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Ihr seid das Licht der Welt
Entlassfeier der Birger-Forell-Sekundarschule
08.07.26 Es ist soweit: Die gemeinsame Schulzeit ist vorbei, die Schülerinnen und Schüler der diesjährigen Abschlussklassen haben ihr Ziel erreicht. Sechs Jahre erfolgreichen Lernens mit all ihren Höhen und Tiefen sind zu Ende gegangen. In diesen sechs Jahren haben die Absolventinnen und Absolventen einen Weg zurückgelegt, der sie hat reifen lassen. Sie haben sich den schulischen Herausforderungen erfolgreich gestellt. Nun sind sie als junge Erwachsene, jeder und jede eine Persönlichkeit für sich, am 3. Juli in das Gemeindehaus der John-Gingerich-Gemeinde eingezogen, um ihre Zeugnisse in Empfang zu nehmen. Für sie alle war es ein Ende, auf den ein neuer Anfang folgt, und gleichzeitig der Höhepunkt ihrer Schullaufbahn an der Birger-Forell-Sekundarschule.
Der festliche Gottesdienst hatte das Wort „Lichtblick“ zum Thema. Bei aller Mühsal, die das Leben biete, gebe es immer wieder Lichtblicke als Zeichen, dass es weitergeht, dass es ein Ziel gibt, auf das man zusteuert. Mit diesem Bild schauten Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs auf ihre Zeit an der Schule zurück. Trotz so manch harter Nuss, die es im einen oder anderen Fach zu knacken galt, trotz großer Anstrengungen, die sie überwinden mussten, sei es eine schöne Zeit gewesen, in der sie als Gemeinschaft zusammenwuchsen, in der sie viel erlebten und wichtige Erfahrungen sammeln konnten, und in der sie eine Menge zu lachen hatten. Für die Unterstützung auf diesem Weg bedankten sie sich bei ihren Lehrkräften und allen, die ihnen außerdem beiseite standen. Die darauf folgende Ansprache griff das Bild der Lichtblicke auf. Tagen wie ein Sonnenstrahl hätten sich mit grauen und schweren Tagen abgewechselt. In Mitschülern, Freundinnen und Lehrkräften hätten sich Lichtblicke in schwieriger Zeit gefunden. In seiner Bergpredigt verspricht Jesus: „Ihr seid das Licht der Welt. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen.“ (Matth. 5, 14 – 16) In jedem der Schülerinnen und Schüler leuchte ein unverwechselbares Licht: Humor, Kreativität, Scharfsinn und Besonnenheit. Religionslehrerin Sandra Sieve-Rupprecht ermutigte die frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen, zum Lichtblick zu werden, wenn es während der weiterführenden Ausbildung einmal grau und dunkel sei. „Geht los, seid stolz, bringt die Welt zum Leuchten!“ Die Klassenlehrkräfte sprachen anschließend die Fürbitten und das Vaterunser. Kaan Seval aus der Klasse 10c sprach den Segen. Eine Fotoshow des Abschlussjahrgangs ließ die viel zu schnell vorübergegangenen sechs Jahre gemeinsamer Schulzeit Revue passieren.
Schulleiterin Anja Buhrmann griff das Thema des Gottesdienstes auf. „Lichtblick“ weise in die Zukunft: Auf die Zeit nach der Schule, für die sich die Schülerinnen und Schüler Ziele gesetzt haben, sei es in einer Ausbildung oder an einer weiterführenden Bildungseinrichtung. Als Rüstzeug für diesen neuen Weg habe die Schule den jungen Erwachsenen nicht nur das nötige Fachwissen, sondern auch Werte wie Respekt, Verantwortung, Selbstständigkeit und die Fähigkeit, auch einmal über den Tellerrand zu schauen, vermittelt. Die Gesellschaft verantwortungsvoll mitzugestalten sei eine große Chance, betonte Anja Buhrmann: „Ihr könnt die Welt verändern. Ich wünsche euch, dass ihr eure Ziele erreicht. Für eure Zukunft wünsche ich euch alles Gute.“
Dieses Jahr haben 33 Prozent der Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss, 32 Prozent den Mittleren Schulabschluss und 35 Prozent die Fachoberschulreife mit Qualifikation erreicht, ein Ergebnis, auf das sie stolz sein können. Darüber hinaus konnten etliche Schülerinnen und Schüler zusätzliche Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Für das Engagement und besonderen Einsatz in Bereichen außerhalb des Fachunterrichts erhielten die Schülerinnen und Schüler Zertifikate zur Anerkennung ihrer besonderen Leistungen.
Einen besonderen Dank sprach Anja Buhrmann Frau Foerster, Frau Karasch und Herrn Sept für ihr Engagement als Elternvertretungen aus. Sie verabschiedete herzlich Frau Foerster und Frau Karasch, die mit dem Abschluss ihrer Töchter aus dem Amt scheiden, und wünschte ihnen alles Gute. Herr Sept wird der Schule als Elternvertreter weiter zur Verfügung stehen.
Auch Stufenkoordinator Markus Rupprecht griff das Thema der Entlassfeier auf. Auffallend beim diesjährigen Abschlussjahrgang sei die Wetterlage bei allen Klassenfahrten gewesen. Bei jeder dieser Fahrten hätte es geregnet, obwohl kurz davor und nach ihrem Ende die Sonne herausgekommen sei. Selbst bei der Zentralen Prüfung im Fach Deutsch habe sich dieses Muster wiederholt. Das Motto „Lichtblick“ sei daher eher auf die Zukunft ausgerichtet. Egal, welchen Weg die Schülerinnen und Schüler nun einschlügen, stünde ihnen nach dem ganzen Regen definitiv eine Menge Sonnenschein zu. Markus Rupprecht wünschte den jungen Erwachsenen viele sonnige Momente und „das Wissen, dass nach dunklen Wolken, Regen oder Gewitter, die ihr wahrscheinlich auf eurem weiteren Lebensweg erleben werdet, immer wieder die Sonne scheinen wird.“
Integrationshelferin Anett Wolter richtete einige Worte zum Abschied speziell an die Klasse 10d. Sie hat sie von der Einschulung bis zum Abschluss begleitet und stand den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Nach den Grußworten von Bürgermeister Henning Vieker, dem Schulpflegschaftsvorsitzenden Martin Sept und der Schülervertreterin Jimena Wallmann erfolgte schließlich die Überreichung der Abschlusszeugnisse sowie die Ehrung der drei Jahrgangsbesten: Lena Enns, Fatima Sardary und Kiara Düllberg.
Die Musikstücke „Comptine d’un autre été“ von Yann Tiersen und „River flows in you“ von Yiruma umrahmten den Gottesdienst. Im Rahmen der Verabschiedung führten Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6b, 6d, 7b und 7c unter der Leitung von Claudia Schröder den mitreißenden Song „Das Leben“ auf, den alle Gäste begeistert und mit viel Applaus belohnten. Zum Auszug erklang das Stück „Pomp and Circumstances, No. 1“ von Edward Elgar.
Eindrücke von der Entlassfeier im John-Gingerich-Gemeindehaus (alle Bilder Copyright Birger-Forell-Sekundarschule)
Forschungslabor zum Anfassen
Neunte Klassen zu Besuch auf der MS Wissenschaft
02.07.2026 Kurzfristig zum Ende des laufenden Schuljahres hat sich für den neunten Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule ein unerwarteter Besuch ergeben. Die Schülerinnen und Schüler fuhren zur MS Wissenschaft, die vom 27. bis zu 30. Juni in Bad Essen am Mittellandkanal vor Anker lag. Dieses ehemalige Binnenfrachtschiff ist etwas ganz Besonderes: ein Forschungslabor zum Anfassen. Das Schiff ist seit 1966 als Frachter im Dienst und ab dem Jahr 2003 als schwimmendes Museum mit wechselnden Ausstellungen unterwegs. Mit einer Gesamtlänge von 102 Metern bietet es eine ausreichend große Fläche für eine Vielzahl interssanter und abwechslungsreicher Forschungs- und Lernstationen zu medizinischen und biologischen Themen. Initiiert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, realisiert hat es die Wissenschaft im Dialog gGmbH (WiD) im Auftrag desselben Bundesministeriums.
Die Ausstellung auf der MS Wissenschaft, so kann man es auf ihrer Website nachlesen, „bietet allen Besuchenden ab 12 Jahren, unabhängig von Interesse und Begabung, spannende Einblicke in die Welt der Forschung und Wissenschaft. Die Exponate und das Veranstaltungsprogramm widmen sich verschiedenen Aspekten der Medizin der Zukunft. Sie sind interaktiv gestaltet und beziehen das Publikum mit ein. Damit kann die Ausstellung gut im Rahmen des Unterrichts besucht werden.“
Dabei hatten die einzelnen Stationen es in sich. Mit Themen wie „Zellen mit Wow-Effekt – Was leuchtet unterm Mikroskop?“, „Antibiotika aus Bodenbakterien“, „Wie beeinflusst dein Lebensstil dein Immunsystem?“, „Herz – Warum brauchen wir geschlechtersensible Medizin?“, „Burger-Check – Was isst du am liebsten?“ oder „KI und Robotik in der Chirurgie“ zogen sie die Jugendlichen in ihren Bann. Insgesamt konnten die Schülerinnen und Schüler an neunundzwanzig Stationen ihrem Wissensdrang freien Lauf lassen. Ein künstliches Hüftgelenk mit einem gezielten Hammerschlag einzusetzen erlebten sie als Herausforderung. Zum Glück geschah das nur am elektromechanischen Modell, sodass der „Patient“ bei übertriebener Härte seines gesunden Knochens nicht verlustig ging. Denn diese Übung, die zu den Standards der medizinischen Ausbildung gehört, verlangte Fingerspitzengefühl ab und verdeutlichte, dass ein Arzt mit Menschen arbeitet und dementsprechend behutsam und kenntnisreich vorgehen muss. An einem computergenerierten Modell des menschlichen Gehirns erhielten die Jugendlichen Einblicke in Krankheitsbilder der Demenz und konnten deren Ursachen nachspüren. Wer sich an Orthopädie oder Chirurgie versuchen wollte, konnte mit einer Sonografie (Untersuchung per Ultraschall) am Modell herausfinden, ob es sich bei der „Verletzung“ bloß um eine Prellung oder gar um einen Bruch handelte. Aktive Implantate zur Heilungsförderung: Wer denkt da nicht an die Cyborgs aus Science-Fiction-Romanen, die, halb Mensch, halb Maschine, Ungeheures zu leisten imstande sind und ihre Wunden selbst heilen können? So weit ist man in der Medizin (noch) nicht. Aber man hat große Fortschritte gemacht, um Heilungsprozesse zu unterstützen. Auch das zu erleben, hat die Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckt.
Speziell über die Krankheiten Demenz, Diabetes Typ I und Endometriose nahmen sie außerdem an einer Forschungsrallye mit konkreten Forschungsaufträgen und anschließender Auswertung teil. Abschließend gab es Fragebögen für alle als Möglichkeit, Feedback zu geben. Wer sich weiter informieren wollte, konnte sich am Eingang zur Ausstellung mit Flyern und Prospekten aller Art eindecken. Schließlich bleibt festzuhalten, dass die Jugendlichen mit großem Interesse, Neugier und viel Forscherdrang bei der Sache waren. Der Erkenntnisgewinn war enorm, wie Nachfragen zeigten. Sie hatten viele Aha-Erlebnisse und waren alle voll konzentriert dabei. Der Funfaktor kam dabei auch nicht zu kurz.
Wer sich tiefgehender über die MS Wissenschaft informieren möchte, kann ihre Website besuchen unter https://ms-wissenschaft.de/de/. Vom 1. bis zum 5. Juli ist das Schiff in Münster zu Gast, unter Umständen für den einen oder anderen noch eine Möglichkeit, die Ausstellung über eine erreichbare Distanz zu besuchen. Interessant die Route quer durch Deutschland: Die diesjährige Reise des Schiffes begann am 4. Juni in Wolgast an der Ostsee, führte über den Großraum Berlin, wird das Ruhrgebiet und das Rheintal berühren und am 30. September in Wien enden.
Bunter Nachmittag an der Birger-Forell-Sekundarschule
Aula am Kennenlernnachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt
Am 23. Juni hatten sich die Kinder der zukünftigen fünften Klassen zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern in der Aula der Birger-Forell-Sekundarschule eingefunden, um die neue Schule am diesjährigen Kennenlernnachmittag hautnah zu erleben. Bei hochsommerlichen Temperaturen hatte die Schule ihre Türen geöffnet. Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt und alle Gäste erwarteten mit Spannung und Neugier, aber auch einer kleinen Portion Aufregung, welche Kinder in ihren Klassen zusammensein würden.
Mit den Musikstücken „Believer“ von den Imagine Dragons und „Melody of the Soul“ von Irina Burlakowa eröffnete die Musikklasse 6c unter der Leitung von Claudia Schröder den Nachmittag. Dabei sangen Isabelle Hildebrandt, Melina Asselborn und Aylien Tietz mit kräftiger Stimme und rappten textsicher, während die Instrumentalisten sie rhythmisch exakt begleiteten. Meilin Chen, die „Melody of the Soul“ am Flügel solo vortrug, zeigte die volle Bandbreite ihres musikalischen Könnens. Die Kinder bekamen für ihre Darbietung begeisterten Applaus.
Abteilungsleiterin Sabrina Ramsberg begrüßte sodann alle Gäste sehr herzlich. Besonders freute sie sich über die große Zahl an neuen Schülerinnen und Schülern, auf die im kommenden Schuljahr viele neue und spannende Angebote warten. „Wir freuen uns alle, dass ihr bald bei uns anfangen werdet.“ Sie dankte der Musikklasse und Claudia Schröder und hob hervor, dass es in jedem neuen fünften Jahrgang eine Musikklasse gebe, die sich mit den Jahren immer weiter entwickelt. Wichtig sei die Mitarbeit der Eltern in den verschiedenen Gremien und Projekten der Schule. Außerdem freue sich der Förderverein über neue engagierte Mitglieder, um weiterhin diverse Projekte, Anschaffungen, Fahrten und Veranstaltungen unterstützen zu können. Die Abteilungsleiterin wünschte den neuen Schülerinnen und Schülern eine tolle Zeit und einen guten Beginn mit ihren künftigen Klassenlehrerteams und den neuen Mitschülern.
Nachdem Sabrina Ramsberg die Paten der künftigen fünften Klassen und deren Klassenlehrkräfte vorgestellt hatte, gingen die Lerngruppen in die Klassenräume. Für die Eltern gab sie wichtige Informationen zu Terminen in den ersten Wochen nach der Einschulung. Die erste Woche wird eine Woche des gegenseitigen Kennenlernens und der Orientierung sein. Sie stellte die digitalen Kommunikationsmittel der Schule vor und informierte über die Stundentafel.
Währenddessen verbrachten die künftigen Fünftklässler eine gute Stunde mit ihren neuen Klassenlehrkräften. Sie machten Vorstellungsrunden und knüpften bei Kennenlernspielen erste Kontakte. Dass sie sich total auf ihre neue Schule freuten, war ihnen anzumerken.
Der Nachmittag klang bei gebackenen Waffeln und kühlen Getränken aus. Die Eltern kamen mit den anwesenden Lehrkräften ins Gespräch und stellten viele Fragen. Sabrina Ramsberg freute sich über die große Resonanz: „Ich habe viele fröhliche und gespannte Gesichter gesehen. Vor allem freue ich mich, dass sich viele für Einzelheiten interessieren.“ Es war ein Nachmittag voller Neugier, Aufgeschlossenheit und gespannter Vorfreude, kurz: eine gute Atmosphäre.
Fußball, Bücher und spannende Geschichten
Olaf Küster zu Gast in der Kicken & Lesen-AG
15.06.2026 (gerk) Ein besonderes Highlight erlebten die Schülerinnen und Schüler der „Kicken & Lesen“-AG der Birger-Forell-Sekundarschule:
Der Autor Olaf Küster war zu Gast und las vor knapp 20 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 7 aus seinen eigenen Büchern.
Bei bestem Wetter fand die Lesung auf dem Sportgelände der Schule statt. Passend zur AG, die die Freude am Lesen mit der Begeisterung für Fußball verbindet, lauschten die Schülerinnen und Schüler gespannt den Geschichten des Autors. Olaf Küster las ausgewählte Passagen aus seiner Buchreihe „Die Bolzplatzkicker“ vor und gab dabei interessante Einblicke in seine Arbeit als Schriftsteller.
Ein besonderer Höhepunkt war die Lesung aus seinem Buch „Mini-WM“. Passend zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko begeisterte der Autor die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer mit einer Geschichte, die aktuelle Fußballthemen und Lesefreude auf gelungene Weise miteinander verbindet.
Die Kinder hörten aufmerksam zu und nutzten die Gelegenheit, dem Autor Fragen zu seinen Büchern, seinen Ideen und seinem Schreiballtag zu stellen. So entstand ein lebendiger Austausch, der viele Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Lesen motivierte.
Neben den Lesepassagen berichtete der Autor auch von seiner Arbeit als Schriftsteller und erzählte, wie die Idee zu seinen Büchern entstanden ist. Die Schülerinnen und Schüler erhielten interessante Einblicke in den Entstehungsprozess eines Buches – von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung.
Die Veranstaltung war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung und eine gelungene Ergänzung zur Arbeit der „Kicken & Lesen“-AG. Die Birger-Forell-Sekundarschule bedankt sich herzlich bei Olaf Küster für seinen Besuch und die kurzweilige Lesung.
Bildunterschrift: Autor Olaf Küster liest den Schülerinnen und Schülern der „Kicken & Lesen“-AG der Birger-Forell-Sekundarschule aus seinen Büchern vor.
Slawische Kultur erlebbar gemacht
12.06.2026 Die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften ist im Curriculum der Birger-Forell-Sekundarschule von Anfang an fest verankert. Die Talente der Kinder und Jugendlichen sollen sich hier entfalten können. So können die Schülerinnen und Schüler aus einer Vielzahl von verschiedenen Themenbereichen das für sie Passende und Interessante auswählen. Ein Novum an der Schule: Dieses Jahr gibt es die Russisch-Arbeitsgemeinschaft. In dieser Arbeitsgemeinschaft erlernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Grundzüge der russischen Sprache, sondern lernen auch die Kultur des Landes auf vielfältige Weise kennen.
Dieses Jahr beschäftigen sie sich mit dem Thema „Die vier Elemente“ und haben während ihrer Projektarbeit vier sogenannte Matrjoschki gestaltet. Eine Matrjoschka ist eine aus Holz gefertigte und bunt bemalte, ineinander verschachtelte russische Puppe mit Talisman-Charakter, die als Spielzeug und Souvenir Verbreitung fand. Sie geht zurück auf den Maler Sergei Wassiljewitsch Maljutin, der die Puppe 1890 erstmals entworfen hatte und sie vom Kunsthandwerker Wassili Petrowitsch Swjosdotschkin schnitzen ließ.
Bei ihren Matrjoschki haben die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Weg der Herstellung eingeschlagen. Jede Matrjoschka ist 1,40 m hoch und in Form eines Schattenrisses aus Sperrholz ausgeschnitten. Sie wurde einfarbig grundiert und erhielt danach mit bunten Mustern Gestalt und Gesicht.
Das Einzelhandelsunternehmen Mix Markt hat das Projekt unterstützt, indem es die Kosten des gesamten Materials übernommen hat. Als ein kleines Dankeschön hat die Russisch-Arbeitsgemeinschaft mit Unterstützung ihrer Lehrerin Slata Wachholz eine zusätzliche Matrjoschka gestaltet. Die Übergabe fand auf dem Fest zum Weltkindertag statt, das der Mix Markt am 23. Mai veranstaltet hatte.
„Mit ihrem Engagement in der Russisch-Arbeitsgemeinschaft erleben die Schülerinnen und Schüler kulturelle Vielfalt im direkten Alltag. Sie lernen, kulturelle Traditionen offen und respektvoll wahrzunehmen, und entwickeln interkulturelle Kompetenzen“, betonte Slata Wachholz. Der Besuch des Marktes und die Übergabe der Matrjoschka schafften dabei einen praktischen Bezug zwischen Projektarbeit und realer Umgebung.
Scherbengeschichten – Auf den Spuren von Karin Hubert
19.05.2026 (grot/rupp/hass) Auf Einladung des ZdI-Zentrum Minden-Lübbecke verbrachten die Klassen 8b und 8d der Birger-Forell-Sekundarschule am 4. Mai einen Vormittag in der Glashütte Gernheim. Dort lernten sie, wie der Werkstoff Glas verarbeitet wird, und konnten dies sogar praktisch ausprobieren.
Doch zunächst einmal gab es zur Einführung wissenswerte und spannende Fakten rund ums Thema Glas. Hier spürten die Schülerinnen und Schüler der Frage nach, warum die beiden Kaufleute Johann Christoph Friedrich Schrader und Cornelius Lampe aus Bremen eine Glashütte so weit weg von ihrer Heimatstadt bauten. Der beim Herstellungsprozess entstehende Geruch und die Weser als schnelle Verbindung für den Vertrieb mögen sie dazu bewogen haben. Außerdem hatten sich die beiden Bremer von der Idee, ausgerechnet eine Glashütte hochzuziehen, gerade beim aufstrebenden Bürgertum eine hohe Nachfrage und dementsprechend hohe Gewinnmargen erhofft.
Interessant fanden die Schülerinnen und Schüler den Aufbau einer Glashütte mit ihren vielen Nebengebäuden zur Unterbringung von Arbeitskräften und Material. Dass man Sand extrem erhitzen muss, um ihn zu verflüssigen und daraus Glas zu machen, war den meisten neu und rief Staunen hervor. Die Gernheimer Glashütte stellt heute aber nur noch Glas zu Schauzwecken her. Das kann man dann im Industriemuseum der Glashütte bewundern.
Dort besichtigten die Schülerinnen und Schüler diverse Glasprodukte aus früheren Epochen. Vom normalen Gebrauchsglas über Kunstwerke bis hin zu Glastieren und Vasen zeigt das Museum alles, was man sich vorstellen kann. Der Unterschied zu heutigem Glas ist, dass die damaligen Produkte fast immer weiß, also klar und durchsichtig waren, während es heute häufig buntes Glas zu Kunst- und Dekozwecken gibt.
Während der Besichtigung besprachen die Schülerinnen und Schüler zwei Kunstwerke von Karin Hubert: das Große Herz und das Fragezeichen. Beide bestehen aus einem Materialmix, unter anderem aus Glasscherben. Diese sind ein zentraler Bestandteil nicht nur dieser beiden Kunstwerke, sondern des gesamten Schaffens der Künstlerin. Daher stand der Besuch unter der Überschrift „Scherbengeschichten“.
Nach viel Theorie folgte jetzt die Praxis in der Glashütte selbst. Die Schülerinnen und Schüler konnten live dabei sein, wie man Glas bläst und formt. Im Anlagenturm, der in diesem Jahr 200 Jahre alt wird, arbeiteten drei Glasbläser und erklärten den Jugendlichen ihren Arbeitsplatz und die einzelnen Arbeitsschritte vom Sand bis zum fertigen Glas. Nach dieser Vorführung konnten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen kreativen Fähigkeiten erproben. Im Gebäude Ost, in dem Sonderausstellungen und Events stattfinden, waren für sie Arbeitsplätze aufgebaut. Sie bekamen Glasscherben und verschiedene andere Materialien mit den passenden Werkzeugen und stellten daraus Windspiele unter Anleitung des Museumspersonals her. Das machten sie sehr engagiert und erzielten sehr schöne Ergebnisse.
Hier ein paar Eindrücke von dem Besuch in der Glasbläserei (Alle Fotos Copyright Birger-Forell-Sekundarschule).
Ausstellung im Museumshof Rahden
Ab dem 17. März ist die Ausstellung „Staub? Konfetti? Nachhaltigkeit!“ im Museumshof Rahden zu sehen. Der Museumshof feiert dieses Jahr sein sechzigjähriges Jubiläum. Die Museums-AG hat sich dies zum Anlass genommen, um die genannte Ausstellung im Museumshof aufzubauen. Die Schülerinnen und Schüler haben sie entwickelt, die Bilder gestaltet und den gesamten Aufbau bewerkstelligt. Unterstützung erhielten sie von der Gruppe 9 WP II Denkmal-fit. Am 21. Juni werden die Schülerinnen und Schüler den Jubiläumstag mitfeiern und neue Mitmach-Angebote präsentieren. Kristina, Melissa, Liz und Linus aus der Klasse 5a verdienen für ihr Engagement ein besonderes Lob.
Hier ein Blick in die Ausstellung (Copyright Birger-Forell-Sekundarschule):
„Neue“ Kooperation mit dem Moorhus
03.03.2026 (tiel/buhr) Am Dienstag, den 24.02., fand in der Birger-Forell-Sekundarschule ein besonderes Kooperationstreffen mit dem Moorhus statt. Anlass war die feierliche Übergabe des erneuerten Kooperationsvertrages und damit die offizielle Auffrischung und Erweiterung unserer langjährigen Zusammenarbeit.
Bereits seit vielen Jahren ist unsere Schule Mitglied im Naturschutzbund Deutschland. Mit der nun vertieften Kooperation mit dem Moorhus als Regionalzentrum des Kreises Minden-Lübbecke für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) setzen wir ein weiteres starkes Zeichen für nachhaltiges Lernen und gelebten Umweltschutz.
Das große Naturschutzgebiet Moor liegt direkt vor unserer Haustür – ein außerschulischer Lernort mit vielfältigen Möglichkeiten. Dieses Potenzial möchten wir künftig noch intensiver nutzen. Geplant sind unter anderem Moorführungen für verschiedene Jahrgänge sowie Wandertage in das nahegelegene Schutzgebiet. Ziel ist es, Natur erfahrbar zu machen, ökologische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und nachhaltiges Handeln im Alltag zu fördern.
Zum Kooperationstreffen war das Bildungsteam des Moorhus bei uns in der Schule zu Gast. In einem konstruktiven Austausch wurden gemeinsame Ideen entwickelt und konkrete Vorhaben für die kommenden Monate abgestimmt.
Wir freuen uns sehr über die erweiterte Zusammenarbeit und darauf, unseren Schülerinnen und Schülern durch diese Kooperation spannende, praxisnahe und nachhaltige Lernerfahrungen zu ermöglichen.
„Raum geben – Raum nehmen“
Sekundarschule und Berufskolleg zeigen beeindruckende Werkschau
12.02.2026 „Raum geben – Raum nehmen“ lautete das Motto, unter dem das Projekt „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ in diesem Jahr stattfand. Die Birger-Forell-Sekundarschule und das Berufskolleg Lübbecke haben das Projekt jetzt schon zum elften Mal gemeinsam durchgeführt. Ort der Projektwoche war dieses Mal das Jugendzentrum Isy7. Der dortige Zuschauerraum sowie die Galerie des Zentrums waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle Gäste durften sich auf mitreißende und berührende Darbietungen während der Werkschau freuen.
Schulleiterin Anja Buhrmann begrüßte die Gäste im Namen beider Schulen sehr herzlich und dankte der Stadt Espelkamp, vertreten durch die stellvertretende Bürgermeisterin Anja Kittel, ebenso dem Altkreis, vertreten durch Frau Lange, dem Projekt „Demokratie leben“ und der Peter-Gläsel-Stiftung für die finanzielle Unterstützung des Projekts, das dadurch jedes Jahr stattfinden kann. Mike Zimmermann und dem Team des Isy 7 dankte sie für die Gastfreundschaft. Sie hob die Besonderheit der Veranstaltung hervor. Das Projekt lebe von der Kooperation, die als Konstante im Schulleben seit vielen Jahren gut funktioniere. Dabei sei es nicht hoch genug zu schätzen, dass die beiden Schulen jedes Mal auf externe professionelle Unterstützung zurückgreifen können. Frau Buhrmann dankte auch de Lehrkräften beider Schulen, die dieses Projekt in jedem Jahr organisieren und begleiten. Federführend nannte sie Claudia Schröder und Jessica Schmehl, ohne die es nicht gehe. Weiterhin lobte sie das Engagement der Kinder und jungen Erwachsenen: „Sie haben während der Vorbereitungsphase richtig toll mitgemacht.“ Dieses Mal waren einundvierzig Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Birger-Forell-Sekundarschule und siebenunddreißig Studierende der Fachrichtung Sozialpädagogik am Berufskolleg Lübbecke mit dabei.
Während der Erarbeitung der Präsentationen in den verschiedenen Bereichen konnten sich die Schülerinnen und Schüler wichtige Skills für ihre Persönlichkeitsentwicklung, wie beispielsweise Selbstbewusstsein, Durchhaltevermögen und Teamarbeit aneignen, was ihnen bereits während ihrer Schulzeit nützt. Dabei gelang es auf spielerische Weise, kulturelle Vorbehalte abzubauen und im Gegenzug Respekt, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Fairness über gesellschaftliche Schichten hinweg zu stärken. All dies demonstrierte die Werkschau auf eindrucksvolle Weise. Die Darbietungen aus den Bereichen Graffiti, Rap, Theater und Tanz waren ansprechend und anspruchsvoll. Alle beteiligten Kinder und jungen Erwachsenen wuchsen dabei über sich hinaus.
Neu war dieses Jahr eine Ausstellung von vielen bunten Graffiti, die die Schülerinnen, Schüler und Studierenden unter der Anleitung von Dennis Herb angefertigt hatten. Die Motive waren phantasievoll und abwechslungsreich. Die Kinder und jungen Erwachsenen zeigten eindrucksvoll, welche künstlerischen Talente in ihnen schlummern. Dennis Herb ist ein Graffiti- und Airbrush-Künstler, der in Espelkamp-Gestringen lebt und zum ersten Mal am Projekt „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ mitwirkte.
Daniel Schneider von Rapschool NRW hatte mit der Rap-Gruppe eine Woche lang intensiv gearbeitet. Mit ihren selbsterdachten Texten „Kinder haben Rechte, das steht fest“, „Regeln sind Linien, ich mach mir meine Welt“ und „Das Leben – unser Alltag“ erstellten die Schülerinnen, Schüler und Studierenden ein lyrisch anspruchsvolles Bild ihrer eigenen Welt. Verse wie „Schule ist wichtig, sie will uns was geben, wir wollen nicht unter Brücken leben“, „Nur wegen Meinung fällt ein Schuss. Das ist nicht richtig! Damit ist Schluss!“ oder „Ich hör‘ auf mein Herz, was mir wirklich nicht gefällt“ zeigten, wie reif und mitfühlend Kinder und junge Erwachsene empfinden; was sie bewegt, was sie sich wünschen und was ihrer Ansicht nach gar nicht geht. „Ich nehm mir Raum, ich nehm mir Zeit, auch wenn das Leben mich oft zerreißt“ zeugte von einer Haltung, sich niemals unterkriegen zu lassen, egal wie oft einem Steine in den Weg gelegt werden. Das Publikum belohnte die Darbietungen mit begeistertem Applaus.
Unter der Leitung von Zoé Marie Pape aus Hamburg spielte die Theatergruppe das Stück „Party feiern“. Darin geht es um Jugendliche, die sich zu einer Party verabreden, dann aber, kaum dort angekommen, feststellen müssen, dass der Abend sie total langweilt. Die einen lästern über einen Jungen, den sie für äußerst seltsam halten. Die anderen überlegen, was sie anstelle der Party tun sollen, um ihrer Langeweile zu entfliehen. Auch sie können es nicht lassen, über einige Mädchen in der Gruppe herzuziehen, nur weil deren Outfit ihnen nicht gefällt. Die Situation eskaliert, es kommt zum Streit. Auf dessen Höhepunkt stellen alle plötzlich fest, dass die Party eine Geburtstagsfeier ist. Sofort beruhigen sich alle, die Glückwünsche lösen den Streit auf. Die Moral? Nicht Bildung von Grüppchen und die damit verbundenen Dynamiken, nicht Egoismen oder Fragen des persönlichen Geschmacks sind wichtig, sondern es kommt darauf an, sich selbst gemeinsam mit anderen den Raum zu geben, den es braucht, um friedlich und fröhlich miteinander umzugehen.
Die Werkschau endete mit einer fulminanten Tanzshow. Choreografin und Tanzpädagogin Romy Kolb aus Wien, die schon bei früheren Werkschauen dabei war, hatte ihre langjährige Erfahrung eingebracht. Ihr Stil verbindet die Housekultur mit zeitgenössischem Tanz. Dadurch schafft sie eine einzigartige Verbindung von tänzerischen Techniken und kulturellen Werten. Mit ihrem freien spielerischen Zugang fördert sie Kreativität und Ausdrucksfähigkeit. Dass ihr das im Kulturprojekt auch dieses Mal gelungen war, demonstrierten die Tänzerinnen eindrucksvoll. Sich ständig verändernde Formationen wechselten mit varietéreifen Turneinlagen. Das Publikum klatschte begeistert Beifall.
Auch dieses Mal haben die gezeigten Darbietungen überzeugt und gezeigt, zu welchen Leistungen die Schülerinnen, Schüler und Studierende fähig sind. Es steht außer Frage, dass das Kulturprojekt einen wichtigen Beitrag zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe leistet und dadurch ein konstruktives Miteinander in der Gesellschaft stärkt.
Die Werkschau in Bildern
(alle Fotos Copyright Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp)
Auschwitz niemals vergessen
Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus an der Birger-Forell-Sekundarschule
12.02.2026 Anlässlich des Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus lud die Birger-Forell-Sekundarschule traditionell alle Jahrgangsstufen am siebenundzwanzigsten Januar zu Andachten ein.
In der Andacht für die Jahrgangsstufe 5 berichtete der Lehrer Niko Hass über das Schicksal von Anne Frank. Sie ist ein bekanntes Beispiel für die Verbrechen des Nationalsozialismus an der Menschlichkeit. Anne Frank starb im Februar 1945 im Lager Bergen-Belsen. Sie war als Jüdin ein Mensch, der nicht in das Welt- und Menschenbild der Nationalsozialisten passte. Ihr Schicksal wäre eins von vielen Namenlosen geblieben, wäre es ihrem Vater als einzigem Überlebenden der Familie nicht gelungen, ihr Tagebuch nach dem Krieg zu veröffentlichen. Es war Otto Frank ein tiefes Bedürfnis, dadurch seiner Tochter ein würdiges Andenken zu bewahren und gleichzeitig an die schrecklichen Jahre unter den Nazis zu erinnern.
Den Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs verdeutlichte der Lehrer Christian Sümening die Methoden der Nazis im Schulunterricht mit dem Ziel, die Jugend zu beeinflussen und auf den Krieg vorzubereiten. Im Sportunterricht beispielsweise benahm sich ein damaliger Lehrer wie ein Feldwebel: Er ließ die Kinder in Reih und Glied marschieren und baute in die Übungen Schikanen ein, die dazu dienten, die Kinder zu quälen. Die lebendige Schilderung beeindruckte die Schülerinnen und Schüler tief und regte sie zu Nachfragen an.
Den 7. Klassen schilderte Niko Hass die Zustände im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Bilder vom Plan des Lagers und von Häftlingen und Wachmannschaften ließen das dortige Leben sehr real wirken. Etliche Schülerinnen und Schüler reagierten angesichts der Erzählung betroffen, als der Lehrer für Gesellschaftslehre beschrieb, wie der SS-Arzt Dr. Josef Mengele die Neuankömmlinge aussortierte und die Schwachen und Kranken sofort umbringen ließ. Dabei nahm man keine Rücksicht auf persönliche Bindungen: Die SS-Wachen rissen Familien rücksichtslos auseinander.
Nach den Schilderungen über Auschwitz-Birkenau führten Schülerinnen und Schüler der 8c das Rollenspiel „Die Verhaftung“ auf. Sie spielten eine fiktive jüdische Familie namens Goldmann, die an einem Abend irgendwo in Deutschland von Beamten der Geheimen Staatspolizei aufgesucht werden. Die Polizisten zwingen sie, zu packen und mitzukommen. Die Goldmanns kommen über viele Umwege nach Auschwitz. Am Ende des Rollenspiels weist der Erzähler darauf hin, dass man nie wieder etwas von ihnen gehört hat. Die Familie Goldmann steht beispielhaft für die Millionen ermordeter Juden. Durch den Einblick in das Schicksal der Familie Goldmann wurde das Grauen des Nationalsozialismus für die Kinder und Jugendlichen fassbar.
Im Jahrgang 8 beschrieb Christian Sümening das Schicksal von nicht angepassten Jugendlichen, die in Jugendstraflagern inhaftiert wurden. Dort mussten sie schwere Arbeit bei oft unzureichender Ernährung leisten und wurden von den Ärzten für medizinische Experimente missbraucht.
Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hörten im Rahmen einer Dokumentation Erlebnisse von Zeitzeugen, die damals in oppositionellen Jugendgruppen wie der Swing-Jugend versuchten, sich der Bevormundung und Unterdrückung zu entziehen. Viele wurden inhaftiert, aber es gab auch Mutige, die gegen den Terror des Hitler-Regimes aufbegehrten. Christian Sümening erläuterte die gezeigten Filmausschnitte. Dabei hob er hervor, dass Auschwitz, auch wenn die Ereignisse über achtzig Jahre zurückliegen, niemals vergessen werden darf.
Insgesamt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge interessiert und zum Teil sehr betroffen. All ihre Fragen ausreichend zu beantworten, hätte den Rahmen der Andachten gesprengt. Christian Sümening und Niko Hass verwiesen auf die Fächer Gesellschaftslehre und Religion, in deren Unterricht noch offen gebliebene Fragen aufgearbeitet werden.
Das Leitbild der Birger-Forell-Sekundarschule beinhaltet Werte wie Toleranz und Menschlichkeit. Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft wird an diesen Werten gemessen. Die Birger-Forell-Sekundarschule unterstützt ihre Schülerinnen und Schüler aktiv darin, demokratische Werte aufzubauen. Die jährliche Andacht zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist Bestandteil der Demokratieerziehung an der Birger-Forell-Sekundarschule.
Die Andachten unterstützten die Schülerinnen und Schülern Seyi Miniru, Jagoda Sarnecka, Ayla Öcal, Sean-Mikel Wagner, Paul Wechsel, Kaan Doganer und Orçun Mechmet aus der Klasse 8c. Musikalisch umrahmten die Musiklehrerin Sabine Matthäus und Niko Hass das Programm mit „Imagine“ von John Lennon und dem jüdischen Lied „Dona, dona“. „Imagine“ drückt die Hoffnung der Menschen aus, irgendwann miteinander in Frieden zu leben. „Dona, dona“, auf Deutsch „Das Kälbchen“, geschrieben von dem jüdischen Lyriker Jizchak Katzenelson, beschreibt, wie ein junges Kalb zur Schlachtbank geführt wird. Es symbolisiert die Hilflosigkeit der Opfer gegenüber der Nazi-Verfolgung.
Meer entdecken - Wettbewerb der Volksbank
05.02.2026 (grie/hass) Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 7a und dem Kunstkurs WP2 haben beim Mal- und Zeichenwettbewerb der Volksbank PLUS eG mitgemacht. Dabei sind sehr gut gelungene Bilder herausgekommen. Sie haben allesamt eine hohe künstlerische Qualität. Im Wettbewerb ging es darum, kreative Ideen zum Thema Ozeane und Meere im Bild festzuhalten: "Was begeistert dich an Ozeanen und Meeren? Welche Geheimnisse können wir dort noch entdecken? Welche Farben und Formen gibt es dort? Und wie können wir dazu beitragen, diese faszinierende Welt zu bewahren?" Mit diesen Fragen als Inspiration ließen die Jugendlichen eigenständig und ohne fremde Hilfe ihrer Kreativität freien Lauf. Alle eingereichten Bilder haben Chancen auf attraktive Preise.
Aufbaugemeinschaft fördert begabte Informatik-Talente
21.01.2026 (krök) Im Schulfach Informatik treffen sehr unterschiedliche Vorkenntnisse aufeinander: Während einige Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal einen Computer bedienen, programmieren andere bereits seit Jahren in ihrer Freizeit. Für Lehrkräfte bedeutet das die Herausforderung, sowohl einen verständlichen Einstieg in die Welt der Daten und Codes zu ermöglichen als auch besonders begabte Jugendliche angemessen zu fördern.
Dieses Spannungsfeld beschäftigt Informatiklehrer Viktor Kröker an der Birger-Forell-Sekundarschule schon seit Langem:
„Es gibt Siebtklässler, die in ihrer Freizeit so viel programmieren, dass sie mühelos in meinen Kursen der Jahrgangsstufe 10 mithalten könnten“, berichtet er. „Eigentlich müsste man für diese Talente einen eigenen Kurs anbieten.“
Genau hier setzt das neue Aufbau-Stipendium der Aufbaugemeinschaft Espelkamp an. Es richtet sich an besonders begabte Informatikschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 und ermöglicht ihnen eine vertiefte, projektorientierte Förderung. Die Idee zum Stipendium entstand aus einem innovativen Unternehmensprojekt, erklärt Geschäftsführer Sascha Golnik.
So stattet die Aufbaugemeinschaft derzeit ihre höchsten Gebäude mit einer neuartigen Grünbedachung aus. Ziel ist es, nicht nur die Dächer vor Hitze zu schützen, sondern in bis zu 100 Metern Höhe echten Lebensraum für Pflanzen, Insekten und andere Kleintiere zu schaffen.
„Das ist technisch deutlich anspruchsvoller als eine klassische Begrünung“, erläutert Golnik. „Gleichzeitig entstehen viele spannende Fragestellungen.“ Dazu zählen unter anderem die Bodenfeuchtigkeit, die Hitzebelastung oder der Einfluss großer Höhenunterschiede auf das Pflanzenwachstum. Diese Faktoren sollen mithilfe von Messstationen erfasst und ausgewertet werden.
Für diese Aufgabe wurden sechs besonders begabte Informatikschülerschüler ausgewählt. Sie sollen eigene Messstationen entwickeln, um sie auf den Dächern zu installieren. Die damit gemessenen Daten können dann im Anschluss ausgewertet werden und z.B. von einem Hochschulteam, das im Sommer die neuartige Grünbedachung untersuchen möchte.
Die richtigen Mentoren für dieses Projekt lernen die Stipendiaten bei Codefryx kennen. Dazu gehört unter anderem auch Bernd Selig, der sich als eigenständiger Robotik-Unternehmer einmal im Monat Zeit nimmt, um den Schülern alles Nötige von der Platinenentwicklung bis zur Sensorprogrammierung beizubringen. Zwischen den Projekttagen vertiefen die Stipendiaten ihr Wissen durch Aufgaben im Informatikunterricht und eigenständige Arbeit zu Hause.
Schulleiterin Anja Buhrmann begrüßt das Stipendium ausdrücklich:
„Ich danke unseren Partnern, der Aufbaugemeinschaft Espelkamp und Codefryx, für die Unterstützung in diesem innovativen Projekt. So können wir Lernen auf die nachhaltigste Art anbieten – durch Erleben. Durch das Lösen echter Probleme erfahren unsere Schüler einerseits ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit. Andererseits fördern wir sie als Nachwuchs für Unternehmen in Espelkamp.“
Am Ende des Schuljahres sollen die Ergebnisse des Projekts im Rahmen einer Abschlusspräsentation vorgestellt werden. Dann wird sich auch zeigen, ob das Messprojekt auf den Dächern in eine zweite Runde gehen kann.
„Es wird schwierig, dieses einzigartige Projekt mit einem noch spannenderen Thema zu toppen“, sagt Kröker schmunzelnd. „Aber uns fällt bestimmt wieder etwas ein.“
Hier sollen die Messstationen installiert werden: Die Projektpartner Sascha Golnik und Jennifer Epp (Aufbaugemeinschaft Espelkamp), Bernd Selig (OWL Robotics, Rudi Mantler und Noah Dyck (Codefryx), Anja Buhrmann und Viktor Kröker (Birger-Forell-Sekundarschule) besichtigen das begrünte Dach gemeinsam mit drei Stipendiaten.
Von der nackten Platine zur fertigen Messstation: Anhand dieser Platinen lernen die Stipendiaten, wie man Sensoren korrekt anschließt und programmiert. Abschließend soll ein schickes Gehäuse konstruiert und 3D-gedruckt werden.
BFS goes alpin
Ski-Exkursion der Birger-Forell-Sekundarschule ins Ahrntal
21.01.2026 (kiel/hass) Vom dritten bis zum zehnten Januar 2026 unternahm die Birger-Forell-Sekundarschule eine einwöchige Ski-Exkursion nach Südtirol ins Ahrntal. Ziel der Fahrt war es, den neunundzwanzig Schülerinnen und Schülern das Skifahren näherzubringen und zugleich Gemeinschaft, Verantwortungsbewusstsein und sportliche Ausdauer zu fördern.
Untergebracht in der beeindruckenden winterlichen Berglandschaft nutzte die Gruppe täglich das Skigebiet Klausberg, das mit seinen gut präparierten Pisten ideale Bedingungen für Anfänger bot. Trotz teilweise ungewöhnlich kalter Temperaturen herrschten durchgehend gute Schneeverhältnisse, sodass dem Skivergnügen nichts im Wege stand.
Ein Teil der Schülerinnen und Schüler lernte das Skifahren von Grund auf. Andere konnten ihre Fertigkeiten auf den Skiern deutlich ausbauen. Die Sportlehrkräfte Katja Hegner und Tobias Kiel wiesen die Schülerinnen und Schüler in die Welt des Skifahrens ein. Unterstützung erhielten sie auch dieses Mal von Marion Horstmann-Brüggemann und Bernt Brüggemann. Mit viel Geduld und Motivation vermittelten sie zunächst die Grundlagen wie richtiges Anlegen der Skiausrüstung, sicheres Bremsen und Kurvenfahren. Im Laufe der Woche steigerten sich die Gruppen deutlich, sodass viele am Ende der Exkursion selbstständig die Pisten befahren konnten. Muhammed aus der 8b meinte dazu ganz stolz: „Ich hab es geschafft, die Talabfahrt zu fahren!“ Und Jona aus der 9c pflichtete ihm bei: „Die Abfahrt war so schön, ich bin völlig in meinem Element.“
Neben dem sportlichen Fortschritt stand auch das gemeinschaftliche Erlebnis im Mittelpunkt der Fahrt. Bunte Abende, abwechslungsreiche Spiele und anregende Gespräche stärkten den Zusammenhalt der Gruppe und trugen zu einer positiven und fröhlichen Atmosphäre bei.
Am Ende der Woche kehrten alle Teilnehmenden stolz und mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause zurück. Die Ski-Exkursion ins Ahrntal war für alle Beteiligten ein voller Erfolg und wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Eindrücke von der Ski-Exkursion
Von Elfen, Orks und Flötenmagie
Vorlesewettbewerb an der Birger-Forell-Sekundarschule
09.01.2026 (gerk/hass) Wie jedes Jahr startete jetzt der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit der Teilnahme aller 6. Klassen. So haben sich die Schülerinnen und Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule am 10. Dezember 2025 mit abwechslungsreichen und spannenden Geschichten daran beteiligt.
Die drei Besten der Jahrgangsstufe sind jetzt ermittelt. Claudia Czuz aus der 6b hat mit einer Passage aus „Lotta Leben“ von Alica Pantermüller den ersten Platz erzielt. Mit einer der Handlung gut angepassten Stimmführung und sinnvoll gesetzten Pausen und Akzenten gelang es ihr, den ausgesuchten Text wirken zu lassen. Mit einem ähnlichen Vortrag kam Asya Cakir aus der 6a auf den zweiten Platz. Ihre Geschichte aus „Keine Panik“ von Jeff Kinney (Bd. 6 der Reihe „Gregs Tagebuch“) erntete viel Applaus. Platz drei errang Milan Zimmerningkat aus der 6d. Er las aus „Die Zauberer“ von Michael Peinkofer. Mit seinem ruhigen Vortrag, guten Betonungen, und einer ausgereiften Lesetechnik kam er unter die besten drei, von denen Claudia die Schule im Regionalentscheid im nächsten Frühjahr vertreten wird.
Welche Abenteuer erleben nun die Kinder in ihren Geschichten? „Lotta Leben“ handelt vom turbulenten Alltag der zehnjährigen Lotta Petermann. Im Tagebuchformat erzählt ihre humorvolle Geschichte von typischen Situationen aus ihrem Leben und von skurrilen Abenteuern. Dabei navigiert Lotta mit ihrer besten Freundin Cheyenne durch peinliche Missgeschicke, mit Hilfe einer geschenkten indischen Blockflöte durch magische Ereignisse und schließlich durch chaotische Situationen mit ihren „Blödbrüdern“, immer auf der Suche nach einem eigenen Haustier. In „Gregs Tagebuch 6 – Keine Panik“ dreht sich alles um den vorweihnachtlichen Stress und ein unfreiwilliges Eingeschneitsein der Familie Heffle. Die Geschichte „Die Zauberer“ führt in die Anfänge der Fantasy-Welt Erdwelt und beschreibt den drohenden Krieg zwischen Elfen, Menschen und Orks. Die Handlung dreht sich um die mächtigen Zauberer, die lange Zeit, fast ausschließlich aus den Reihen der Elfen stammend, für Ordnung und Schutz sorgten.
Die Jury mit den Lesescouts der Schule (Fatima Tobal, 9a, Irem Gülter, 9b, Aysima Kirbiyik, Süleyman Küccülü und Kimay Walker, alle 9c) und den Lehrkräften Carolin Thielemann, Viktor Kröker und Timo Gerke machte sich die Entscheidung über die besten Texte nicht leicht. Denn alle hätten einen ersten Platz verdient. Claudia, Asya und Milan lagen mit ihren Leseergebnissen derart eng beieinander, dass sie noch einen zufällig ausgesuchten Fremdtext aus Harry Potter lesen mussten. Dies gab dann am Ende den Ausschlag für die Platzierung.
Außerdem nahmen am Wettbewerb teil: Levin Kleim (6a), Marcel Gorecki (6b), Malik Refa und Aylien Tietz (beide aus der 6c).
Die drei Bestplatzierten durften sich je einen Buchpreis aussuchen. Alle teilnehmenden Kinder bekamen Süßigkeiten als Belohnung.
Fröhliche Stimmung beim Tag der offenen Tür
Birger-Forell-Sekundarschule öffnet ihre Tore
27.11.2025 Am Samstag, dem 22. November 2025, war es wieder soweit: Die Birger-Forell-Sekundarschule gab unter dem Motto „Leben und Lernen“ viele bunte und interessante Einblicke in ihren Schulalltag. Viele Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen aus den umliegenden Grundschulen waren mit ihren Eltern und Verwandten der Einladung in die Aula der Schule gefolgt. Zum Auftakt spielte Meilin Chen aus der Klasse 6c das Winterlied von Jens Rupp und zeigte damit eindrucksvoll, wie gut sie den Konzertflügel bereits beherrschte. Die Musikklasse 6c unter der Leitung von Lehrerin Claudia Schröder trug anschließend den Song „Calypso“ vor und bot ihn sehr präzise und gekonnt dar. Schulleiterin Anja Buhrmann begrüßte sodann alle Gäste herzlich und gab einen kurzen Überblick über den Ablauf des Tages. Sie bedankte sich bei allen, die an der Durchführung und Organisation des Vormittags beteiligt waren. Danach spielten die Klassen 5c, 6a und die Musik-AG unter der Leitung von Lehrerin Sabine Matthäus den Mathe-Song, eine lustige Nummer über den Mathematikunterricht, die Laune machte. Anschließend präsentierte Abteilungsleiterin Sabrina Ramsberg wichtige Informationen über die Schule. Mit einer Bearbeitung von „Pirates of the Caribbean“ rundete die Musikklasse 7c, ebenfalls unter Claudia Schröders Leitung, die Eröffnung in der Aula ab. Meilin Chen spielte noch einmal das Winterlied und beendete damit die musikalischen Darbietungen, denen alle Gäste viel Applaus spendeten.
Im Anschluss wurden die Eltern mit ihren Kindern in Kleingruppen durch die Schule geführt. Die künftigen Schülerinnen und Schüler konnten sich an den vielen Mitmachstationen ausprobieren. An der Station der Museums-AG erfuhren die jungen Gäste unter anderem Wissenswertes über die Rahdenerin Christine von Halle, die 1554 Heinrich Rantzau. den Statthalter des Dänenkönigs, heiratete. Bilder der Familie von Halle ergänzten die zusammengestellten Forschungsergebnisse der Museums-AG perfekt. Die Schulküche bot Leckereien an und informierte über das Fach Hauswirtschaft. Im Technikraum erhielten die Kinder und ihre Eltern einen Einblick in den technisch-handwerklichen Lernbereich der Schule und bestaunten die während des Unterrichts entstandenen Gegenstände. Das Fach Naturwissenschaften vermittelte auf sehr greifbare Weise Wissenswertes über die heimische Vogelwelt und zeigte ausgestopfte Vertreter verschiedener Arten. Ebenso konnten die Gäste ein Modell betrachten, das anschaulich zeigte, wie die Planeten sich auf ihren Bahnen im All bewegen. Das fanden die Kinder spannend. An einem anderen Tisch zeigte Lehrerin Quynh Nguyen, wie man „Slime“ herstellt. Hier konnten die Kinder selbst mit Hand anlegen und erfuhren nebenbei, welche Stoffe wie reagieren, damit man am Ende den bekannten „Slime“ erhält. Das kam bei den Kindern sehr gut an. „Der Physikraum hat mir am besten gefallen. Es war toll, was wir da alles machen konnten“, sagte Amelia und lächelte stolz. Der Fachbereich Sprachen hielt Spiele in Englisch und Book Tasting mit iPads in der Schulbücherei bereit. Hier konnten die Kinder ihre bereits vorhandenen Kenntnisse in der Fremdsprache ausprobieren. Sie durften in verschiedenen Büchern lesen und bekamen ein Gefühl für die Fremdsprachen auf der weiterführenden Schule, zu denen neben Englisch auch Französisch und Russisch zählen. In einem der vielen Klassenräume erlebten die Kinder und ihre Eltern, wie das iPad den Unterricht im Fach Gesellschaftslehre virtuell unterstützen kann. Im Flur eines Gebäudeteils hatten die Schülerinnen und Schüler einen Parcours aufgebaut. Daran versuchten sich die Grundschulkinder begeistert. Die Räume des Kraftwerks, der Schulsozialarbeit und der naturwissenschaftlichen Sammlungen standen den Besucherinnen und Besuchern ebenso offen wie der Spieleraum und die Sporthalle. Beschwingte Melodien, unterlegt mit Gitarrenriffs, Akkorden vom E-Piano und rhythmischem Beat, durchzogen das Tonstudio, als Schülerinnen der 8c zum Mitsingen einluden.
Für einen entspannten Ausklang sorgte das kulinarische Angebot im als Schülergenossenschaft betriebenen Schulkiosk. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 boten Kaffee und Kuchen an, den Eltern der Jahrgangsstufe 5 gespendet hatten. In diesem gemütlichen Rahmen gab es Raum für Gespräche mit Elternvertretern, Schulleitungsmitgliedern, Sonderpädagoginnen und Lehrkräften, die Ansprechpartner für verschiedene Angebote an der Schule sind. Viele Eltern nutzten die Gelegenheit, um in individuellen Gesprächen Fragen zu klären, Informationen zu bestimmten Themen zu erhalten und in einen Austausch zu gehen. Dabei lobten die Eltern die angenehme Atmosphäre und das gezeigte Engagement aller Mitwirkenden. Eine Mutter sagte zu ihrem Sohn, der in der Musikklasse 7c ist: „Das war toll, das habt ihr richtig gut gemacht!“ Markus Rupprecht, Koordinator für die Sekundarstufe 1, schloss sich dem an: „Den ganzen Vormittag herrschte eine positive Grundstimmung. Alle hatten gute Laune.“ Es war „wirklich immer etwas los“, ergänzte die stellvertretende Schulleiterin Anke Grothe. Ein gelungener Vormittag, an dem alle rundum zufrieden waren.
Teilnahme an den Fußballkreismeisterschaften
21.09.2025 (gerk/hass) Am 11. September nahmen Schüler des achten Jahrgangs an den diesjährigen Kreismeisterschaften in der Sportart Fußball teil. Die Spiele der Wettkampfklasse III fanden in der Sporthalle der Gesamtschule Hüllhorst statt. Die Auswahl der Birger-Forell-Sekundarschule behauptete sich zunächst gegen die Mannschaft der Verbundschule Hille souverän mit 5:0, spielte dann jedoch gegen die Auswahl der Gesamtschule Hüllhorst mit dem Ergebnis 0:3, sodass Hüllhorst eine Runde weiter kam.
Träume und Wünsche für den Schulstart
Einschulung der neuen fünften Klassen an der Birger-Forell-Sekundarschule
16.09.2025 Am Freitag, dem 29. August, fand die Einschulung der neuen fünften Klassen an der Birger-Forell-Sekundarschule statt. Kinder und Eltern freuten sich mit Spannung auf den Neubeginn an der weiterführenden Schule.
Der Gottesdienst unter der Leitung von Lothar Gustenberg stand unter dem Motto: „Träume und Wünsche für den Schulstart“. Nach dem Musikstück „Rock my Soul“, vorgetragen von den Musikklassen 6c, 7c und 8c und von der Musik-AG, begrüßte Lothar Gustenberg alle Anwesenden sehr herzlich und stimmte die neuen Schülerinnen und Schüler auf ihren Weg an der Birger-Forell-Sekundarschule ein. „Mit der Musik die Seele berühren“, wie es der Titel des Eingangsstückes ausdrückt, und dabei Freude zu bewirken, sei wichtig, damit die Träume und Wünsche an der neuen Schule in Erfüllung gingen. Meilin Chen aus der 6c leitete mit ihrem Klavierstück sodann über zum Psalm 126, der das Element der Freude aufgriff in seinem zentralen Satz: „Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.“ Den Psalm sprachen Schülerinnen der Klasse 6a. Auch den Traumtopos stellte die Klasse 6a in ihrem anschließenden Rollenspiel lebendig dar. Im Buch Genesis, Kapitel 41, träumt der Pharao von sieben wohlgenährten Kühen, die am Ufer des Nils von sieben mageren Kühen gefressen werden. Das macht ihm Angst. Er fürchtet um seine Macht, aber Joseph, ein Sklave, deutet den Traum, indem er die Kühe mit sieben guten und sieben schlechten Erntejahren gleichsetzt und dem Pharao einen Machtverlust voraussagt. Um das zu verhindern, soll der Pharao Getreidespeicher anlegen. Durch Josephs Vorschlag von seinen Ängsten befreit, macht der Pharao seinen ehemaligen Sklaven zu seinem Stellvertreter und befiehlt ihm, sich darum zu kümmern.
In seiner Ansprache ging Lothar Gustenberg auf den Traum des Pharaos noch einmal ein. Joseph, unschuldig und ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis, habe nie aufgegeben. Er habe beständig versucht, seine Lage zu verbessern, indem er viele Kontakte knüpfte und dem Gefängnisdirektor half. Schließlich habe er seine Fähigkeit als Traumdeuter mehrfach unter Beweis gestellt, so auch gegenüber dem Pharao. Diese letzte Deutung habe ihm schließlich zur Freiheit verholfen und ihm eine unglaubliche Karriere ermöglicht. Entscheidend sei dabei immer gewesen, dass Joseph seinen Glauben nie verloren habe. Lothar Gustenberg zog daraus die Lehre: „Auch, wenn es ganz schlecht aussieht, kann man auf Gottes Hilfe hoffen, die irgendwann kommen wird.“
Den Gottesdienst ergänzten der Rap „Traumdeuter“ und die Gemeindelieder „Das Josephslied“ und „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“ sehr stimmungsvoll. Am Ende sprachen Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d und die Klassenlehrkräfte der neuen fünften Klassen die Fürbitten und das Vater unser. Nach dem Segen, gesprochen von Lothar Gustenberg, spielte die Musikklasse 7c zum Abschluss das Lied „River flows in you“. Die Lehrerinnen Sabine Matthäus, Sabrina Ramsberg und Claudie Schröder unterstützten bei der Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes. An Darstellung und Musik waren die Klassen 6a, 6c, 6d, 7c und 8c sowie die Musik-AG beteiligt.
Schulleiterin Anja Buhrmann begrüßte im Anschluss alle Anwesenden mit einem herzlichen Willkommen. „Es wird eine spannende Zeit und ich freue mich sehr, dass ihr da seid“, richtete sie ihr Wort an die neuen fünften Klassen und lud gleichzeitig die Eltern dazu ein, sich an der Schule zu engagieren. „Für uns an der Schule sind Sie Partner, gemeinsam Schule zu gestalten.“ Sie warb für die Mitarbeit in Gremien und Unterstützung im Schulalltag. Die Partnerschaft zwischen Schule und Elternhaus verpflichte beide Seiten gleichermaßen. Abschließend dankte sie allen an der Einschulung Beteiligten und wünschte den neuen Schülerinnen und Schülern viel Freude beim Lernen an ihrer neuen Schule.
Direkt anschließend versammelten sich die neuen fünften Klassen zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern für ein Gruppenfoto auf der Bühne, bevor sie in ihre Klassenräume gingen. Dort erhielten sie erste praktische Informationen für die kommenden Tage und stellten viele Fragen.
Währenddessen erhielten die Eltern wichtige Informationen über die Schule aus erster Hand. Elternvertreter Martin Sept ermunterte die Eltern, sich in die Schule einzubringen. Es sei „eine tolle Schule mit ganz viel Potenzial“ und die Mitarbeit lohne sich, denn „die hier investierte Zeit ist eine wertvolle Zeit“ für die Kinder und Jugendlichen. Abteilungsleiterin Sabrina Ramsberg skizzierte wichtige Neuerungen und Abläufe: Unter anderem erläuterte sie den Ablauf der ersten Wochen, nannte wichtige Termine und erklärte den Stundenplan ausführlich. Außerdem stellte sie die Kommunikationsplattformen der Schule, IServ und den Schulmanager, den Eltern vor. Am Ende der Einschulung gab es für jedes Kind ein Schulstarterpaket und eine Überraschung vom Förderverein. Der Schulkiosk „Kiosk 39“ reichte Kaffee und kalte Getränke zur Erfrischung. Die Eltern nahmen die Gelegenheit zu Fragen und Gesprächen reichlich wahr.
Eindrücke von der Einschulungsveranstaltung
(Alle Fotos Copyright Birger-Forell-Sekundarschule)
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