Schulsanitäter an der Birger-Forell-Sekundarschule

26 Schülerinnen und Schüler absolvieren erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs

„Atmung ist da; Person aber nicht ansprechbar. Wir benötigen einen Krankenwagen.“ oder „Die Blutung hört nicht auf – ich benötige noch eine Kompresse!“. Solche Sätze hörte man an zwei Nachmittagen in der Aula der Birger-Forell-Sekundarschule. Der ein oder andere Schüler guckte dabei schon verdutzt in die Aula. Hierbei handelte es sich aber glücklicherweise nur um Übungen für den Ernstfall. Denn 26 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs.

Neben theoretischem Wissen gab es immer wieder praktische Übungen und Demonstrationen. „Es ist ein ernstes Thema und ich hatte zu Beginn schon meine Zweifel, ob ich das schaffe. Aber man fühlt sich nach so vielen Übungen viel sicherer.“, war das Fazit eines Schülers. Und dies ist genau das Ziel, denn an der Birger-Forell-Sekundarschule wird gerade ein Schulsanitätsdienst aufgebaut. Die Sanitäterinnen und Sanitäter sollen eigenständig Verletzungen versorgen, die sich jemand in der Pause, im Sportunterricht oder Werkunterricht zugezogen hat. Dazu zählt auch das Absetzten eines Notrufs und die Einweisung eines Krankenwagens. „Das nötige Wissen besitzen die Schüler jetzt.“, da ist sich die Kooperationslehrerin Frau Thielemann sicher und lobt gleich noch einmal ihre Schülerinnen und Schüler: „Sie waren mit großer Disziplin, Bereitschaft und Ehrgeiz dabei.“. Im Moment werden noch die Einsatzpläne geschrieben, das Krankenzimmer aufgeräumt und neue Materialien besorgt. Spätestens ab dem nächsten Schuljahr ist das Krankenzimmer dann aber in den Pausen von den Schulsanitätern besetzt. Zukünftig wird es einen Bereitschaftsdienst geben, der durch ein Handy zu Notfällen gerufen werden kann.

Neben der Vermittlung von Grundlagen in der Ersten-Hilfe, stehen beim Aufbau des Schulsanitätsdienstes aber auch noch weitere Dinge im Fokus: Engagement im sozialen Bereich, Förderung des Verantwortungsgefühls und der Hilfsbereitschaft, sowie die Förderung von Teamfähigkeit.

Unterstützt wird der Schulsanitätsdienst durch das Jugendrotkreuz beziehungsweise das Deutsche Rote Kreuz. Ein besonderer Dank gilt dabei dem Deutschen Roten Kreuz Lübbecke für das Bereitstellen der Materialien und der Bescheinigungen, sowie der Möglichkeit der Schulung von Frau Thielemann.