Die Schulkiosk-AG „SnackShack“ – ein Erfolgsmodell?!

Ein Fazit nach dem ersten Jahr

Zum Ende des Schuljahres 2017/18 stand der Kiosk der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp leer, da die ehemaligen Betreiber in den Ruhestand gegangen sind. Diesen Wechsel sah die Schule als Chance an, die Schülerinnen und Schüler mit in die Arbeit des Kiosks zu integrieren.

Die Vorteile liegen hierbei klar auf der Hand, ist sich die Schulleiterin Anja Buhrmann sicher: „Die Schülerinnen und Schüler haben dadurch die Möglichkeit, Einblicke in das Berufs- und Wirtschaftsleben zu erhalten. Außerdem lernen sie Verantwortung zu übernehmen und Eigeninitiative zu entwickeln“.

Noch am Ende des Schuljahres 2017/18 erklärten sich 14 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Jahrgang bereit, am Aufbau des Schulkiosks mitzuwirken. „Zu Beginn standen wir schon vor einigen Hürden“, erinnert sich Frau Thielemann, eine Lehrerin der Birger-Forell-Sekundarschule, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Projekt begleitet. Wie läuft das mit der Hygiene? Wer erstellt die Einsatzpläne? Wer übernimmt den Einkauf? Dies waren nur einige Fragen, die den Beteiligten durch den Kopf gingen.

Kurz vor den Sommerferien nahmen die zukünftigen Kioskbetreiber an einem Workshop zum Thema „Schülerfirma und gesunder Schulkiosk“ teil. In den Sommerferien wurde dann eifrig an einem Konzept gearbeitet. Mit dem Beginn des Schuljahres 2018/19 ging dann alles sehr schnell. Ein Name für den Schulkiosk wurde gefunden und ein Logo entworfen. „SnackShack“ ging an den Start!

Die Schülerinnen und Schüler werden von einer Lehrkraft, Frau Thielemann, und von einer Angestellten des Fördervereins und Mutter eines Schülers an der Birger-Forell-Sekundarschule, Frau Müller-Riechmann, unterstützt. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass aus einer Vision Realität werden konnte.

Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler im Schulkiosk ist in feste Aufgabenbereiche und rollierende Einsatzzeiten eingeteilt. Es gibt folgende Bereiche: Einkauf, Verkauf/Vertrieb, Personal, Finanzen, Werbung. Die Schülerinnen und Schüler werden, entsprechend ihren Neigungen und Stärken, in den verschiedenen Bereichen eingesetzt. Vom Brötchen schmieren bis hin zur Gestaltung von Plakaten.

„Wir haben das Sortiment nach der Übernahme geändert“, ergänzt Frau Müller-Riechmann, „Es gibt fast keine Süßigkeiten mehr“. Daher ist der Umsatz des Kiosks im letzten Jahr schon etwas zurückgegangen. Die Schülerinnen und Schüler versuchen dies durch Aktionstage, an denen es gesunde Fladenbrote, Smoothies oder Obstspieße gibt, aufzufangen. Die Aktionstage werden gut von der Schulgemeinschaft angenommen. „An diesen Tagen ist immer ein großer Ansturm und wir haben viel zu tun“, ergänzt Midas aus dem Kiosk-Team. Um das Sortiment und die Aktionstage noch weiter auszubauen, hat das Kiosk-Team sich im laufenden Schuljahr die Unterstützung durch eine Ernährungsberaterin im Rahmen des Projekts „Gesunde Schule Mühlenkreis“ geholt. An zwei Projekttagen gab die Beraterin viele Tipps und es wurden einige Rezepte ausprobiert und auch gleich verkauft.

Frau Thielemann erklärt: „Unser Schulkiosk muss wirtschaftlich arbeiten. Wir streben momentan die schwarze Null an und sind zuversichtlich, dass wir das auch schaffen.“ Bei der Schulkiosk-AG „SnackShack“ liegt der Schwerpunkt auf der pädagogischen und erzieherischen Seite. „Es ist deutlich zu sehen, welchen Ehrgeiz und welche Verantwortung die Schülerinnen und Schüler entwickeln.“, stellen Frau Müller-Riechmann und Frau Thielemann fest. „Die Schulkiosk-AG „SnackShack“ ist ein Erfolgsmodell!“