer Religion gar nicht bewusst gewesen, sagt Anita Lasker-Wallfisch. „Gebt der Jüdin nicht den Schwamm“, sagte einer ihrer Mitschüler, nachdem die Lehrerin sie zum Tafelputzen aufforderte. „Plötzlich waren wir also Juden. Zuvor hat das niemanden interessiert“, so Lasker-Wallfisch weiter. Die Verfolgung der Breslauer Juden hatte zur Folge, dass sich zunächst eine starke jüdische Gemeinschaft herausgebildet hat. „Wir sind nicht in die Synagoge gegangen weil wir jüdisch waren, sondern weil uns die Gemeinschaft fehlte.“

Von den 14 Zeitzeugen gingen einige ins Exil, andere kamen ins Konzentrationslager. „Ich war zwei Jahre in Auschwitz. Ich habe nicht überlebt, weil ich ein besonderes Talent hatte oder weil ich mich besonders hervorgetan habe. Ich habe nur deshalb überlebt, weil ich Glück hatte“, sagt einer der Protagonisten. Ein paar der Überlebenden gingen nach Israel. „Wir mussten in Israel ein neues Zuhause schaffen, für diejenigen die hoffentlich überleben würden,“ sagt ein weiterer Zeitzeuge.

Im Anschluss an die Vorführung lud Regisseur Dirk Szuszies die Zuschauerinnen und Zuschauer zu einer Filmdiskussion ein. „Was hat sich nach dem Film für Sie geändert?“, wollte einer der Schüler wissen. „Für uns als Regisseure ist es wichtig, diese Zeitzeugen noch einmal zu Wort kommen zu lassen und das möglichst vielen Menschen zu zeigen. Wir dürfen niemals vergessen, was passiert ist, denn nur so können wir dafür sorgen, dass so etwas wie der Holocaust nicht wieder passiert.“ Jeder der Protagonisten, von denen inzwischen vier verstorben sind, hätte einen eigenen Film verdient, so der Regisseur weiter. Der Film sei von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa setzen wolle. Besonders der Anschlag auf eine Synagoge in Halle am Jom Kippur habe gerade wieder bewiesen, dass Filme wie dieser nötig seien, um zu zeigen, was Antisemitismus anrichten kann. Die beiden Regisseure haben mit dem Film bereits den Deutsch-Polnischen Kulturpreis Schlesien 2017 sowie die Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław gewonnen.

Eine weitere öffentliche Vorführung findet am Dienstag, 12. November 2019 um 19 Uhr im Kino „Die Birke“ (Marienstraße 7, 32427 Minden) statt.

Hintergrund:

Die Filmvorführung wurde im Rahmen des Projektes NRWeltoffen durchgeführt. Nach Beschluss des Kreistags beteiligt sich die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke an der Umsetzung des Landesprogramms, das im Kommunalen Integrationszentrum im Kreisschulamt angesiedelt ist. Das Projekt setzt sich für die Stärkung der Demokratie und für die präventive Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung ein. 2018 wurden im Rahmen des Projektes die Handlungsfelder „Erinnerungskultur“, „Diskussions- und Debattenkultur“ sowie „Grund- und Menschenrechte“ entwickelt, zu denen es in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen gibt.

Freundschaft mit Ungarn aufgefrischt

24.10.2019 (drew/spreen)      Die Woche vor den Herbstferien bot 29 ungarischen Schülerinnen und Schülern und ihren espelkamper Gastgebern die Möglichkeit, ihre deutsch-ungarische Freundschaft aufzufrischen oder eine neue zu knüpfen. Das Söderblom-Gymnasium und die Birger-Forell-Sekundarschule hatten Besuch aus den Partnerschulen in Nagyköros.

16 Gymnasiasten und 13 Grundschüler (wobei die Grundschule in Ungarn bis zur 8. Klasse geht) nahmen an dem bunten Programm teil. Nach der späten Ankunft am Sonntagabend besuchten alle Schüler und Schülerinnen mit ihren deutschen Austauschpartnern am Montag die jeweiligen Schulen, nahmen am Unterricht teil und lernten somit das deutsche Schulsystem kennen. Der Nachmittag stand im Zeichen des Sports. Bei Völkerball, Fußball, Bänderjagd und einigen Geschicklichkeitsspielen traten die Nationen gegeneinander an, wobei sie großen Spaß hatten und das Miteinander deutlich im Vordergrund stand.

Am Dienstag startete der Bus am frühen Morgen Richtung Nordseeküste, wo eine Hafenrundfahrt und der Besuch des Wattenmeerzentrums in Cuxhaven nicht nur für die ungarischen Schüler ein Highlight waren.

Für den Mittwoch stand zunächst wieder die Teilnahme am Unterricht und danach Wasserspaß im Atoll auf dem Programm.

Einen kulturellen Höhepunkt bot der Besuch des Automatenmuseums im Schloss Benkhausen am Donnerstag, wo die noch jungen Schüler viel Spaß an der Ausstellung die wilden 70er hatten. Der anschließende Fußmarsch zum vehlager Dorfgemeinschaftshaus wurde mit frisch gegrillten Würstchen belohnt.

Für den letzten Tag hatte sich die ungarische Gruppe den Besuch der Stadt Minden vorgenommen, bei dem dann auch noch die letzten Einkäufe erledigt werden konnten. Abends traf man sich mit den deutschen Freunden zu einer fröhlichen Abschiedsfeier, bevor es am frühen Samstagmorgen wieder zurück in die Heimat ging.

Alle Teilnehmenden und Organisatoren freuen sich schon auf den Gegenbesuch im kommenden Herbst in Ungarn.

Kennenlerntage des fünften Jahrgangs

01.10.2019      Die fünften Klassen der Birger-Forell-Sekundarschule unternahmen Mitte September ihre traditionelle Kennenlernfahrt nach Dümmerlohhausen. Ziel der Fahrt war es, die Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die beiden Klassenlehrkräfte richtig gut kennenzulernen. Damit das gut funktionierte, gab es ein vielseitiges Angebot an Spielen und anderen Unternehmungen, die den Teamgeist weckten. Die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte hatten an den beiden Tagen eine Menge Spaß. Insgesamt waren es für alle Klassen gelungene Tage. Aufgrund des guten Wetters konnten die Fünftklässler sogar eine Bootstour auf dem Dümmer See machen. Schnell waren die zwei Tage um und die Kinder bedauerten, dass es schon wieder nach Hause ging.

Hier ein paar Stimmen der Kinder:

„Wir waren am 16. und 17. September 2019 zur Klassenfahrt am Dümmer See. Als wir in der Jugendherberge ankamen, wurden uns zuerst die Hausregeln erklärt. Danach konnten wir unsere Zimmer beziehen.“ Karina, 5d

„Die Zimmer waren sehr schön und die Betten sehr gemütlich. Das Essen schmeckte gut und beim Kiosk gab es coole Sachen. Auf dem großen Spielplatz hatten wir viel Spaß. Besonders toll war das große Karussell. Wir kauften uns leckeres Eis, machten eine Bootsfahrt und kescherten Wassertiere aus dem See. Lustig war sogar die Busfahrt nach Espelkamp zurück. Es insgesamt eine sehr tolle Klassenfahrt.“ Cosima 5d

Sportabzeichen erneut abgelegt

25.09.2019      Am Dienstag, dem 24. September 2019, gab es für den sechsten Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule in der 3. bis 6. Stunde Unterricht besonderer Art. Alle Klassen begaben sich ins Albert-Pürsten Stadion, um dort das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Die äußeren Bedingungen waren mit dem spätsommerlichen Wetter optimal.

In den vier Disziplinen Weitsprung, 800m Lauf, 50m Sprint und Schlagball mussten die Schülerinnen und Schüler entsprechende Leistungen erbringen, um am Ende ein Abzeichen in Gold, Silber oder Bronze zu erhalten. Alle Schülerinnen und Schüler gaben dabei ihr Bestes. Durch das schöne Herbstwetter, die Unterstützung von Jugendlichen aus dem zehnten Jahrgang und das Anfeuern untereinander herrschte am gesamten Vormittag eine gute Stimmung.

Das Ablegen des Sportabzeichens im 6. Jahrgang hat an der Birger-Forell-Sekundarschule Tradition. Ab dem nächsten Jahr werden die Sportlehrkräfte durch als Sporthelfer ausgebildete Schülerinnen und Schüler unterstützt.

Schulstand auf dem City-Fest

23.09.2019      Wie in den vorigen Jahren war die Birger-Forell-Sekundarschule auch dieses Jahr mit einem Stand auf dem City-Fest in Espelkamp vertreten, wie immer an prominenter Stelle direkt am Eingang des Gewerbezeltes. Dort konnten sich interessierte Eltern informieren und taten dies in angeregten Gesprächen. Daneben konnten Kinder bunte Windmühlen basteln und mit individueller Beschriftung mit nach Hause nehmen. Das wurde gut angenommen.

Neben Informationen über die Schule boten die anwesenden Lehrkräfte das neue Kinderbuch der Autorin Christiana Claas mit dem Titel Bibi und Jogi an. Es ist die Fortsetzung der vor einigen Jahren erschienenen Geschichte Bibis Freundschaft. Gleichzeitig zeigt es die gute Zusammenarbeit der Autorin mit der Schule. Alle Zeichnungen im Buch haben Schülerinnen und Schüler wie beim ersten Band unter Anleitung von Kunstlehrerin Anja Otte erstellt. Ein Teil des Erlöses fließt als Spende in Projekte für Kinder und Jugendliche, die zusammen mit Künstlern auf die Beine gestellt werden. Ziel dieser Projekte ist unter anderem, das Verständnis für Kunst und ihre Entstehung zu schärfen.

Zur Eröffnung des City-Festes spielte die Musikklasse 7c, unterstützt von zwei Schülerinnen aus der Klasse 10c, unter der Leitung ihres Musiklehrers Uwe Kröger aus ihrem Repertoire. Klassiker wie „Oh Susanna“ und „Ouvertüre aus Wilhelm Tell“ spielten die Musiker und Musikerinnen schon sehr souverän und ernteten viel Applaus.

An jedem der drei Tage gab es viele Begegnungen, nette Gespräche mit Eltern, Schülerinnen und Schülern und auch Ehemaligen, die mit lautem „Hallo“ begrüßt wurden. Das perfekte spätsommerliche Wetter trug mit zur guten Stimmung am Stand bei. So gab es viele schöne Momente und Begegnungen.

Tag des Offenen Denkmals am 8. September 2019

v.l.n.r.: Sarah-Tabea 6d, Anna-Lena 10f, Rebecka 10f, Alexandra 8d und Stephanie Sundermeier

22.09.2019 (sund)      Die Museumsgruppe der Birger-Forell-Sekundarschule, die auch im Freilichtmuseum Rahden aktiv ist, hat in diesem Jahr zum wiederholten Male das Programm für Kinder am Tag des Offenen Denkmals auf Gut Bustedt in Hiddenhausen gestaltet.

Schülerinnen der Klassen 6, 8 und 10 boten gemeinsam mit Bustedt-Mitarbeiterin Stephanie Sundermeier (Biologie / Geschichte) kreative Kunstaktionen zum Mitmachen an. Im ehemaligen Kerker der über 600 Jahre alten Wasserburg konnten die Besucher zusätzlich Informationen zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz bekommen. Mitarbeiter der Gemeinde stellten in Führungen die Wandmalereien der historischen Räume vor. Vertreter der Aquarien- und Terrarienfreunde aus Bünde und Umgebung präsentierten ihre besonderen Tiere.

Eine gelungene Verbindung von Geschichte und Biologie über den Schulalltag hinaus, die durch neue Projekte in 2020 ausgebaut werden soll.

Wachsen unter Gottes Segen

Einschulung der neuen Fünftklässler an der Birger-Forell-Sekundarschule

03.09.2019      Die Aula der Birger-Forell-Sekundarschule war zur Einschulung der neuen Fünftklässler bis auf den letzten Platz gefüllt. Schulleiterin Anja Buhrmann begrüßte nach einem stimmungsvollen Gottesdienst die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern sehr herzlich. In ihrer Begrüßungsrede lud sie die Fünftklässler dazu ein, die Angebote in Unterricht und Ganztag umfassend wahrzunehmen. Selbstständiges Arbeiten, Talente und Fähigkeiten würden an der Birger-Forell-Sekundarschule bestmöglich gefördert. Als ein prominentes Beispiel nannte sie die Musikklassen mit ihren vielen Auftrittsmöglichkeiten. Sie wünschte allen neuen Schülerinnen und Schülern einen guten Start, viele neue Freunde, die nötige Unterstützung durch Lehrerinnen, Lehrer und Eltern und viel Spaß beim Lernen und Entdecken. „Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort und ergänzte, dass erfolgreiche Arbeit nur gelingen könne, wenn Schule und Elternhaus gemeinsam und offen im Gespräch blieben. Sie lud die Eltern ein, gemeinsam Schule zu gestalten.

Dem Gottesdienst unter dem Motto „Wachsen unter Gottes Segen“ folgten die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, Verwandte und Freunde mit großer Aufmerksamkeit. Schülerinnen und Schüler aus den Musikklassen 6c und 8c, der Schulband und den „Crazys“ boten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Gesang. Die Klasse 6d führte ein Rollenspiel auf, in dem es um das Wachsen ging. So wie eine Pflanze trotz bisweilen widriger Umstände beständig wachse, würden die neuen Schülerinnen und Schüler an der Birger-Forell-Sekundarschule mit der Zeit groß werden. Dies sei nicht durch bloßes Ziehen, sondern mit Vertrauen, mit Humor und mit Geduld erreichbar. Auch wenn alle verschieden seien, kennzeichne sie eine Gemeinsamkeit: „Gott möchte, dass wir alle wachsen.“

Nach Fürbitten, Gebeten und dem Segen zum Abschluss sang der Chor der Schulband den Song „Birger Forell, das sind wir“ in einem stimmungsvollen Finale. Die Kollekte ist für die Partnerschule in Tansania bestimmt. Den Gottesdienst organisiert und mitgestaltet haben die Religions- und Musiklehrer Susanne Burst, Sabine Matthäus, Claudia Schröder und Lothar Gustenberg.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die neuen Schülerinnen und Schüler in ihren Klassenräumen. Dort lernten sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen und besprachen wichtige Dinge für die nächsten Tage. Dabei konnten sie in fröhlicher Runde schon erste freundschaftliche Kontakte knüpfen und Hemmungen abbauen. Parallel dazu gab es in der Aula wichtige Informationen für die Eltern. Susanne Schäfers aus der Elternschaft und Sven Müller, der neue Vorsitzende des Fördervereins, warben dabei für elterliches Engagement. Es sei sehr wichtig, in der Schule mitzumachen, wenn man etwas zum Wohle der Kinder bewegen möchte. Der Abschluss fand in der Pausenhalle der Schule bei guten Gesprächen, Kaffee und Keksen statt. Für das leibliche Wohl sorgte die Schülerfirma „SnackShack“. So konnte der neue Jahrgang vierzügig starten.