Wachsen unter Gottes Segen

Einschulung der neuen Fünftklässler an der Birger-Forell-Sekundarschule

Die Aula der Birger-Forell-Sekundarschule war zur Einschulung der neuen Fünftklässler bis auf den letzten Platz gefüllt. Schulleiterin Anja Buhrmann begrüßte nach einem stimmungsvollen Gottesdienst die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern sehr herzlich. In ihrer Begrüßungsrede lud sie die Fünftklässler dazu ein, die Angebote in Unterricht und Ganztag umfassend wahrzunehmen. Selbstständiges Arbeiten, Talente und Fähigkeiten würden an der Birger-Forell-Sekundarschule bestmöglich gefördert. Als ein prominentes Beispiel nannte sie die Musikklassen mit ihren vielen Auftrittsmöglichkeiten. Sie wünschte allen neuen Schülerinnen und Schülern einen guten Start, viele neue Freunde, die nötige Unterstützung durch Lehrerinnen, Lehrer und Eltern und viel Spaß beim Lernen und Entdecken. „Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort und ergänzte, dass erfolgreiche Arbeit nur gelingen könne, wenn Schule und Elternhaus gemeinsam und offen im Gespräch blieben. Sie lud die Eltern ein, gemeinsam Schule zu gestalten.

Dem Gottesdienst unter dem Motto „Wachsen unter Gottes Segen“ folgten die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, Verwandte und Freunde mit großer Aufmerksamkeit. Schülerinnen und Schüler aus den Musikklassen 6c und 8c, der Schulband und den „Crazys“ boten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Gesang. Die Klasse 6d führte ein Rollenspiel auf, in dem es um das Wachsen ging. So wie eine Pflanze trotz bisweilen widriger Umstände beständig wachse, würden die neuen Schülerinnen und Schüler an der Birger-Forell-Sekundarschule mit der Zeit groß werden. Dies sei nicht durch bloßes Ziehen, sondern mit Vertrauen, mit Humor und mit Geduld erreichbar. Auch wenn alle verschieden seien, kennzeichne sie eine Gemeinsamkeit: „Gott möchte, dass wir alle wachsen.“

Nach Fürbitten, Gebeten und dem Segen zum Abschluss sang der Chor der Schulband den Song „Birger Forell, das sind wir“ in einem stimmungsvollen Finale. Die Kollekte ist für die Partnerschule in Tansania bestimmt. Den Gottesdienst organisiert und mitgestaltet haben die Religions- und Musiklehrer Susanne Burst, Sabine Matthäus, Claudia Schröder und Lothar Gustenberg.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die neuen Schülerinnen und Schüler in ihren Klassenräumen. Dort lernten sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen und besprachen wichtige Dinge für die nächsten Tage. Dabei konnten sie in fröhlicher Runde schon erste freundschaftliche Kontakte knüpfen und Hemmungen abbauen. Parallel dazu gab es in der Aula wichtige Informationen für die Eltern. Susanne Schäfers aus der Elternschaft und Sven Müller, der neue Vorsitzende des Fördervereins, warben dabei für elterliches Engagement. Es sei sehr wichtig, in der Schule mitzumachen, wenn man etwas zum Wohle der Kinder bewegen möchte. Der Abschluss fand in der Pausenhalle der Schule bei guten Gesprächen, Kaffee und Keksen statt. Für das leibliche Wohl sorgte die Schülerfirma „SnackShack“. So konnte der neue Jahrgang vierzügig starten.

Zum Abschluss des Schuljahres

Besuch der neunten Klassen im Ausbildungszentrum der Firma Harting

Am 8. und 9. Juli hatten die neunten Klassen Gelegenheit, bei Harting hineinzuschnuppern und unterschiedliche Berufsgruppen kennenzulernen. Neben einer kurzen Einführung in den Betrieb und die dort vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten konnten sie sich praktisch an unterschiedlichen Produktionsstätten erproben.

Calliope Event 2019 am Mittwoch, 10. Juli

Die Firma Harting lud ins NAZHA zum ersten Calliope Event ein. Vor einem Jahr bekam unsere Schule diese Mikrocontroller. 7 Schüler aus dem Kurs 9if folgten, wie auch weitere Programmierer aus anderen Schulen, der Einladung und hatten nach einem Rundgang im NAZHA folgende Aufgabe zu lösen:

„Franz wohnt in den Bergen und möchte so gerne auf den gegenüberliegenden Berg gelangen, um die Aussicht zu genießen.“

Sebastian, Blazej und Daniel bildeten ein Team und John, Steven, Meilo und André das andere. Es galt den Calliope zu programmieren und mit einem Fischerbaukasten eine Seilbahn zu bauen, deren Motor dann über den Calliope gesteuert werden konnte. Team 1 unserer Schule war recht schnell fertig und die Gondel fuhr mit Franz auch beim Test sehr hoch in den „Regalberg“. Auch Team 2 schuf eine funktionierende Bahn, wobei der Franz da nicht eine so bequeme Gondel bekam, sondern eher sportlich an einer Stange hing.

Da Programmieren natürlich auch hungrig macht, war eine Rundumverpflegung zum Frühstück mit belegten Brötchen, Obst und Getränken und Pizza satt am Mittag gewährleistet. Nachdem gegen 14 Uhr alle Teams ihre tollen Ergebnisse vorgestellt hatten, durften alle Teilnehmer ihre gelben Materialkisten packen und mit in die Schule nehmen.

Ein herzliches Dankeschön an das NAZHA-Team für die Betreuung und die Firma Harting für den interessanten Vormittag und die Bausätze. Informationen zum Calliope unter: https://calliope.cc/

Wettkämpfer gaben alles

12.07.2019      Zum fünften Mal traten die Jahrgangsstufen 5 bis 7 der Birger-Forell-Sekundarschule zu ihrem traditionellen Triathlon kurz vor Beginn der Sommerferien an. Wie jedes Jahr fanden die Wettkämpfe rund um den Kleihügelsee statt. Bei idealen Wetterbedingungen gaben alle Teams ihr Bestes. Erneut kam es zu sportlichen Höchstleistungen in den Disziplinen Fahrradfahren und Laufen.

Die Streckenführung orientierte sich an der Letztjährigen: eine große Runde von ca. acht Kilometern Länge für die Radler, während die Läufer die traditionellen zwei Runden von ca. drei Kilometern um den See zu absolvieren hatten.

Das Rennen in beiden Disziplinen gestaltete sich spannend bis zum Schluss. Es kam teilweise zu sehr knappen Ergebnissen und kämpferischen Szenen im Finish. Insgesamt war es ein fairer Wettkampf mit viel Einsatz und Spaß. "Können Sie mir sagen, wie schnell ich war?" oder „Sind wir auf Platz eins?“ fragte da so mancher Schüler am Ende und fieberte der Siegerehrung entgegen.

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 ergaben sich folgende Platzierungen: Klasse 5d erster Platz, Klasse 5c zweiter Platz und Klasse 5b dritter Platz; Klasse 6d erster Platz, Klasse 6a zweiter Platz und Klasse 6b dritter Platz; Klasse 7a erster Platz, Klasse 7b zweiter Platz und Klasse 7c dritter Platz. Die Klasse 7a hat damit ihren Titel als Jahrgangsbeste im Vergleich zum Vorjahr erfolgreich verteidigt.

Eine Neuerung war das Spielfeld neben der Rennstrecke. Zwei Lehrkräfte boten den pausierenden Schülerinnen und Schülern diverse Geländespiele an. Besonders beliebt war dabei das sogenannte Wikinger-Schach.

Zwischen den einzelnen Läufen hatten alle die Gelegenheit, sich mit Wasser und Apfelschorle und diversen Snacks als Energiespender zu stärken. Am Ende gab es Bratwürste für alle Anwesenden. Für das leibliche Wohl sorgte die Schülerfirma „Snackshack“.

Die Schulkiosk-AG „SnackShack“ – ein Erfolgsmodell?!

Ein Fazit nach dem ersten Jahr

11.07.2019 (buhr)      Zum Ende des Schuljahres 2017/18 stand der Kiosk der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp leer, da die ehemaligen Betreiber in den Ruhestand gegangen sind. Diesen Wechsel sah die Schule als Chance an, die Schülerinnen und Schüler mit in die Arbeit des Kiosks zu integrieren.

Die Vorteile liegen hierbei klar auf der Hand, ist sich die Schulleiterin Anja Buhrmann sicher: „Die Schülerinnen und Schüler haben dadurch die Möglichkeit, Einblicke in das Berufs- und Wirtschaftsleben zu erhalten. Außerdem lernen sie Verantwortung zu übernehmen und Eigeninitiative zu entwickeln“.

Noch am Ende des Schuljahres 2017/18 erklärten sich 14 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Jahrgang bereit, am Aufbau des Schulkiosks mitzuwirken. „Zu Beginn standen wir schon vor einigen Hürden“, erinnert sich Frau Thielemann, eine Lehrerin der Birger-Forell-Sekundarschule, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Projekt begleitet. Wie läuft das mit der Hygiene? Wer erstellt die Einsatzpläne? Wer übernimmt den Einkauf? Dies waren nur einige Fragen, die den Beteiligten durch den Kopf gingen.

Kurz vor den Sommerferien nahmen die zukünftigen Kioskbetreiber an einem Workshop zum Thema „Schülerfirma und gesunder Schulkiosk“ teil. In den Sommerferien wurde dann eifrig an einem Konzept gearbeitet. Mit dem Beginn des Schuljahres 2018/19 ging dann alles sehr schnell. Ein Name für den Schulkiosk wurde gefunden und ein Logo entworfen. „SnackShack“ ging an den Start!

Die Schülerinnen und Schüler werden von einer Lehrkraft, Frau Thielemann, und von einer Angestellten des Fördervereins und Mutter eines Schülers an der Birger-Forell-Sekundarschule, Frau Müller-Riechmann, unterstützt. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass aus einer Vision Realität werden konnte.

Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler im Schulkiosk ist in feste Aufgabenbereiche und rollierende Einsatzzeiten eingeteilt. Es gibt folgende Bereiche: Einkauf, Verkauf/Vertrieb, Personal, Finanzen, Werbung. Die Schülerinnen und Schüler werden, entsprechend ihren Neigungen und Stärken, in den verschiedenen Bereichen eingesetzt. Vom Brötchen schmieren bis hin zur Gestaltung von Plakaten.

„Wir haben das Sortiment nach der Übernahme geändert“, ergänzt Frau Müller-Riechmann, „Es gibt fast keine Süßigkeiten mehr“. Daher ist der Umsatz des Kiosks im letzten Jahr schon etwas zurückgegangen. Die Schülerinnen und Schüler versuchen dies durch Aktionstage, an denen es gesunde Fladenbrote, Smoothies oder Obstspieße gibt, aufzufangen. Die Aktionstage werden gut von der Schulgemeinschaft angenommen. „An diesen Tagen ist immer ein großer Ansturm und wir haben viel zu tun“, ergänzt Midas aus dem Kiosk-Team. Um das Sortiment und die Aktionstage noch weiter auszubauen, hat das Kiosk-Team sich im laufenden Schuljahr die Unterstützung durch eine Ernährungsberaterin im Rahmen des Projekts „Gesunde Schule Mühlenkreis“ geholt. An zwei Projekttagen gab die Beraterin viele Tipps und es wurden einige Rezepte ausprobiert und auch gleich verkauft.

Frau Thielemann erklärt: „Unser Schulkiosk muss wirtschaftlich arbeiten. Wir streben momentan die schwarze Null an und sind zuversichtlich, dass wir das auch schaffen.“ Bei der Schulkiosk-AG „SnackShack“ liegt der Schwerpunkt auf der pädagogischen und erzieherischen Seite. „Es ist deutlich zu sehen, welchen Ehrgeiz und welche Verantwortung die Schülerinnen und Schüler entwickeln.“, stellen Frau Müller-Riechmann und Frau Thielemann fest. „Die Schulkiosk-AG „SnackShack“ ist ein Erfolgsmodell!“

Schulsanitäter an der Birger-Forell-Sekundarschule

26 Schülerinnen und Schüler absolvieren erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs

11.07.2019 (buhr)      „Atmung ist da; Person aber nicht ansprechbar. Wir benötigen einen Krankenwagen.“ oder „Die Blutung hört nicht auf – ich benötige noch eine Kompresse!“. Solche Sätze hörte man an zwei Nachmittagen in der Aula der Birger-Forell-Sekundarschule. Der ein oder andere Schüler guckte dabei schon verdutzt in die Aula. Hierbei handelte es sich aber glücklicherweise nur um Übungen für den Ernstfall. Denn 26 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs.

Neben theoretischem Wissen gab es immer wieder praktische Übungen und Demonstrationen. „Es ist ein ernstes Thema und ich hatte zu Beginn schon meine Zweifel, ob ich das schaffe. Aber man fühlt sich nach so vielen Übungen viel sicherer.“, war das Fazit eines Schülers. Und dies ist genau das Ziel, denn an der Birger-Forell-Sekundarschule wird gerade ein Schulsanitätsdienst aufgebaut. Die Sanitäterinnen und Sanitäter sollen eigenständig Verletzungen versorgen, die sich jemand in der Pause, im Sportunterricht oder Werkunterricht zugezogen hat. Dazu zählt auch das Absetzten eines Notrufs und die Einweisung eines Krankenwagens. „Das nötige Wissen besitzen die Schüler jetzt.“, da ist sich die Kooperationslehrerin Frau Thielemann sicher und lobt gleich noch einmal ihre Schülerinnen und Schüler: „Sie waren mit großer Disziplin, Bereitschaft und Ehrgeiz dabei.“. Im Moment werden noch die Einsatzpläne geschrieben, das Krankenzimmer aufgeräumt und neue Materialien besorgt. Spätestens ab dem nächsten Schuljahr ist das Krankenzimmer dann aber in den Pausen von den Schulsanitätern besetzt. Zukünftig wird es einen Bereitschaftsdienst geben, der durch ein Handy zu Notfällen gerufen werden kann.

Neben der Vermittlung von Grundlagen in der Ersten-Hilfe, stehen beim Aufbau des Schulsanitätsdienstes aber auch noch weitere Dinge im Fokus: Engagement im sozialen Bereich, Förderung des Verantwortungsgefühls und der Hilfsbereitschaft, sowie die Förderung von Teamfähigkeit.

Unterstützt wird der Schulsanitätsdienst durch das Jugendrotkreuz beziehungsweise das Deutsche Rote Kreuz. Ein besonderer Dank gilt dabei dem Deutschen Roten Kreuz Lübbecke für das Bereitstellen der Materialien und der Bescheinigungen, sowie der Möglichkeit der Schulung von Frau Thielemann.

Birger Forell, das sind wir!

Neues Musical erfolgreich aufgeführt

08.07.2019      Am vergangenen Wochenende fand die Premiere des Musicals „Birger Forell, das sind wir!“ in der Aula der Birger-Forell-Sekundarschule statt. Anlass für ein Musical mit gerade diesem Titel war, dass die Schule dieses Jahr mit vollständigen sechs Jahrgangsstufen „erwachsen“ geworden ist und den ersten zehnten Jahrgang verabschieden konnte. Die Premiere war ein voller Erfolg. Die Schauspieler, Sänger und Musiker gaben dabei ihr Bestes. Begeisterte Zuschauer folgten gespannt einer Geschichte voller Witz, Spannung und Musik.

Die Reporterin Wilma Wortgewandt ist verzweifelt. Sie hat einen neuen Auftrag bekommen, aber ihr frecher Hund Flocki hat das Schreiben zerfetzt. „Birger Forell…“ ist nur noch zu lesen, den Rest des Zettels hat der Hund gefressen. Nun weiß Wilma Wortgewandt nicht genau, worüber sie eigentlich ihre Reportage schreiben soll.

Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Theobald Spur macht sich die Reporterin auf den Weg, um „Birger Forell“ zu finden. Sie streifen durch Espelkamp, gelangen ins Schulzentrum und kommen ihrem Ziel immer näher, bis sie ganz zum Schluss erfahren, wonach sie eigentlich gesucht haben, nämlich nach der Schule, die nach Birger Forell benannt ist. Auf dem Weg dorthin erleben sie aufregende Abenteuer: sie müssen Mathematikaufgaben lösen, geraten in der Pause mitten in das Treiben auf dem Schulhof, nehmen am Lauftraining für den alljährlichen Triathlon teil, sehen eine umwerfende Talentshow und hören eine ganze Menge spannender Geschichten.

Die Zuschauer applaudierten begeistert. Schulleiterin Anja Buhrmann dankte allen sehr herzlich: den Klassen 5c und 7c, der Theater-, Musical- und Schulband, den Crazys, den beiden Hauptdarstellern Cynthia Scherner und Diego Fercho aus der Klasse 7c und Sabine Matthäus für die Leitung und ihren unermüdlichen Einsatz. Vor allem Cynthia und Diego wuchsen über sich hinaus und zeigten mit einer ganz hervorragenden Darbietung, welche Talente in ihnen schlummern. Diese zu wecken ist voll und ganz gelungen. Die vorangegangenen Wochen intensiver Arbeit mit einer heißen Phase kurz vor der Premiere haben sich ausgezahlt. Selbst Diegos Missgeschick mit seinem gebrochenen Fuß war kein Grund, die Veranstaltung zu verschieben. Er spielte seinen Part vom Rollstuhl aus. Rosanna Matthäus sprang kurzfristig ein als seine Assistentin auf der Bühne. Großes Lob an Sabine Matthäus und Andreas Rose. Beide haben die Musik komponiert und zusammengestellt. Die Texte hat Sabine Matthäus verfasst. Sie führte auch die Regie und hatte die komplette Organisation in Händen. Eine ausgezeichnete Leistung.

Erfolgreicher Schulabschluss

Der erste Abschlussjahrgang posiert für die Kamera. (Foto Copyright Foto Pescht, Lübbecke)

Der erste Jahrgang verlässt die Birger-Forell-Sekundarschule

02.07.2019      Am vergangenen Dienstag war es endlich soweit: der erste Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule konnte voller Stolz seine Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Die Zeremonie fand nach einem feierlichen und stimmungsvollen Gottesdienst in den Räumlichkeiten der John-Gingerich-Gemeinde statt. Die lokale Presse berichtete ausführlich darüber. (hier zum Bericht)

45% erreichten einen mittleren Schulabschluss, die Fachoberschulreife, mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

40% erreichten einen mittleren Schulabschluss, die Fachoberschulreife.

Und 15% erreichten einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10.

Diese Ergebnisse zeigen, dass unsere Schule sehr erfolgreich arbeitet und auch im Vergleich mit den anderen Sekundar- und Gesamtschulen richtig gut dasteht.

Als Jahrgangsbeste wurden Kim-Monique Roch (10tc), Ilayda Güney (10ku) und Lara Heinrich (10if2) ausgezeichnet.

In ihrer Rede zur Entlassung des 10. Jahrgangs griff Schulleiterin Anja Buhrmann die im Gottesdienst verwendete Bibelstelle vom Baum auf (Jer. 17, 7-9). Die Schülerinnen und Schüler, die nun entlassen würden, seien wie junge Bäume, denen sie wünschte, dass sie sich zu kräftigen Bäumen entwickelten, mit einer breiten Krone und tiefen Wurzeln, um auch die Stürme im Leben unbeschadet zu überstehen. In ihrer emotionalen Rede gab sie den jungen Menschen mit „Streckt eure Äste aus. Fangt eure Träume ein. Jetzt beginnt die Phase eures Lebens, in der ihr eure Stärken in Berufen, vielleicht auch in Berufungen, umsetzen könnt – beginnend mit einer Ausbildung oder dem Abitur, aber der Weg wird weitergehen“.

Sie stellte fest, dass die Schülerinnen und Schüler in den letzten 6 Jahren die Basis dafür an der Birger-Forell-Sekundarschule erworben hätten und ermunterte sie: „Wir glauben an euch. Wir glauben daran, dass ihr euren Weg erfolgreich gehen werdet. Also: Macht was draus!“.

Abschließend wünschte sie ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Landeskirchenrat Dr. Wolfram von Moritz blickte in seiner Ansprache auf die ersten Planungen mit der Stadt Espelkamp hinsichtlich der neuen Schule und der Gründung der Birger-Forell-Sekundarschule zurück. Die Zusammenarbeit sei von Anfang an äußerst vertrauensvoll gewesen. Er dankte den Eltern des ersten Jahrgangs sowie dem Team um die erste Schulleiterin Ursula Beinlich für den Aufbau der neuen Schule. Das Vertrauen, das alle Lehrerinnen und Lehrer in den ersten Jahrgang gesetzt hatten, habe durchgehalten. „Ihr habt das Vertrauen bestätigt und bekommt euren Abschluss. Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt eine Schule besucht, die sich etwas Neues getraut hat. Vertraut euch und Gott auf eurem weiteren Weg.“

Bürgermeister Heinrich Vieker gab seiner großen Freude zum Abschluss des Jahrgangs Ausdruck. Es sei ein besonderer Tag für die Stadt Espelkamp, wenn der erste Jahrgang einer neu aufgebauten Schule verabschiedet wird. Er dankte für die engagierte pädagogische Arbeit. Es sei nicht leicht, aber lohnenswert, sich einer solchen Verantwortung zu stellen. Die Sekundarschule sei eine tolle Schulform, durch die allen Schülerinnen und Schülern alle Wege offen stünden. Man profitiere von einer besseren Schüler-Lehrer-Relation, wodurch kleinere Klassen gebildet werden könnten, was an Ersatzschulen leichter möglich sei. Es gelte weiterhin, gemeinsam daran zu arbeiten, die Sekundarschule zu etablieren und die erfolgreiche Arbeit transparent zu machen. Vieker gratulierte den Absolventen abschließend sehr herzlich.

Edina Gerald, Schulleiterin der Bweranyange Girls‘ Secondary School in Tansania, die an der Birger-Forell-Sekundarschule zwei Wochen zu Gast war, berichtete in ihrem Grußwort über die derzeitigen Verhältnisse an ihrer Schule. Unter dem Motto „It takes a woman to raise a nation“ fördere die Bweranyange Girls’ Secondary School speziell Mädchen, um sie auf eine fundierte berufliche Ausbildung und ein Leben in Eigenverantwortung vorzubereiten. Gleichwohl gebe es derzeit Probleme finanzieller Art, die einer ungünstigen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung geschuldet seien. Unterstützung sei daher dringend erforderlich. Edina Gerald dankte herzlich für die Partnerschaft der beiden Kirchenkreise und Schulen. Sie sprach Anja Buhrmann einen besonderen Dank aus und ebenso eine herzliche Einladung nach Tansania.

Elternvertreterin Sabine Blome entbot mit den Worten des Psalm 139, 14, dem gesamten Jahrgang ihren Gruß. Die Worte „Du bist unbeschreiblich, außergewöhnlich, unvergleichlich, unverwechselbar, individuell!“ träfen auf den gesamten zehnten Jahrgang zu. „Ihr seid all das. Ihr habt diese Schule geprägt. Ich wünsche euch Geduld, Glück, Zufriedenheit, Zuversicht und Erfolg.“ Sie dankte Frau Buhrmann, Frau Beinlich, dem gesamten Kollegium und allen Eltern, die sie unterstützt hatten.

Die Schülersprecher Hauke Thieker und Melina Lückemeier schlossen sich den vielen Dankesworten an. Nach sechs gemeinsamen Jahren an der neuen Schule, die in ihrer neuen Form einem Labor gleiche, „können wir als Versuchskaninchen die Schule verlassen“ sagte Hauke Thieker. Beide dankten sehr herzlich Frau Buhrmann, Frau Beinlich und allen Lehrerinnen und Lehrern.

Stufenkoordinator Markus Rupprecht bedankte sich besonders bei Frau Hilgenberg für ihre jahrelange Arbeit als Schatzmeisterin des Fördervereins und bei Herrn Müller, der neuer Vorsitzender des Fördervereins ist, für sein Engagement.

Ursula Beinlich, die als ehemalige Schulleiterin eingeladen war, wünschte ebenfalls den Absolventen von ganzem Herzen alles Gute. „Geht einen guten Weg. Ich glaube an euch“, schloss sie ihr kurzes Grußwort.

Den Gottesdienst und die Zeremonie der Zeugnisübergabe gestalteten die Musikklasse 9c, die Crazys, Schülerinnen und Schüler der 7c und die Musiklehrerinnen und Religionslehrerinnen Claudia Schröder, Sabine Matthäus, Ruth Nicholls und Angelika Zietlow. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön.

Fröhliches Schulfest an der Birger-Forell-Sekundarschule

27.06.2019      Die Birger-Forell-Sekundarschule ist seit diesem Schuljahr „erwachsen“, also mit allen Jahrgangsstufen von fünf bis zehn am Start. Gleichzeitig entlässt sie kurz vor den Sommerferien ihren ersten zehnten Jahrgang. Anlass genug, dies mit einem großen Schulfest zu feiern.

Das schöne Sommerwetter spielte bestens mit, so dass es am Dienstagnachmittag auf dem gesamten Schulgelände und in der Aula allerlei bunte Attraktionen zu sehen gab. Viele Eltern und Geschwister hatten sich eingefunden, um zu bestaunen, was ihre Kinder eigens für das Fest gestaltet und vorbereitet hatten. Da gab es viele Mitmachangebote, die die Kinder und alle Gäste begeistert annahmen, und engagierte Schülerinnen und Schüler, die ihre Angebote mit ganzem Herzen betreuten. Wer sportlich ambitioniert war, konnte beim Menschenkicker mitmachen, einen Slalom-Parcours absolvieren oder durch den „heißen Draht“ schlüpfen, der ein hohes Maß an Geschicklichkeit abverlangte. Auch Zielgenauigkeit war auszuprobieren beim Dosenwerfen und Luftballon-Dart. Im künstlerischen Bereich konnten die Gäste sich Tattoos aufmalen lassen oder gebastelte Anstecker aller Art erwerben. Eine Klasse bot selbstgemachte T-Shirt-Taschen an, eine andere leckere Erdbeermarmelade. Auch für die Strategen unter den Spielern war gesorgt: ein Gartenschachspiel lud zum Knobeln ein. Alle Interessierten konnten außerdem das Schuljahrbuch erwerben und sich so einen Überblick über die Schulgemeinde und die vielfältigen Ereignisse an der Schule verschaffen. In der Aula ging es ebenfalls lebhaft zu. Die Klassen 6c und 9c zeigten ein paar Ausschnitte aus dem neuen Musical „Birger Forell – das sind wir“. Sie gaben damit einen sehr lebendigen Einblick in die Fächer Musik und Darstellen und Gestalten, meisterhaft umgesetzt und mit viel Applaus belohnt. Als besonderer Anziehungspunkt war Edina Gerald aus Tansania zu Gast. Sie ist die Leiterin der Bweranyange Secondary School, mit der die Birger-Forell-Sekundarschule eine langjährige Partnerschaft pflegt. Über diese Partnerschaft konnten die Besucher sich an einem eigens dafür aufgebauten Stand informieren.

Für das leibliche Wohl sorgten Stände mit erfrischenden Getränken, Saftcocktails, Pizza, Käsestangen, Pizzaschnecken, Kuchen, Muffins und Waffeln. Der Förderverein bot Würstchen und Kaffee an. Alle Speisen hatten die Schülerinnen und Schüler in Eigenarbeit frisch zubereitet. Der Verkaufserlös kommt den Klassen und dem Förderverein zugute. Der Erlös des Waffelverkaufs, den der Eine-Welt-Laden organisierte, wird als Spende für die Partnerschule in Tansania verwendet.

Insgesamt war das Schulfest rundum gelungen. Schulleiterin Anja Buhrmann zeigte sich sehr zufrieden: „Es freut mich, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler, gemeinsam mit unseren Lehrkräften, Eltern und externen Unterstützern, so engagiert eingebracht haben. Wir haben ein tolles Schulfest gefeiert. Die vielen Besucher fühlten sich sichtlich wohl und alle waren mit Begeisterung dabei. Ein sehr herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden!“

Ein herzliches Willkommen für die neuen Fünftklässler an der Birger-Forell-Sekundarschule

24.06.2019 (buhr/hass)      Der Kennenlernnachmittag für die neuen Fünftklässler ist immer etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal treffen die zukünftigen Schülerinnen und Schüler ihre neuen Mitschüler und Klassenlehrer. Sie erkunden ihren Klassenraum, in dem sie im neuen Schuljahr viele Stunden verbringen werden und erfahren viel Neues über ihre neue Schule.

Aber nicht nur die neuen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern waren aufgeregt, auch für die Schülerinnen und Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule war es ein aufregender Nachmittag. Natürlich wollten sie die Neuen besonders herzlich begrüßen und ihnen zeigen, was sie an ihrer Schule alles gelernt haben.

So spielten die Schülerinnen und Schüler der Musikklassen 6c und 9c als Begrüßung die Ouvertüre aus „Wilhelm Tell“. Ein klassisches Musikstück, welches die jungen Musiker mit ihrer Musiklehrerin Claudia Schröder eingeübt hatten. Es gelang ihnen hervorragend.

„Liebe Kinder, ihr habt die Sonne mitgebracht“, begrüßte Schulleiterin Anja Buhrmann danach alle Gäste sehr herzlich und dankte den Eltern für ihr Interesse an der Birger-Forell-Sekundarschule als weiterführende Schule. Einer Schule, an der die Kinder dort abgeholt werden, wo sie stehen, und an der jeder seine Stärken entdecken und während der weiteren Schullaufbahn ausbauen kann. Auf diesem Weg wird jedes Kind individuell begleitet und unterstützt.

Durch das Programm führte Nicola Meyer zu Drewer, die den Nachmittag organisiert hatte. Es folgte ein rasanter Solotanz. Diesen führten die Schülerinnen der Tanz AG auf. Die Tänzerinnen brachten Schwung in den schönen Nachmittag und begeisterten die Gäste.

Anschließend spielte Sarah aus der 5d ein Solostück auf dem Klavier. Ihr folgten zwei Lieder, die die 5d mit ihrem Klassenlehrer vorbereitet hatte. „Wir reichen uns die Hände“ und „Was für ein Theater“, zwei fröhliche Lieder, in die auch die Gäste miteinbezogen wurden. Sie sangen den Refrain begeistert mit.

Danach entwickelte sich ein Rollenspiel zum Thema Streit und Freundschaft: Das Programm endete mit einer weiteren Tanzvorführung und dem Musikstück „Oh Susanna“ Es gab viel Applaus für die gelungene Darbietung.

Die fröhliche Stimmung nahmen die neuen Fünftklässler auf und gingen neugierig mit den zukünftigen Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen in ihre Klassenräume. Dort knüpften sie erste Kontakte in entspannten Vorstellungsrunden. Max fand den Nachmittag „interessant und spannend“, und Amelia ergänzte: „Das ist eine schöne Schule mit netten Lehrern.“

Mit vielen interessanten Gesprächen und voller positiver Erwartungen klang der Nachmittag bei Kaffee, Gebäck und kalten Getränken aus.

Geschichte hautnah erlebt

Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule besuchen Gedenkstätte Bergen-Belsen

13.06.2019      Geschichte begreifbar und unendliches Leid vorstellbar zu machen – das gelingt bei einem Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Den Schülerinnen und Schülern gibt sie die Möglichkeit, das Leben der Insassen am Originalschauplatz nachzuempfinden und im Unterricht Gelerntes zu vertiefen. Verbrechen und Greueltaten des Hitlerregimes, die nicht vorstellbar erscheinen, nehmen in der Gedenkstätte Bergen-Belsen Gestalt an.

So mahnt die Gedenkstätte zu Wachsamkeit und Erinnerung. Sie führt vor Augen, dass die grausamen Verbrechen mitten unter der deutschen Bevölkerung, sozusagen in der Nachbarschaft, stattfinden konnten. Ignoranz und Wegschauen waren die Wegbereiter.

Die Zehntklässler ließen sich bei ihrem Besuch auf die vielen dort dokumentierten Schicksale jüdischer Mitmenschen und anderer vom Nazi-Regime Verfolgter ein. Textdokumente, Bilder und Filmausschnitte lösten beim einen oder anderen Betroffenheit und Nachdenklichkeit aus und regten zu Fragen an. Auch wenn von den Gebäuden des ehemaligen Konzentrationslagers nichts mehr zu sehen ist, zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von dem in der Ausstellung Gezeigten tief beeindruckt. „Ich fand das schrecklich, die Hügel der Massengräber anzuschauen, wenn man bedenkt, wie viele Menschen hier gestorben sind“, reflektierte Alisa in der anschließenden Feedbackrunde. „Die Ausstellung hat so eine kalte Atmosphäre. Da bekommt man ein Gefühl, wie das damals gewesen sein muss“, ergänzte Yasemin. Solche und weitere Aspekte besprachen die Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und tief beeindruckt mit ihren GL-Lehrern. Wieder einmal zeigte sich der Wert von außerschulischen Lernorten, der gerade bei solch sensiblen Themen nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Die Fahrt nach Bergen-Belsen war sehr lehrreich und mahnt, dass Wegschauen und Ignoranz bei Übergriffen auf andere Menschen nicht in eine demokratische Gesellschaft gehören – ein brandaktuelles Thema!

Römer und Germanen

12.06.2019      Die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs der Birger-Forell-Sekundarschule erlebten auf historischem Boden in Kalkriese die Varusschlacht aus dem Jahre 9 n. Chr.. Die Exkursion an diesen außerschulischen Lernort wurde ausführlich im Fach Gesellschaftslehre vorbereitet. In Kalkriese konnten die 6.-Klässler ihr Wissen um viele spannende und aufregende Details erweitern. Auf historischem Boden fiel es den Schülerinnen und Schülern viel leichter, sich in die Germanen und Römer hineinzuversetzen. Anschaulich wurde ihnen erklärt, wie die Schlacht ablief, und wie unterschiedlich die Römer und die Germanen kämpften.

Kinder haben viel Phantasie. Stehen sie dann auf dem gleichen Boden, wie damals die Römer und Germanen, begreifen die 6.-Klässler sehr gut, dass die Germanen, die sich in der Gegend auskannten und aus dem Wald angriffen, gegenüber den Römern, die auf offenem Feld kämpften, im Vorteil waren. Vom Moderator fiel dann auch schon mal der Satz: „Du bist tot, geh mal zurück in deine Reihe.“

Das Wetter war ebenfalls historisch, denn laut Überlieferungen soll es vor 2010 Jahren auch geregnet haben. Beim Museumsrundgang konnten Ausgrabungsstücke und Nachbauten bestaunt werden. Es wurde deutlich, dass die Römer keine Chance hatten, diese Schlacht zu gewinnen: wer nicht im Kampf fiel, kam auf sehr sumpfigem Gebiet zu Tode.

Die zwei Klassen, die gerade nicht die Führung erhielten, kletterten teambildend in Vierergruppen im Niedrigseilgarten. Besonders Spaß machten das Seilkarussell, das Spinnennetz, aber auch die Baumstämme.

Der Ausflug nach Kalkriese begeisterte Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Fest steht: Auch im nächsten Schuljahr wird es wieder eine Exkursion der 6. Klassen nach Kalkriese geben.

Garage-Sale der fünften Klassen

06.06.2019 (drew)     „How much is this?“ war einer der am häufigsten gesprochenen Sätze am Donnerstag in der dritten und vierten Stunde bei den Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen der Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp. In der Pausenhalle veranstalteten die Kinder einen „garage-sale“- eine Art Flohmarkt auf Englisch. Dieses alljährlich wiederkehrende Ereignis ist der Abschluss eines „Great-Britain-Projektes“, das als Projektwerkstatt in den fünften Klassen läuft.

In dem Projekt setzen sich Schüler mit typischen Vokabeln für das Einkaufen und Verkaufen auseinander und außerdem lernen die sie die englische Währung kennen.

Die auf dem Flohmarkt verkauften Sachen wurden mit englischen Preisschildern versehen und auch auf Englisch angeboten. Sicherlich klappte die Konversation noch nicht hundertprozentig, aber die Lehrer waren ja zum Helfen vor Ort. Es gab allerdings nicht nur ausrangierte Spielsachen oder Bücher zu kaufen, sondern es wurde auch einiges Kulinarisches angeboten. Selfmade cake pops, jummy tasting muffins; es war alles vorhanden – allerdings nicht lange, denn schon nach der dritten Stunde war der kleine Flohmarkt fast ausverkauft. Aber das ist ja gerade das Schöne, wenn man sieht, dass es allen Beteiligten einen Riesenspaß macht. Abgesehen vom Spaß und der Erkenntnis, dass man ja doch schon ganz schön gut Englisch sprechen kann, kommt der Erlös den Kindern selber, über ihre Klassenkassen, zugute.

Wie wichtig und wertvoll ist Wasser?

Sieger des Projekts „Wasserwerkstatt“: v.l.n.r Jolie Meißner, Zinira Nizomova, Dietrich Enns und Sarah Tabea Kruke. Zweite Reihe v.l.n.r.: die Lehrerinnen Ulrike Meier-Hohmann und Jutta La Mura

Mai 2019 (drew)      Mit dieser Frage beschäftigte sich der ganze Jahrgang 5 der Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp im Rahmen eines Werkstattprojektes. „Werkstatt“ bedeutet für Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule die Zeit, in der sie selbstständig und eigenverantwortlich an Aufgaben in verschiedenen Fächern arbeiten. Das Projekt „Wasserwerkstatt“ beinhaltet viele verschiedene Aspekte rund um die lebenswichtige Ressource Wasser. So befassten sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Rahmen mit dem Wasserkreislauf. Sie untersuchten den Treibhauseffekt, lernten aber auch, wofür man wieviel Wasser durchschnittlich in deutschen Haushalten verbraucht und wo es Möglichkeiten gibt, den Verbrauch einzuschränken.

Natürlich wurden dazu viele Experimente zur Anomalität des Wassers, seinen Aggregatzuständen und Kräften durchgeführt, die protokolliert und aufgearbeitet werden mussten. Unter der Frage, wo unser Wasser überhaupt herkommt, lernten die Kinder das hiesige Wasserwerk kennen und erfuhren die Bauweise eines Wasserkrans. Besonders eindrucksvoll war in diesem Zusammenhang, dass Héritier, ein Bundesfreiwilliger aus Ruanda, davon erzählen konnte, dass in Afrika das Wasser keineswegs einfach so aus dem Wasserhahn kommt, sondern sich jeder – auch Kinder – auf beschwerliche Art und Weise sein Wasser aus weitentfernten Brunnen oder Quellen holen muss.

Die besondere Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler bestand nun darin, die vielfältigen Informationen zum Thema Wasser in einem Lapbook darzustellen. Das Lapbook besteht aus einem DIN A2 großen Karton, auf dem mit verschiedenen Faltvorlagen die Informationen auf kreative Art und Weise dargestellt werden mussten.

Im Rahmen einer Andacht, die Wasser zum Thema hatte, wurden die Schüler mit den besten Lapbooks geehrt. Aus jeder Klasse gab es einen Sieger oder eine Siegerin. In der Klasse 5a siegte Jolie Meißner, für die Klasse 5b wurde das Lapbook von Zinira Nizomova besonders herausgestellt. In der Klasse 5c war der Sieger Dietrich Enns, der sein Lapbook mit vielen, noch über den Unterrichtsstoff hinausgehenden Informationen füllte. Das Rennen in der Klasse 5d machte das Lapbook von Sarah Tabea Kruke, die auch als Schulsiegerin mit einem weiteren Ehrenpreis ausgestattet wurde.

Birger-Forell-Sekundarschule ausgezeichnet

24.05.2019      Erneut wurde unsere Schule bei "Gesunde Schule" für ihre Leistungen auf diesem Gebiet ausgezeichnet. Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung finden Sie unter diesem Link.

Paris an einem Tag

22.05.2019 (drew)      An einem Donnerstagabend im Mai starteten 30 Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe der Birger-Forell-Sekundarschule mit dem Bus in die Stadt der Liebe - Paris. Nach der zehnstündigen Fahrt durften alle am Place Trocadéro aussteigen und gleich einen Blick auf den Eiffelturm werfen. Einige Schüler nutzten die Chance, sich in die noch nicht ganz so lange Schlange zu stellen, um das Wahrzeichen von Paris zu erklimmen.

Für die anderen ging es weiter Richtung Sacré Coeur. Nach dem Erklimmen der vielen Treppen zur Basilica entschädigte der eindrucksvolle Blick über das mittlerweile sonnige Paris für die Mühe. Ein Croissant auf dem Place du Tertre stärkte für den „Abstieg“ zur Metrostation. Auf ging es zur Prachtstraße, den Champs-Elysées, wo man Boutiquen aller angesagten Marken ebenso finden kann wie die heißersehnten Bistros, denn der Mittagshunger stellte sich langsam ein.

Nach der Stärkung ging es dann die Avenue hinunter über den Place d`Étoile, durch die Tuillerien bis zum Louvre, den man natürlich bei einem solchen Tagestrip nur von außen bewundern kann. Die nächsten Highlights waren dann „Les Halles“ und die Gegend um das Centre Pompidou, wo es auch für Schüler viele Gelegenheiten gab, das ein oder andere Souvenir aus Paris zu erwerben.

Leider fing es dann an zu regnen und der Blick auf die abgebrannte Notre Dame, die ohnehin weiträumig abgeschottet war, wurde von vielen Regenschirmen verdeckt. Nichts desto trotz führte die Tour auf der anderen Seineseite weiter bis zum Place St. Michel, wo alle Gruppen wieder aufeinandertrafen und von ihren Pariserfahrungen berichteten.

Wie in jedem Jahr bildete der glitzernde Eiffelturm den krönenden Abschluss der Tour. Alle waren sich einig: Auch wenn so ein Tagestrip richtig anstrengend ist, nach Paris kann man gar nicht oft genug fahren.

Kinderkulturprojekt auf Gut Bustedt

02.04.2019      Ideen zur Kultur – darüber haben sich zwei Tage lang 42 Schüler aus der Grundschule Bustedt und der Birger-Forell-Sekundarschule auf der Wasserburg in Hiddenhausen ausgetauscht, so berichtete die Zeitung Westfalen-Blatt / Bünder Zeitung. Der ausführliche Artikel findet sich auf unserer Homepage unter "Presseberichte".

Schüler des zehnten Jahrgangs zu Gast am Berufskolleg Lübbecke

27.03.2019 (ober)      Am 21. März ging es für die Technikschüler des zehnten Jahrgangs gemeinsam mit ihrem Techniklehrer Jan H. Oberhommert in die Metallwerkstatt des Berufskollegs Lübbecke. Die Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule folgten einer Einladung des Kollegs zu einem Projekttag. Ein Fachpraxislehrer sowie drei Tutoren aus der Berufsschule für Metalltechnik begleiteten die Sekundarschüler während des gesamten Vormittags.

In drei Theorie- und zwei Praxisphasen konnten die Sekundarschüler den kompletten Entstehungsprozess einer Metallsäge kennenlernen und das Werkzeug in Eigenarbeit unter Anleitung herstellen. Danach reflektierten sie den Tag im Gruppengespräch.

Für die Zehntklässler war der Tag sehr spannend und interessant. Eine Berufsschule zu besuchen und selbst in der Werkstatt arbeiten zu dürfen ist nicht selbstverständlich. „Die Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule bauen derzeit im Unterricht einen Metalltischgrill und so passte die Einladung des Berufskollegs genau zu diesem Projekt“, erläuterte Oberhommert. Für die Schüler sei es richtig interessant zu sehen, wie es nach dem Schulabschluss an einer Berufsschule weitergehen kann. Jeder hatte am Ende des Tages eine funktionstüchtige und individuell gestaltete PUK-Säge selbstständig hergestellt. Das sei ein wichtiges Erfolgserlebnis. „Schön, dass unsere Schüler ein großes Lob vom Lehrer des Berufskollegs ausgesprochen bekommen haben und wir nächstes Jahr wieder zu Besuch kommen dürfen“, freute sich Oberhommert. Rundum ein gelungener Projekttag und zufriedene Gesichter.

Poetry-Slam im Rahmen von "Bunt Statt Schwarz-Weiss"

26.03.2019      Am 19. März dieses Jahres fand wieder ein Poetry-Slam statt, der auf reges Interesse stieß. Die Besucher der Veranstaltung spendeten den Jugendlichen begeistert Applaus, die auf der Bühne des Neuen Theaters ihre unterschiedlichen Texte darboten. Das Westfalen-Blatt / Espelkamper Zeitung berichtete heute über den gelungenen Abend. Der Bericht ist auf unserer Seite unter "Presseberichte" zu lesen. Hier unsere Bildergalerie mit Eindrücken vom Abend. (Alle Fotos Copyright Frank Engelhardt)

Zeichen für Menschenwürde

Auftaktveranstaltung zu "BUNT STATT SCHWARZ-WEISS"

14.03.2019      „BUNT STATT SCHWARZ-WEISS“ ist in Espelkamp inzwischen zum vierten Mal am Start. Die Schulleitungen Anja Buhrmann von der Birger-Forell-Sekundarschule und Stefan Becker vom Berufskolleg Lübbecke begrüßten die Gäste, unter anderem auch Vertreter der Stadt und lokaler Unternehmen, die „BUNT STATT SCHWARZ-WEISS“ tatkräftig unterstützen. Mit dem Projekt „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ sind beide Schulen von Beginn an fester Bestandteil der Aktionswochen gegen Rassismus.

Nach musikalischen Beiträgen des neuen interkulturellen Chors der Musikschule Espelkamp unter der Leitung von Leta Henderson betonte Anja Buhrmann in ihrer Begrüßung, dass es das Ziel sei, mit „BUNT STATT SCHWARZ-WEISS“ jeder Form von Rassismus entgegenzutreten. Der bunte Abend als Auftaktveranstaltung stehe stellvertretend für die Aktionswochen gegen Rassismus. „Wir setzen ein Zeichen für Menschenwürde, Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, so Buhrmann weiter. Dies werde jedes Jahr von den Schülerinnen und Schülern auf immer neue und unterschiedliche Weise umgesetzt. Es sei eine „sehr schöne Erfahrung, das jedes Jahr erneut erleben zu dürfen“.

Stefan Becker vom Berufskolleg schloss sich diesen Worten an und hob hervor, dass er „stolz auf die Kooperation mit der Birger-Forell-Sekundarschule“ sei. „Wenn nicht eine Schule, wer sonst tritt für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein?“ Das Projekt wolle seine Zielsetzungen zeigen, indem Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule gemeinsam mit Studentinnen und Studenten des Berufskollegs und Jugendlichen mit Fluchthintergrund auf der Bühne stehen und dadurch ein Zeichen setzen. Becker freute sich mit Spannung auf den Abend und die Aktionswochen und dankte allen Beteiligten für die Kooperation.

Nach einer weiteren Choreinlage begrüßte Bürgermeister Heinrich Vieker alle Anwesenden. Er drückte seine Freude über das Programm von „BUNT STATT SCHWARZ-WEISS“ aus und betonte die Wichtigkeit der Kooperation aller Beteiligten während der Aktionswochen. Dabei stelle sich die Frage, wie man vor Ort die Zusammenarbeit gestalten wolle. „Espelkamp ist bunt, das soll und wird so bleiben“, stellte Vieker fest. Die Stadt sei tolerant, hilfsbereit, lebe von Vielfalt und stelle sich den damit verbundenen Herausforderungen. All das fließe in „BUNT STATT SCHWARZ-WEISS“ ein. Mittlerweile seien siebenundzwanzig Institutionen und Organisationen an den Gemeinschaftsaktionen mit dem Ziel beteiligt, Menschen aus der ganzen Welt willkommen zu heißen. Vieker wünschte den Gästen viel Spaß und einen ereignisreichen Abend mit interessanten Gesprächen.

Der interkulturelle Chor leitete mit einem letzten Beitrag über zu den Tanzdarbietungen, die eine Gruppe unter der Leitung von Andreas Wegwerth von Community Dance (Peter-Gläsel-Stiftung) professionell in Szene setzte. Die Tänzerinnen zauberten vor dem staunenden Publikum die unterschiedlichsten Figuren, die scheinbar aus dem Nichts entstanden und zu immer neuen unerwarteten Formationen führten. Eine beeindruckende Choreographie, die mit viel Applaus belohnt wurde. Susanne Walter vom Berufskolleg zollte dem höchste Anerkennung. Sie freute sich, wie intensiv die Zusammenarbeit zwischen Berufskolleg und Sekundarschule gelebt werde. Eine solche Darbietung könne „nur gelingen, wenn man die Leute hat, die das mit unterstützen“, lobte sie und dankte an dieser Stelle Claudia Schröder von der Sekundarschule, Karin Detert vom Berufskolleg, Andreas Wegwerth von Community Dance und Viola Schneider vom Stadttheater Minden für ihr Engagement.

Als letzten Beitrag zeigte die Theatergruppe unter Viola Schneiders Leitung ihr Können. Erstaunlich, welche Talente hier unter den jungen Leuten hervortraten. Unter dem Thema „Haltung: Was ist das überhaupt?“ erlebten die Zuschauer ganz unterschiedliche Alltagsszenen, in denen Sprache, Gestik und Darstellung zeigten, wie und wodurch Haltung durch Mitmenschen beeinflussbar ist. Sehr eindrucksvoll auch hier die Bühnenpräsenz von so manchem Nachwuchstalent. „Haltung muss man nicht nur haben, man muss sie auch bewahren können“, sagte einer der Akteure und brachte auf den Punkt, worum es geht, wenn man Zeichen gegen Rassismus setzen will.

Am Ende des Programms dankte Anja Buhrmann allen Beteiligten beider Schulen herzlich dafür, dass sie sich im Rahmen von „BUNT STATT SCHWARZ-WEISS“ als Kooperationspartner immer wieder einsetzten. Der neue Chor sei sehr bereichernd gewesen. Sie hoffte, dass man ihn noch öfter höre. Einen besonderen Dank sprach sie Angelika Eirich von der Schulsozialarbeit aus, die sich um die Organisation eines internationalen Buffets als Abschluss des Abends gekümmert hatte. Buhrmann und Eirich wünschten allen Gästen dazu einen guten Appetit.

Das Feedback des Abends war durchweg sehr positiv. Viele Gäste freuten sich über das rundum gut gelungene Programm. „Das Projekt ‚Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen‘ investiert in die Zukunft Espelkamps, vor allem auch für die Kinder und Jugendlichen“, resümierte Karin Detert vom Berufskolleg. Claudia Schröder von der Sekundarschule ergänzte: „Durch das Projekt haben viele Kinder und Jugendliche die Chance, mit Kultur in Berührung zu kommen.“ Ein gelungener Abend, wie in allen Gesprächen deutlich wurde.

Schulleitungen des Schulzentrums wollen enger zusammenarbeiten

07.03.2019      Die beiden Schulleitungen der Birger-Forell-Sekundarschule und des Söderblom-Gymnasiums wollen ihre Zusammenarbeit in naher Zukunft intensivieren. Lesen Sie dazu die Presseberichte der Neuen Westfälischen und des Westfalen-Blattes / Espelkamper Zeitung.

Kulturprojekt mit dem Berufskolleg

Im Januar fand wieder das Kulturprojekt zusammen mit dem Berufskolleg Lübbecke statt. Abschlussveranstaltung war am 25.01.2019. Den Bericht dazu verfasste Janine Grisar vom Berufskolleg. Hier ist er.

"Die Diversität der jungen Leute ist ein Schatz"

Unter dem Titel „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ präsentierten die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp ihre Ergebnisse des Kooperationsprojekts mit dem Berufskolleg Lübbecke in den Bereichen Theaterpädagogik, Rap und Community Dance. Eine Woche lang hatten sie gemeinsam mit den Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik unter der Leitung von Viola Schneider (Stadttheater Minden), Daniel Schneider (Rapschool NRW) und Andreas Wegwerth (Peter Gläsel Stiftung) eine szenische Choreographie zu den Themen Haltung und Begegnung sowie einen Rap zum Thema Respekt eingeübt.

Das Kooperationsprojekt, das bereits zum 5. Mal stattfindet, ist ein Leuchtturmprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen und wird von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW begleitet. Es verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Kultur zu ermöglichen, während die angehenden Erzieherinnen und Erzieher erleben, wie sie kulturelle Bildung in ihrem Berufsfeld vermitteln können. Unter dem Motto „Was ist Haltung?“ präsentierten alle Akteure unterschiedliche Interpretationen von Haltung und schlossen ihre Choreographie ganz „haltlos“ als Cowboys verkleidet zu den Klängen der Titelmelodie der Fernsehserie Bonanza ab. Der Studierenden Loisa Reese (FSP 21A) haben dabei das Üben und die Spiele in der Vorbereitungsphase am besten gefallen.

Für Maurice Schäfers (Klasse 6a der Birger-Forell-Sekundarschule) war die Zusammenarbeit mit den anderen Schülerinnen und Schülern ein tolles Erlebnis. Er war überrascht, wie schnell sich alle Teilnehmenden auf ein Thema des Raps einigen und den Text zum Thema Respekt vor anderen Menschen und deren Herkunft dichten konnten. Auch für die Studierende Janne Hurdelbrink (FSP 21B), die am Community Dance teilnahm, waren die Höhepunkte des Projekts die Kooperation mit den jungen Leuten und das Tanzen in Gemeinschaft.

Der Community Dance thematisierte die Offenheit gegenüber menschlichen Begegnungen. Gerade das war auch wichtig, um das Projekt erfolgreich umzusetzen. „Die jungen Leute bringen ihre Geschichte mit und viel Neues, wie beispielsweise eine andere Kultur. Diese Diversität ist ein Schatz“, so Andreas Wegwerth (Peter Gläsel Stiftung). Für den Projektmanager und Choreographen bestand die größte Herausforderung dieses Projekts darin, miteinander zu arbeiten und die Teamarbeit zwischen Groß und Klein zu fördern, sodass die Studierenden sowie die Schülerinnen und Schüler voneinander profitieren konnten.

Zum Schluss lobte Ursula Beinlich, Schulleiterin der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp, alle Teilnehmenden: „Euer Sprachgefühl und eure Körperbeherrschung waren große Klasse.“ Die Leiterin des Fachbereichs Erziehung und Soziales am Berufskolleg Lübbecke, Susanne Walter, bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, die dieses Projekt auszeichnet.

Im März wird das Projekt fortgeführt und als Auftaktveranstaltung auf der Aktionswoche „Bunt statt schwarz-weiß“ am 11. März 2019 in Espelkamp präsentiert.

Janine Grisar, Berufskolleg Lübbecke

Auschwitz-Gedenktag an der Birger-Forell-Sekundarschule

06.02.2019      Seit Jahren begeht die Birger-Forell-Sekundarschule den 27. Januar als den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Damit stellt sie sich ihrer Verantwortung, an die schrecklichen Ereignisse der Nazi-Tyrannei zu erinnern und zur Wachsamkeit aufzurufen. Wie wichtig dies ist, zeigten die Lehrer Christian Sümening, Sabine Matthäus und Nikolaus Hass in mehreren Andachten.

In der Andacht für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ließen Sümening und Hass Leben und Schicksal von Anne Frank und die Schulzeit von Kindern im Dritten Reich anschaulich lebendig werden. Dabei stellte Hass auch die Frage, wie es denn heute sei, wenn beispielsweise Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule ausgegrenzt würden, nur weil sie anders seien. „Intoleranz hat an unserer Schule keinen Platz“, erklärte er den Kindern eindringlich. Viele Schülerinnen und Schüler stellten Fragen und lauschten den Erzählungen gespannt und aufmerksam.

Die 7. Klassen erfuhren Wichtiges über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Anschaulich zeigten Bilder, wie die Vernichtung der Häftlinge in Auschwitz ablief. Beide Lehrer schilderten die damaligen Ereignisse sehr lebendig, so dass etliche Schülerinnen und Schüler betroffen und nachdenklich reagierten, dann aber auch interessiert nachfragten.

In der Jahrgangsstufe 8 beschrieb Sümening das Schicksal von Jugendlichen, die sich den Nationalsozialisten nicht anpassen wollten. Sie wurden unter anderem als schwer Erziehbare in sogenannten Jugendstraflagern inhaftiert, zum Beispiel in Moringen bei Göttingen. Dort mussten sie schwere Arbeit bei oft unzureichender Ernährung leisten, mit schlimmen Folgen für ihre Gesundheit.

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hörten bewegende Erlebnisse von Zeitzeugen, die damals oppositionellen Jugendgruppen wie der Swing-Jugend angehörten und versuchten, sich der Bevormundung und Unterdrückung zu entziehen. Das gelang teilweise, jedoch nicht immer. Hier gab es viele Inhaftierungen, aber auch mutige Beispiele für ein Aufbegehren gegen den Terror des Hitler-Staates. Sümening ergänzte seinen Vortrag mit Ausschnitten aus einer anschaulichen Dokumentation.

Zum Schluss der Andachten warben Christian Sümening und Nikolaus Hass für das Recht des Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben: Gerade wenn Staaten unserer Zeit Andersdenkende unterdrückten, sei es sehr wichtig, sich auf Werte wie Menschlichkeit und Toleranz zu besinnen und diese Werte zu verteidigen. So forderten sie die Schüler auf, wachsam zu sein, wenn Menschen beispielsweise wegen ihrer Religion oder Meinung beschimpft und ausgegrenzt werden. Es sei sehr wichtig, darauf zu achten, dass sich die Geschehnisse von damals nicht wiederholten, so Sümening in seinem Schlusswort. Dazu passt, dass die Birger-Forell-Sekundarschule seit dem vergangenen Jahr dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angehört und diesen Titel seitdem offiziell trägt. Maßgeblich dafür war nicht zuletzt eine Initiative der Schülerinnen und Schüler der Schule, die hierfür Unterschriften gesammelt hatten.

Musikalisch umrahmt wurden die Andachten von Sabine Matthäus und Nikolaus Hass mit Liedern der jüdischen Religion, die auch in Synagogen und an jüdischen Festtagen zu hören sind.

Wechsel in der Schulleitung

04.02.2019      Am vergangenen Dienstag und Mittwoch wurde Ursula Beinlich als Schulleiterin der Birger-Forell-Sekundarschule verabschiedet und Anja Buhrmann als ihre Nachfolgerin in ihr Amt eingeführt. Darüber berichtete die Presse ausführlich (siehe Einzelheiten dazu in den Presseberichten auf unserer Website).

Im Gottesdienst am Dienstag verabschiedete Präses Annette Kurschus die scheidende Schulleiterin und würdigte ihr stetes Engagement zum Wohl der Schule. Sie sei immer an der Seite der Schülerinnen und Schüler gewesen. Danach verpflichtete sie Anja Buhrmann als neue Schulleiterin. In der Predigt verglich die Präses den Austausch der Leitung mit der Übergabe eines Staffelstabes. Der gehe nun mit Anja Buhrmann an eine Pädagogin mit großer Erfahrung und Liebe zum Lehrerberuf. Ihre Einführung ins neue Amt wurde begleitet von Lesungen, Voten und Segenswünschen mit dem Glaubensbekenntnis als zentrales Element. Passende und bewegende Lieder umrahmten die Handlung der Verpflichtung wie auch den gesamten Gottesdienst. Dabei wirkten die Musikklasse 9c unter Claudia Schröder, die „Crazys“ und die Schulband unter Sabine Matthäus, Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7c und 10TC sowie Lehrerinnen und Lehrer und Eltern- und Schülervertreter maßgeblich mit. Als besonderer Gast trat Peter Ecsédi aus Ungarn auf mit einem zu Herzen gehenden Abschiedslied für Ursula Beinlich.

Einen Tag später ging es in der Aula des Söderblom-Gymnasiums feierlich weiter. Mit einem etwa zweistündigen Programm wurde Ursula Beinlich von ihrer Schule verabschiedet. Auch hier beteiligten sich eine ganze Reihe von Schülergruppen und Teile des Kollegiums mit bunten und teils sehr launigen Beiträgen. In seiner Verabschiedungsrede würdigte Dr. Wolfram von Moritz, Dezernent Schulwesen der Ev. Kirche von Westfalen, Ursula Beinlichs Verdienste um die Schule und die Zusammenarbeit im Schulzentrum. Sie habe ihren Beruf „mit großer Freude“ ausgeübt und sei „immer in Bewegung“ gewesen. Stets pädagogisch innovativ sei „Menschen willkommen zu heißen eine ihrer großen Stärken“. Diese Stärke habe sie auf die Birger-Forell-Sekundarschule übertragen: Jeder sei willkommen, getreu dem Motto „Bunte Schule für alle“. Zu ihren Verdiensten gehöre auch „der Aufbau eines Leitungsteams, das vom Vertrauen der Schulleitung getragen wird“, so von Moritz weiter. Sodann führte von Moritz aus, dass die Schule mit Anja Buhrmann eine würdige Nachfolgerin bekomme. Er charakterisierte sie als eine Pädagogin mit Durchsetzungskraft, die sie auch außerhalb von Schule bewiesen habe, als sie in der freien Wirtschaft tätig war. Ihre Teilnahme an einer Judo-Fortbildung mit dem Titel „Vom Ringen und Kämpfen im Stand“ nannte er als ein Beispiel für ihr Durchsetzungsvermögen. Die „Liebe zu den Kindern“ habe sie schließlich zurück in die Schullaufbahn geführt, wo sie nach erfolgreicher Arbeit als Abteilungsleiterin an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne schließlich an die Birger-Forell-Sekundarschule kam, um dort über die Position der stellvertretenden Schulleiterin jetzt die Leitung zu übernehmen. Von Moritz betonte, dass er sich freue, eine Pädagogin, die sich durch ihre Fröhlichkeit und ihren Elan auszeichne, an der obersten Stelle zu wissen.

Die Zusammenarbeit von Sekundarschule und Gymnasium im gemeinsamen evangelischen Schulzentrum sind Anja Buhrmann und ihrer Amtskollegin, Marie-Luise Schellong, am Söderblom-Gymnasium eine Herzensangelegenheit. Ab sofort wird Anja Buhrmann neben ihrer Tätigkeit als Schulleiterin der Birger-Forell-Sekundarschule für die nächsten drei Jahre den Vorsitz in der gemeinsamen Leitungskonferenz und der gemeinsamen Schulkonferenz beider Schulen übernehmen.

Nachbereitung des Schülerbetriebspraktikums in Jahrgangsstufe 9

03.02.2019 (schm)      Schleichwerbung? Produktplacement? Nein, Praktikumsnachbereitung der Stufe 9 am 28.1. und Vorstellung der Ergebnisse vor den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen.

Zwei Fotos zeigen die Praktikanten auch noch in Aktion: Midas und Muhammed preisen im Marktkauf warme Kuschelsocken an, André und Henri arbeiten im NAZHA an ihren Hubschraubern.

Wir bedanken uns bei allen Betrieben und Einrichtungen, die 158 Praktikanten Einblicke in die Berufswelt verschafft haben. Viele können sich eine Ausbildung in der Richtung vorstellen, einige wurden sogar ermuntert, unbedingt eine Bewerbung nach der 9. Klasse zu schreiben. Andere haben erkannt, dass Traumjobs manchmal lieber Träume bleiben sollten und schauen sich nun in anderen Branchen um.

Skisportexkursion ins verschneite Ahrntal

22.01.2019 (kiel, brueg, hass)      Es gibt ihn noch, den Winter. Dieses Jahr hat er sich in die Alpen verkrochen, es dort aber richtig krachen lassen. Das haben 29 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp ausgenutzt. Sie verbrachten 5 Tage im Ahrntal in Südtirol (Italien), um bei besten Wintersportbedingungen das Skifahren zu erlernen oder ihr fahrerisches Können zu erweitern.

Dafür stiegen alle Schüler mit ihren Lehrkräften am vorletzten Tag der Weihnachtsferien in den Bus und kamen am nächsten Morgen im verschneiten Luttach an. Den ersten Tag verbrachte man damit, das schöne Bergpanorama zu genießen, die Skiausrüstung zu leihen und sich von der langen Anreise zu erholen.

In den nächsten Tagen lernten die Jugendlichen, aufgeteilt in unterschiedliche Gruppen, das Skigebiet „Klausberg“ kennen: einige am Anfängerhang, ein paar Fortgeschrittene auch schon auf den steileren „roten“ Pisten. Dabei machten alle Schüler unter Anleitung erfahrener Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Sekundarschule erstaunliche Fortschritte. Insgesamt stand immer wieder die Freude am Skifahren im Mittelpunkt, so dass die Stimmung während der gesamten Woche nicht besser sein konnte. Am Ende war jeder in der Lage, die Talabfahrt vom Skigebiet problemlos zu meistern, teilweise sogar auf schwarzen Pisten, die schon sehr gute Fähigkeiten abverlangten.

Die Schneebedingungen während der gesamten Fahrt waren außergewöhnlich gut. Von den in anderen Skigebieten gemeldeten Schneemassen blieb Südtirol aber völlig verschont. Somit waren sich alle am Ende der Woche einig, dass sie gerne im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen.